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Grundlagenforschung
Patientennahe Klinische Forschung
SFB 575 Experimentelle Hepatologie

Die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie versteht sich als forschende Klinik der Spitzenmedizin mit internationalem kompetitiven Anspruch. In der nachfolgenden Darstellung der Forschungsaktivitäten erfolgt die artifizielle Trennung in patientennahe und Grundlagenforschung, wobei zu berücksichtigen ist, dass beide Forschungsbereiche eng miteinander interagieren, so dass eine rasche Umsetzung neuer Forschungserkenntnisse in die klinische Medizin möglich wird. Die Forschungsanstrengungen der Klinik sind in das wissenschaftliche Umfeld der Heinrich-Heine-Universität unter dem Aspekt der fakultätsübergreifenden Interdisziplinarität eingebunden. Im Jahr 2001 wurde Hepatologie als Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät in die Zielvereinbarung mit dem Ministerium für Wissenschaft verankert. Weitere Einbindungen bestanden bzw. bestehen in nationale und internationale Forschungsverbünde:

  • Sonderforschungsbereich 575 „Experimentelle Hepatologie“ (Düsseldorf, seit 2001)
  • Sonderforschungsbereich 501 „Exogene Noxen“ (Düsseldorf, 1994-2000)
  • Sonderforschungsbereich 542 „Molekulare Entzündungsmechanismen“ (Aachen, seit 1999)
  • DFG Forschergruppe „Mechanismen der Leberschädigung“ (Düsseldorf, 1994-1997)
  • HIV-Resistenzforschungsprojekte AREVIR, RESINA (NRW, seit 2000)
  • Kompetenznetzwerk Hepatitis (HepNet, seit 2001)
  • Kompetenznetzwerk HIV/AIDS (HIVNet, seit 2003)
  • Kompetenznetzwerk Tropenmedizin (TropNet, seit 2002)
  • Graduiertenkolleg 1033 „Molekulare Ziele von Alterungsprozessen und Ansatzpunkte der Alterungsprävention“ (gefördert ab 2004)
  • Graduiertenkolleg 1045 „Modulation von Wirtszellfunktionen zur Behandlung viraler und bakterieller Infektionen“ (gefördert ab 2004)
  • EU-Projekt Virgil (seit 2003)
  • HepatoSys - Kompetenznetz Systembiologie des Hepatozyten (ab 2007)
  • FUSION
  • Die Förderung der Forschungsarbeiten erfolgt durch Drittmittelwerbungen aus
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft
  • Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Bundesamt für Straßenwesen
  • Europäische Union
  • Stiftungen (Fritz-Thyssen Stiftung, Heinz Ansmann Stiftung, Van Meeteren Stiftung, Pinguin-Stiftung, Stiftung für Altersforschung, Private Stifter)
  • Fakultätseigene Forschungskommission
  • Industriepartner im Rahmen klinischer Studien

Ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten liegt auf der Infektions- und Leberforschung. Leberkrankheiten sind wegen hoher Morbidität, Mortalität und hoher Neigung zur Chronifizierung von großer sozialmedizinischer Relevanz. Bei den unter 40-jährigen stellen sie sogar die häufigste Todesursache dar. Allein in Deutschland gibt es mehr als eine Million Menschen mit chronischen Leberkrankheiten, bei denen es durch den chronisch entzündlichen Prozess zur Ausbildung von Leberfibrose  Zirrhose mit dem Risiko der Karzinomentwicklung kommt. Mit der Progression der Leberkrankheit kommt es aber auch zu zunehmender Beeinträchtigung der metabolischen Leberfunktion mit Rückwirkungen auf die Funktion anderer Organsysteme. Komplikationen, wie  Aszites, Blutung, Katabolie und hepatische Enzephalopathie bestimmen letztendlich die Prognose der Betroffenen. 

Es sind daher neben Techniken der Frühdiagnose in therapeutischer Hinsicht neben krankheits-prophylaktischen und  kausalitätsbezogenen Maßnahmen auch Therapieansätze wünschenswert, welche auf molekularer Ebene in Krankheitsgeschehen und Verlauf eingreifen und so die Progression zur Zirrhose mit ihren Komplikationen verhindern, aber auch Maßnahmen, welche den Funktionsverlust der Leber und bereits aufgetretene extrahepatische Komplikationen günstig beeinflussen.

Die Klinik verfügt über modernste Ausrüstungen für zell- und molekularbiologische sowie angewandte Forschung.