Geschf. Direktor: Univ.-Prof. Dr. MauUniversitätsstraße 1 40225 Düsseldorf Tel.: +49 (0) 211-81-13200 ism@uni-duesseldorf.de |
Diese Seite können Sie auch direkt abrufen:
www.uniklinik-duesseldorf.de/statistik
Wie häufig treten Krankheiten auf, wie entwickeln sie sich, und welche Faktoren beeinflussen ihr Ausbrechen und ihren Verlauf? Welche neuen oder alternativen Therapiekonzepte, welche Ersatzsysteme wie Implantate und Prothesen, welche Arzneimittel und preiswerten Präparate sind ausreichend wirksam oder sogar besser als die bislang gebräuchlichen? Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird ein Medikament helfen, wie groß sind die Überlebenschancen, oder wie hoch ist das Rückfall-Risiko bei einer Erkrankung? Das Institut für Statistik in der Medizin untersucht solche Fragestellungen im Sinne seines Generalauftrags „Beschreiben – Messen – Prüfen – Überwachen von Krankheiten und Verfahren zur Steuerung von Krankenversorgung und Gesundheitswesen“.
Meistens geht es darum, Aussagen über möglichst viele frühere Patienten und ihre Krankheitsverläufe zusammenzufassen und daraus ärztliche Handlungsempfehlungen und verbesserte Prognosen für die gegenwärtigen und die zukünftigen Patienten abzuleiten. Die Ergebnisse helfen beim sicheren Erkennen von Krankheiten, bei der Wahl der besten Therapie unter Abwägung von Nutzen und Risiken sowie bei der Überwachung kritischer Verläufe.
Die Arbeits- und Projektgruppen am Institut sind interdisziplinär und international zusammengesetzt – Mediziner, Epidemiologen und Mathematiker aus drei Kontinenten lösen die Aufgaben des Instituts gemeinsam.
Das Institut bringt seine technisch-wissenschaftliche Kompetenz in eine umfassende medizinisch-statistische Beratung bei Forschungsarbeiten anderer Institute und Kliniken ein. Darüber hinaus werden Ärzte und Zahnärzte bei ihren Promotions- und Habilitationsarbeiten sowie weiteren wissenschaftlichen Publikationen betreut.
Forschung und Lehre
Mit seinen Studien zur Bewertung von Langzeiterfolgen zahnärztlicher Implantate, zur diagnostischen Wertigkeit von bildgebenden Verfahren und von Einstufungen der Pflegebedürftigkeit ist das Institut seit langem in die Versorgungsforschung integriert.
In der klinisch-wissenschaftlichen Grundlagenforschung werden Krankheitsverläufe, Leitlinien des ärztlichen Patientenmanagements und Komedikationsrisiken nach akutem ischämischen Schlaganfall untersucht.
Die Arbeiten zur klinischen Therapieforschung untersuchen alternativmedizinische Ansätze bei der Behandlung der chronischen Polyarthritis sowie bei chronischen Schmerzzuständen (Akupunktur).
Mit mathematischen Verfahren aus der Robotersteuerung werden Messreihen statistisch aufgearbeitet („online monitoring“) und den Ärzten für die klinische Überwachung kritischer Patienten zur Verfügung gestellt.
Die theorieorientierten Forschungsarbeiten beziehen sich auf Methoden der Epidemiologie, Biometrie und Medizininformatik, die bei der Patientenversorgung, bei Präventions- und Risikostudien, bei der Prüfung von Arzneimitteln und Heilverfahren und bei der Synthese klinischer Forschungsergebnisse zur evidence-based medicine von Bedeutung sind. In der Lehre werden die entsprechenden Grundlagenkenntnisse in einem „klinisch-integrierten Kurs“ (Düsseldorfer Modell) vermittelt.
Vita Universitätsprofessor Dr. med. Jochen Mau
| 1965-1971: | Studium der Mathematik an der Freien Universität Berlin |
| 1971: | Abschluss als Diplom-Mathematiker |
| 1971-1976: | Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Statistik und Dokumentation der Universität Mainz |
| 1977: | Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften, Mathematisches Institut der Universität Mainz |
| 1977-1980: | Biometriker in der Zentralen Funktion Forschung der CIBA-GEIGY AG in Basel, Schweiz |
| 1981-1982: | Wiss. Mitarbeiter an der Abteilung für Medizinische Statistik und Dokumentation der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, Aachen |
| 1982-1988: | Hochschulassistent am Institut für Medizinische Biometrie der Universität Tübingen |
| 1984: | Habilitation für Medizinische Biometrie durch die Medizinische Fakultät der Universität Tübingen |
| 1985: | Privatdozent und Ernennung zum außerplanmäßigen Professor (1986) für Medizinische Biometrie durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg |
| 1988: | Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit (C4) für das Fach Statistik und Biomathematik in der Medizin an der Universität Düsseldorf durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen |
| Professor Jochen Mau ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für Statistik in der Medizin;als Lehrstuhlinhaber vertritt er die Epidemiologie,Medizinische Informatik und Biometrie in der ärztlichen Ausbildung und in der medizinischen und zahnmedizinischen Forschung. | |
| Seit 1982 ist Professor Jochen Mau Fellow der Royal Statistical Society, London; er forscht über Planungs und Beurteilungsmethoden empirischer Studien in der Human- und Zahnmedizin, der Biopharmazie und im Gesundheitswesen sowie über mathematische Algorithmen zur Entscheidungsunterstützung,Qualitätskontrolle und Prozesssteuerung. |




