Institut für Pathologie

Schwerpunkte

  • Untersuchungsschwerpunkte

    • Alle diagnostischen Belange eines Klinikums der Maximalversorgung werden abgedeckt, wobei für einzelne Spezialgebiete spezialisierte Fachärzte zuständig sind
  • Forschungsschwerpunkte

    • Molekulare Onkologie von: Krebsentstehung, Krebswachstum und Metastasierung Prognosefaktoren, Vererbung

Hauptaufgabe des Instituts für Pathologie ist die Diagnose von Krankheiten im Rahmen der Patientenversorgung. Mit über 120.000 Untersuchungen pro Jahr zählt es zu den größten Universitätsinstituten dieser Art in Deutschland.

Trotz moderner Labormedizin und hochauflösender, bildgebender Verfahren können auch heute noch viele Erkrankungen nur über eine mikroskopische Untersuchung von Gewebeproben (Biopsien) diagnostiziert werden. Mit diesen Diagnosen schafft das Institut die Grundlage für eine spezifische und individuelle Therapieplanung.

Die Anwendung der mikroskopischen Diagnostik erfolgt zu drei verschiedenen Zeitpunkten: am Anfang einer Therapie (prätherapeutische Diagnostik), während einer Operation (intraoperative Schnellschnittdiagnostik) und nach abgeschlossener Operation (postoperative Diagnostik).

Bei der Diagnostik am Anfang einer Therapie entnimmt der behandelnde Arzt kleine Gewebeproben aus dem erkrankten Organ. Moderne Techniken erlauben es heute, solche Proben fast aus allen Körperregionen zu entnehmen. Diese Proben werden nach ihrer technischen Aufarbeitung unter dem Mikroskop untersucht und diagnostiziert. Auf der Basis dieser Diagnose erfolgt dann die Therapieplanung.

Die Diagnostik nach abgeschlossener Operation erfolgt in der Regel an größeren Operations-Präparaten. Diagnostik nach der Operation spielt eine wichtige Rolle bei Tumorerkrankungen. Auf Grundlage ihrer Ergebnisse kann der Pathologe entscheiden, ob ein Tumor komplett entfernt wurde, welche Prognosekriterien vorliegen und ob der Patient möglicherweise noch zusätzlich behandelt werden muss. Daneben gehört auch die postoperative, mikroskopische Beurteilung klinisch nicht tumorverdächtiger Erkrankungen heute zum Standard. Sie ermöglicht eine definitive Diagnosestellung und trägt dazu bei, dass beispielsweise eine bösartige Tumorerkrankung ausgeschlossen werden kann.

Spontane Untersuchungen während der Operation, unter anderem bei Tumorverdacht, erfolgen durch die Schnellschnittmethode. Auch wenn heute Autopsien zahlenmäßig nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, sind sie aus dem Qualitätsmanagement eines Klinikums nicht wegzudenken. Nur die Autopsie erlaubt eine sichere Feststellung der Todesursache und ermöglicht dem behandelnden Arzt die Überprüfung seiner Diagnose und seines Therapieerfolges.

Die Diagnose des Pathologen ist von enormer Tragweite für den Patienten. Die hohe Spezialisierung der Fachärzte, aber auch das Prinzip, dass jede Tumordiagnose von zwei Fachärzten bestätigt wird, tragen dazu bei, dass die hohen Qualitätsstandards der Universitätsklinik eingehalten werden.

Forschung und Lehre

Schwerpunkt der wissenschaftlichen Aktivitäten des Instituts für Pathologie ist die Tumorforschung (Onkologie). Zentraler Ansatz ist dabei die Erforschung von molekulargenetischen Veränderungen, die für die Tumorentstehung, das Tumorwachstum und die Entstehung von Metastasen (Tochtergeschwülsten) verantwortlich sind. Das Institut für Pathologie arbeitet in diesem Bereich mit mehreren in- und ausländischen Forschergruppen als Kooperationspartner zusammen.

Darüber hinaus ist das Institut für Pathologie in eine Vielzahl klinischer Studien eingebunden und seit Jahren maßgeblich an der Erarbeitung interdisziplinärer Leitlinien für die Diagnose und Therapie von Tumorerkrankungen beteiligt. Eine weitere zentrale Aufgabe des Instituts für Pathologie ist die Ausbildung von Medizinstudenten, die hier übergreifend in der allgemeinen und speziellen Krankheitslehre unterrichtet werden.

 

Vita Universitätsprofessor Dr. med. Helmut Erich Gabbert

1968-1974:  Studium an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
1974: Promotion zum Doktor der Medizin
1975: Erteilung der Approbation
1980: Anerkennung als Facharzt für Pathologie
1983: Habilitation am Universitätsklinikum Mainz
1984: Auszeichnung mit dem Boehringer-Ingelheim-Preis
1987: Ruf auf eine C3-Professur am Universitätsklinikum Mainz
1992: Ruf auf den Lehrstuhl (C4-Professur) für Pathologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen
1992: Ruf auf den Lehrstuhl (C4-Professur) für Pathologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
1993-1997: Vorstandsmitglied der Internationalen Akademie für Pathologie (Deutsche Sektion)
seit 1999: Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Pathologie
2000-2004: Vorstandsmitglied der Deutschen Krebsgesellschaft
2004-2005: Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pathologie
  Professor Helmut Erich Gabbert, dessen wissenschaftlicher Forschungsschwerpunkt die „Molekulare Onkologie“ ist, verfügt über ein umfangreiches Publikationsverzeichnis und ist Mitglied in vielen nationalen und internationalen Fachgesellschaften.
  Er ist Mitherausgeber verschiedener internationaler onkologischer Fachzeitschriften und fungiert für die Zeitschrift „Journal of Cancer Research and Clinical Oncology“ als verantwortlicher Editor für Europa.
  Seit 1992 leitet Professor Helmut Erich Gabbert das Institut für Pathologie in Düsseldorf.
  Seit 2001 ist er darüber hinaus auch Vorsitzender der Klinikums(direktoren)-Konferenz des Universitätsklinikums Düsseldorf.