Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie

Schwerpunkte:

  • Behandlungsschwerpunkte

    • Akute und chronische Lebererkrankungen einschließlich aller Komplikationen
    • Magen-Darm-Erkrankungen
    • Breit gefächertes Therapiespektrum bei gastrointestinalen Tumoren und Leberkrebs
    • Hepatitis- und HIV-Therapie
    • Angeborene cholestatische Leberkrankheiten
    • Angeborene Stoffwechselkrankheiten
    • Impf- und Reiseberatung, tropenmedizinische Akutversorgung
    • Hightech-Endoskopie, Sonographie und Funktionsdiagnostik
  • Forschungsschwerpunkte

    • Klinische und experimentelle Hepatologie
    • Hepatische Enzephalopathie
    • Hepatobiliärer Transport
    • Leberregeneration
    • Osmolytstrategien und Zytoprotektion
    • Regulation von Apoptose und Proliferation
    • Säurebasenregulation
    • Inter- und intrazelluläre Signalübertragung
    • Virushepatitis und erbliche Stoffwechselkrankheiten der Leber
    • Zelluläre Hydration und Zellfunktion
    • Klinische und experimentelle Infektiologie
  • Menü-Buttons

Die Klinik deckt ein umfassendes Aufgabenspektrum ab: die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Leber, des Magen-Darm-Traktes, der Bauchspeicheldrüse zählen ebenso dazu wie die Behandlung von gastrointestinalen Tumoren (Speiseröhre, Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse, Leber). Zusammen mit anderen Kliniken wurde ein zertifiziertes Darmzentrum gegründet. Hightech-Endoskopie, (Kontrastmittel-)-Sonographie und sonographisch-gesteuerte Punktionen zählen zu den Kernkompetenzen. Darüber hinaus werden alle gängigen Verfahren der gastroenterologischen Funktionsdiagnostik (Atemteste, pH-Metrien, Manometrien der Speiseröhre und des Enddarmes) durchgeführt.

Die Klinik ist zudem überregionales Zentrum für Diagnose und Behandlung chronischer Lebererkrankungen und ihrer Komplikationen.

Darüber hinaus ist die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie als Zentrum für Infektiologie zertifiziert. Hier werden alle Formen der Hepatitis, HIV-Infektionen und tropische Infektionserkrankungen behandelt.

Kürzlich wurde das moderne Leber- und Infektionszentrums am Universitätsklinikum errichtet, in dem unter anderem bereits die entsprechenden Spezialambulanzen eingerichtet wurden. Im Erdgeschoss wird das Gebäude zudem eine Infektionsstation einschließlich einer Sonderisolierstation beherbergen, sodass zukünftig auch Patienten mit hochkontagiösen und hochletalen Krankheiten behandelt werden können. Im Verbund von bundesweiten Versorgungszentren wird diese in Nordrhein-Westfalen einzigartige Station für einen großen Einzugsbereich zuständig sein.

Versorgung der Patienten

Bereits die Zahl von mehr als zehn Spezialambulanzen zeigt deutlich, wie breit gefächert die Kompetenz dieser Klinik ist. Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen im Bereich von Speiseröhre, Magen, Darm, Galle, Bauchspeicheldrüse oder Leber kommen in die gastroenterologische Allgemeinambulanz.

Die Hepatitisambulanz ist überregionale Anlaufstelle für Patienten mit chronischer Hepatitis B, C und D. Mehrere tausend Patienten werden in der Hepatitissprechstunde beraten und betreut. Vor allem bei der Therapie der chronischen Hepatitis C (HCV) wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt. Lag die Heilungsrate Anfang der 90er Jahre bei nur zehn Prozent, ist sie heute auf 50 bis 70 Prozent gestiegen.

