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 Sehr geehrte Patientinnen,

die Universitätsfrauenklinik Düsseldorf ist ein Zentrum für die Behandlung von Tumorerkrankungen. Dabei behandeln wir jegliche Arten von gynäkologischen Tumorerkrankungen.

Durch eine enge Kooperation mit anderen Kliniken der Heinrich-Heine-Universität (Chirurgie, Urologie, Strahlenklinik) können wir eine optimale Versorgung unserer Patientinnen gewährleisten.

Bei Brusterkrankungen wenden Sie sich bitte an die Sprechstunde für Senologie unserer Klinik.


Tumorrisikoberatung

Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. Pro Jahr erkranken in Deutschland zirka 40.000 Frauen an Brustkrebs, meistens nach dem 50. Lebensjahr. Die Heilungschancen sind mutmaßlich von einer frühen Erkennung abhängig. Je früher ein Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten. Oft stellt sich dann die Frage, ob der Brustkrebs der Mutter, Großmutter oder Tante erblich ist oder ob man, wenn man selber erkrankt ist, den Brustkrebs weitervererben kann. Meistens handelt es sich um zufällig aufgetretenen Brustkrebs, es gibt aber auch Formen dieser Erkrankung, welche vererbt werden können. Liegt eine solche Form vor, kann auch Eierstockkrebs gehäuft auftreten.

Welche Informationen können Sie im Rahmen einer Beratung erhalten?
  • Ob Sie aufgrund Ihrer Lebens- und Familiensituation ein erhöhtes Risiko tragen, an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken
  • Wie Sie die angebotenen Früherkennungsmaßnahmen (Tastuntersuchung, Mammographie, Ultraschall, Kernspinuntersuchungen) gezielt nutzen können
  • Über die Möglichkeiten und den Sinn einer genetischen Untersuchung zur Aufdeckung eines vererbbaren Gendefekts
  • Über mögliche andere vorbeugende Behandlungskonzepte (Medikamente, Operationen)
  • Über psychologisch/ psycho-therapeutische Beratungs- und Betreungsangebote.

Ungefähr jede zehnte Frau entwickelt im Laufe ihres Lebens einen bösartigen Tumor der Brustdrüse. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, eine Verwandte in der Familie zu haben, entsprechend hoch.

In der Frauenklinik der Heinrich-Heine-Universität werden in der TUMORRISIKOSPRECHSTUNDE seit 1994 Ratsuchende und Betroffene beraten, ob anhand der Familiengeschichte der Patientin das Vorliegen einer vererblichen Form des Brust- oder Eierstockkrebses wahrscheinlich ist oder ob die Erkrankung(en) in der Familie eher zufällig sind. Dies kann unter Umständen durch eine Analyse von zwei Genen bestätigt oder widerlegt werden.

Die Tumorrisikosprechstunde ist ein von der DEUTSCHEN KREBSHILFE unterstütztes Schwerpunktprogramm im Rahmen einer Studie zum familiären Brust- und Eierstockkrebs (Informationsbroschüre "Brustkrebs" der Deutschen Krebshilfe). Alle Frauen, die in die Sprechstunde kommen, werden über die Entstehung von Brustkrebs informiert und erhalten eine individuelle Einschätzung ihres Risikos, an Brustkrebs zu erkranken. Für Frauen, bei welchen die Familiengeschichte, das Vorliegen der vererblichen Form des Brust- und Eierstockkrebses wahrscheinlich macht, bieten wir die Analyse der Gene an, die man heute kennt und die in direkten Zusammenhang mit der erbbaren Form gebracht werden. Des Weiteren werden die Früherkennung- und Vorbeugemaßnahmen für Brust- und Eierstockkrebs erläutert. Die Tumorrisikosprechstunde ist somit eine interdisziplinäres Projekt mit Betreuung von gynäkologischer, humangenetischer und psychologischer Seite.

Die Inanspruchnahme des "Brustkrebsgentests" ist sinnvoll,
  • wenn mindestens zwei Frauen der Familie (zum Beispiel Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst) an Brust- und/oder Eierstockkrebs erkrankt sind, wobei mindestens eine Frau zum Zeitpunkt der Erkrankung unter 50 Jahre alt gewesen ist.
  • wenn eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst) mit einseitigem Brustkrebs erkrankt ist, wobei die Erkrankung im Alter von 30 Jahren oder früher aufgetreten ist.
  • wenn eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst) mit beidseitigem Brustkrebs erkrankt ist, wobei die Erkrankung im Alter von 40 Jahren oder früher aufgetreten ist.
  • wenn eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst) mit Eierstockkrebs erkrankt, wobei die Erkrankung im Alter von 40 Jahren oder früher aufgetreten ist.
  • wenn eine Frau der Familie (Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst) mit Brust- und Eierstockkrebs ist, wobei die Erkrankung im Alter von 40 Jahren oder früher aufgetreten ist.
  • wenn ein männlicher Verwandter an Brustkrebs erkrankt ist.

Gerne können Sie zur Beratung kommen, ob ein Gentest sinnvoll ist.
Hierzu benötigen wir einige genauere Angaben zu Ihrer Familienvorgeschichte, wie:
  • welche Ihrer Verwandten an Krebs erkrankt sind oder waren
  • an welcher Art von Krebs Ihre Verwandten erkrankt sind oder waren
  • wie alt Ihre Verwandten zum Zeitpunkt der Diagnosestellung waren
  • ob, und falls ja, in welchem Lebensalter Ihre Verwandten verstorben sind.

Psychologische Betreuung in der Tumorrisikosprechstunde

Im Rahmen einer genetischen Testung und eines eventuell positiven Ergebnisses können Fragen auftreten, die unter Umständen der psychologischen Betreuung bedürfen. Hierfür bieten wir Informationen und Beratung an. Im Rahmen der Erstberatung erfolgt ein Gespräch über die Betreuungsmöglichkeiten und den Umgang in bezug auf eine genetische Testung an.

Terminvereinbarung
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Anschrift

Universitätsklinikum Düsseldorf
Frauenklinik
Tumorrisikosprechstunde
Moorenstr. 5
40225  Düsseldorf
brca@med.uni-duesseldorf.de


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