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Neurologische Klinik
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Direktor:
Univ.-Prof. Dr. med. Hans-Peter Hartung
Moorenstr.  5
40225  Düsseldorf
Tel.:  +49 (0) 2 11- 8 11 78 80
Fax: + 49 (0) 2 11- 8 11 84 69
hans-peter.hartung@uni-duesseldorf.de

Die Neurologische Klinik beschäftigt sich mit Krankheiten des Gehirns, des Rückenmarks, der Nerven und der Muskulatur. Darunter fallen z. B. Schlaganfälle, Hirnhautentzündungen, Bandscheibenvorfälle, Epilepsie und Multiple Sklerose, aber auch Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer, die mit einem Abbau des Nervensystems einhergehen. Die Neurologie ist dabei für Diagnose und medikamentöse Therapie der Krankheiten zuständig, während die Neurochirurgie operative Eingriffe durchführt. Mit ihrer „stroke unit“ hat sich die Klinik u.a. besonders auf die Akutdiagnostik und Therapie des Schlaganfalls spezialisiert. Darüber hinaus gehören entzündliche und degenerative Hirn-, Rückenmarks-, Nerven- und Muskelerkrankungen zu den Behandlungsschwerpunkten der Klinik. International ausgewiesen ist die Klinik als Zentrum zur Diagnose und Behandlung des Schlaganfalls, der Multiplen Sklerose, des Guillain-Barré Syndroms, der chronischen Polyneuritis und verwandter neuroimmunologischer Erkrankungen und der Parkinson'schen Erkankung. Sie ist Mitglied im Netzwerk europäischer MS Zentren (ENMSC) und der vom BMBF geförderten Kompetenznetze Schlaganfall und Parkinson.

Spezialambulanzen betreuen Patienten mit M. Parkinson und anderen Bewegungsstörungen, zerebrovaskulären Erkrankungen, Neuro-Aids, neuromuskulären Krankheiten wie Polyneuropathien und Myopathien sowie Myasthenia gravis. In einer Sprechstunde für Bewegungsstörungen werden u.a. Injektionsbehandlungen mit Botulinum-Toxin gegen Dystonien und Spastik angeboten. Dorthin wenden sich auch Patienten, die durch Pumpen Medikamente zur Schmerz- und Spastikbehandlung in den Rückenmarkskanal erhalten. In Kooperationen mit anderen Kliniken erfolgen auch operative Eingriffe, gemeinsam mit der Neurochirurgie z.B. die Kraniotomie bei bösartigem Hirninfarkt. Bei Patienten mit medikamentenresistenten Bewegungsstörungen einschließlich der Parkinson’schen Krankheit hat sich das Ärzteteam in Düsseldorf gemeinsam mit Professor Sturm an der Universität Köln auf die Implantation von Tiefenstimulations-Elektroden („Hirnschrittmachern“) spezialisiert.


Versorgung der Patienten

In der Diagnostik stehen der Klinik modernste Untersuchungstechniken zur Verfügung. Diese umfassen alle Bereiche der Neurosonologie, der klinischen Neurophysiologie, der Liquor- und molekulargenetischen Diagnostik. In Zusammenarbeit mit der Radiologie werden alle modernen bildgebenden Verfahren angeboten: Kernspintomographie, MR Angiographie, Angiographie, Computertomographie, Myelographie. Spezielle MR Untersuchungsverfahren werden bei akuten Schlaganfällen eingesetzt. In Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich sind Positronen-emissionstomographische (PET) Untersuchungen zur Hirntumorbiologie, Neurorezeptoren und Hirnfunktion möglich. Bei Schlaganfällen kann die „stroke unit“ alle notwendigen Untersuchungen und medizinischen Maßnahmen besonders schnell einleiten. Hier zählt jede Minute – die medikamentöse Auflösung von Blutgerinnseln im Gehirn, die so genannte Thrombolyse, ist z.B. nur in den ersten drei Stunden nach Eintritt der Symptome wirksam. Muss die Durchblutung des Gehirns auf operativem Weg wiederhergestellt werden, geschieht dies in Zusammenarbeit mit der Klinik für Gefäßchirurgie. In Kooperation mit der Radiologie sind alle Verfahren der so genannten Interventionellen Neuroradiologie verfügbar („stenting, coiling“).


