Sicherheitsstandards

Qualitätskontrolle von Blutkonserven und Sicherheitsstandard der Hämotherapie am UKD

Vorrangig bei der Gewinnung und Herstellung von Blutkonserven bleibt,

  • dass die Spende für Sie als Spender ohne gesundheitliches Risiko ist und
  • dass Sicherheit vor einer Übertragung von Infektionen auf den Empfänger (Patienten) besteht.

 

Die Arbeitsdevise der Uni-Blutspendezentrale ist: „Höchste Sicherheit für unsere Blutspender, höchste Sicherheit für unsere Patienten“. Auf Grund der hochempfindlichen infektionsdiagnostischen Untersuchungen ist das Risiko einer Virusübertragung äußerst minimal geworden. Die Blutspendezentrale des Universitätsklinikums Düsseldorf hat als eine der ersten Einrichtungen weltweit routinemäßige virusgenomische Untersuchungen zur Blutspenderdiagnostik eingeführt. Hierbei handelt es sich um Nukleinsäure-Amplifikations-Testungen (NAT) auf HIV-RNA, HCV-RNA (Hepatitis C) und HBV-DNA (Hepatitis B) mittels PCR-Diagnostik. Dies sind hochempfindliche Untersuchungsverfahren, mit denen man sofort und mit hoher Treffsicherheit erkennen kann, ob Virusmaterial im Spenderblut vorhanden ist.
Der Erfolg dieser Maßnahmen lässt sich an zwei Zahlen verdeutlichen: Die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Übertragung durch ein Blutprodukt beträgt heute 1:5.000.000, einer HCV-Übertragung 1:3.500.000. Zum Vergleich: das Risiko, bei der Autofahrt zwischen Wohnung und Arbeitsplatz einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang zu erleiden, liegt aktuell bei 1:12.000!
 

Am Universitätsklinikum Düsseldorf werden jährlich über 60.000 Blutkonserven transfundiert. Die Sicherheitsstandards für die Gewinnung, Herstellung, Lagerung und Anwendung von Blutkonserven (Hämotherapie) sind in Deutschland sehr hoch und gesetzlich geregelt (Arzneimittelgesetz, Transfusionsgesetz). Damit aber nicht genug. Jedes Zentrum, welches Blutprodukte herstellt, unterliegt, so auch wir, regelmäßigen Inspektionen und Kontrollen durch die zuständigen Aufsichtsbehörden.