Patienten, die eine neue Leber erhalten haben, werden umfassend in der Lebertransplantationsambulanz betreut. Darüber hinaus gibt es Spezialambulanzen z.B. für HIV, Leberkarzinome und angeborene Stoffwechselerkrankungen. So ist die Klinik deutschlandweit das größte Zentrum zur Behandlung von „Morbus Gaucher“. Bei diesem erblichen Enzymdefekt werden Fettstoffe gespeichert, die unter anderem die Knochen schädigen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik ist die Tropenmedizin. Die tropenmedizinische Ambulanz ist bereits jetzt die größte in NRW. Sie ist wichtige Anlaufstelle der Region für Tropenkrankheiten, Impfungen, Reiseberatung und Tropentauglichkeitsuntersuchungen. Nicht nur für die öffentliche Gesundheit, sondern auch für ansässige Industrieunternehmen mit Auslandsaktivitäten ist sie von großer Bedeutung.

Darüber hinaus betreut die Tropenmedizin seit nunmehr elf Jahren den Deutschen Entwicklungsdienst (DED). Die Tropenmedizinische Ambulanz ist Gelbfieberimpfstelle des Landes NRW. Ein Hochsicherheitsbereich zur Behandlung von lebensbedrohlichen Tropenerkrankungen ist fertig gestellt und die Inbetriebnahme steht unmittelbar bevor.
Ein wichtiger Schritt zur Internationalisierung der Tropenmedizin und Infektions­bereiche der hiesigen Klinik war die Gründung des W. Hirsch Institute of Tropical Medicine, welches als Aussenstelle der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie an der Adama- Universität in Äthiopien eingerichtet wird.

Die Klinik ist mit allen modernen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ausgestattet. Viele Untersuchungen sind heute mit Ultraschall oder schonenden endoskopischen Verfahren möglich. Häufig erfolgen zugleich therapeutische Maßnahmen, die manchen Patienten belastende Operationen ersparen.

Forschung und Lehre

Ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten liegt auf der Infektions- und Leberforschung. Leberkrankheiten sind wegen ihrer hohen Sterblichkeitsrate und ihrer Neigung zur Chronifizierung von großer sozialmedizinischer Bedeutung. Bei den unter 40-Jährigen stellen sie sogar die häufigste Todesursache dar. Fortschreitende Lebererkrankungen beeinträchtigen auch andere Organe. In der Grundlagenforschung auf den Gebieten des Leberstoffwechsels sowie Störungen des Magen-Darm-Traktes und der Bauchspeicheldrüse ist die Klinik international anerkannt. Modernste Methoden der Molekular- und Zellbiologie sowie Analytik stehen hier zur Verfügung. Bei den Forschungsprojekten arbeiten Mediziner, Chemiker und Biologen interdisziplinär zusammen. Die Klinik versteht sich als forschende Klinik der Spitzenmedizin mit internationalem kompetitivem Anspruch.

Die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie leitet den Sonderforschungsbereich „Experimentelle Hepatologie“ und die Klinische Forschergruppe „Hepatobiliärer Transport und Lebererkrankungen“. Zudem bestehen eine Reihe weitere Forschungsverbünde (genauere Informationen siehe Webseite). Weiterhin ist die Klinik an den Kompetenznetzwerken Hepatitis, HIV und Tropenkrankheiten maßgeblich beteiligt. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Forschungsarbeit werden dabei rasch in die klinische Praxis eingebracht: Beispielsweise erhalten Patienten mit Hepatitis C oder HIV neu entwickelte Medikamente in klinischen Studien schon vor der Markteinführung.

Direktor der Klinik

Univ.-Prof. Dr. med. Dieter Häussinger

Universitätsprofessor Dr. med. Dieter Häussinger

Ordinarius für Innere Medizin und Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie

Direktor des Leber- und Infektionszentrums Düsseldorf

Direktor des Hirsch Institute of Tropical Medicine in Asella, Äthiopien

Sprecher des Sonderforschungsbereichs 575 "Experimentelle Hepatologie"

Sprecher des Sonderforschungsbereichs 974 "Kommunikation und Systemrelevanz bei Leberschädigung und Regeneration"

Sprecher der Klinischen Forschergruppe 217 "Hepatobiliärer Transport und Lebererkrankungen"

Curriculum Vitae (dt.)

Curriculum Vitae (engl.)

Publikationen

Aktuelles



 
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