Forschung und Lehre

Die Forschungsprojekte der Klinik sind eng auf ihre Behandlungsschwerpunkte abgestimmt.
Im Zentrum stehen Untersuchungen zur Ursachenklärung und Entwicklung sowie Überprüfung neuer Therapien der Multiplen Sklerose und anderer neuroimmunologischer Erkrankungen; zur Therapie, Prävention und Funktionserholung bei Schlaganfällen, zur Tiefenhirnstimulation bei der Parkinsonschen Krankheit sowie zu Ursachen und Behandlung von entzündlichen Hirn-, Rückenmarks-, Nerven- und Muskelerkrankungen.
Weitere Forschungsprojekte beschäftigen sich mit der Entstehung der HIV-Encephalopathie sowie degenerativer Erkrankungen des Gehirns und der Nerven. Im Bereich der Grundlagenforschung werden Projekte zur postläsionellen Funktionserholung, zu immunvermittelten Krankheitsprozessen, zur Entstehung von Epilepsien und zur Regeneration verletzter Nervenfasern durchgeführt. Die Klinik ist maßgeblich an Planung und Durchführung internationaler multizentrischer Studien neuer Medikamente zur Behandlung der oben genannten Krankheiten beteiligt. Die Forschung an der Klinik wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Europäische Union, ein Graduiertenkolleg, das Bundesministerium für Forschung (BMBF), die VW-Stiftung und die Hertie-Stiftung unterstützt.


Vita Universitätsprofessor Dr. med. Hans-Peter Hartung

  Studium der Medizin als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes in Düsseldorf, Glasgow, Baltimore, Boston, Oxford, London
1980: Ärztliche Prüfung und Approbation; anschl. zwei Jahre immunologische Forschungstätigkeit an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Facharztqualifikation (1986) und Habilitation für Neurologie an der Klinik für Neurologie in Düsseldorf (1989)
1990: Berufung auf eine C3-Professur aL für Neurologie an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Extraordinarius, Leiter der Klinischen Forschungsgruppe für Multiple Sklerose und Neuroimmunologie und Stellv. Klinikdirektor
1996: Ruf auf den Lehrstuhl für Neurologie an der Karl-Franzens-Universität Graz
2001: Ruf auf Lehrstühle für Neurologie an der Universität Glasgow, UK, und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
 
Professor Hans-Peter Hartung ist Mitglied zahlreicher Gremien (Board European Neurological Society, Charcot Foundation, Guillain-Barre Syndrome International, WHO; President ECTRIMS, Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer für das Fachgebiet Neurologie , Sektionsleiter Klinische Neurowissenschaften in der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft) und Institutionen sowie den Editorial Boards einer Reihe internationaler Fachjournale (z.B. Annals of Neurology, Canadian Journal of Neurological Sciences, European Journal of Neurology, Journal of Neuroimmunology, Multiple Sclerosis, Muscle Nerve, Neurorehabilitation and Neurorepair). Er ist  Autor von über 440 wissenschaftlichen Arbeiten in Fachzeitschriften. Darüber hinaus hat er sieben Bücher und über 80 Buchbeiträge veröffentlicht.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Ätiologie, Pathogenese und Therapie immunologisch verursachter Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur (Multiple Sklerose, Guillain-Barre Syndrom, CIDP, Immunneuroapthien, Immunmyopathien, Masthenia gravis) sowie die Interaktion von Immun- und Nervensystem. Ihm wurde der Hörlein-Preis der HHU, der Langheinrich-Preis für MS Forschung, der Myopathie-Preis der Dt. Ges. zur Bekämpfung der Muskelkrankheiten und der Käthe Hammersen Preis der DMSG
  Seit 2001 ist Professor Hans-Peter Hartung Direktor der Neurologischen Klinik.


Behandlungsschwerpunkte
Multiple Sklerose
Schlaganfall (Stroke Unit)
Parkinson’sche Erkrankung
Bewegungsstörungen
Neuroimmunologische Erkrankungen
Myasthenia gravis
Lambert-Eaton Syndrom
Polymyositis, Dermatomyositis, Einschlusskörpermyositis
Neuropathien
Guillain-Barre Syndrom
CIDP
Immunneuropathien
Myopathien
Epilepsie; Kopfschmerz
Neuro-AIDS

Forschungsschwerpunkte
Immunvermittelte Krankheits- prozesse
Cerebrale Ischämie
Neurodegeneration/Neuro- regeneration
Neuromuskuläre Erkrankungen
Parkinson'sche Krankheit
Postläsionelle Funktionserholung