Die Klinik für Gastroentererologie, Hepatologie und Infektiologie des Universitätsklinikums bietet ein großes Spektrum modernster diagnostischer und therapeutischer Verfahren an. Hierzu gehören diverse endoskopische Untersuchungs- und Behandlungsmethoden wie unter anderen die Gastroskopie, Koloskopie, Doppelballonendoskopie, Endosonographie, endoskopische retrograde Cholangio-Pankreatikographie (ERCP), die perkutane transhepatische Drainage der Gallenwege (PTCD) sowie die endoskopische Abtragung von Polypen oder die endoskopische Einlage von Stents zur Überbrückung von Stenosen oder Fisteln. Darüberhinaus steht eine breite, nicht invasive Diagnostik von Leber, Bauchspeicheldrüse und anderen Organen des Bauchraumes zur Verfügung, welche die Sonographie, Kontrastmittelsonographie, Dopplersonographie und die Fibroscan Analyse zur Bestimmung des Fibrosierungsgrades der Leber einschliesst. Mittels computerpsychometrischer Testung sowie der HepatoNorm-Analyse (Bestimmung der kritischen Flimmerverschmelzungsfrequenz), einem in der hiesigen Klinik entwickelten und patentierten Verfahren, werden neuropsychologische Veränderungen bei Leberkranken erfasst und quantifiziert. Folgen des bei Leberzirrhose auftretenden portalen Hochdrucks können durch Anlage eines transjugulären portocavalen Shunts (TIPS) behandelt werden. Leberpunktion oder sonographisch gesteuerte Feinnadelpunktionen werden durchgeführt um von der Norm abweichende Leberwerte und unklare Raumforderungen in der Leber abzuklären. Zur lokalen Behandlung des hepatozellulären Karzinoms oder von Lebermetastasen findet unter anderen die Radiofrequenzablation Anwendung. Ferner bietet das Funktionslabor der Klinik Atemtests zur Erfassung von Leberfunktionsstörungen oder einer Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose) sowie die Möglichkeit durch Druckmessungen Motilitätsstörungen von Speiseröhre und Anus festzustellen. Durch pH-Wertbestimmung werden Störungen der Säuresekretion des Magens aufgedeckt.



