Deutsches Diabetes-Zentrum DDZ
Forschungsschwerpunkte
- Entwicklung und Evaluation von Diabetes-Leitlinien, Schulungsprogrammen und Online-Informationsdiensten
- Epidemiologie des Diabetes und seiner Folgeschäden
- Immunologie des Diabetes, Arteriosklerose, Adipositas und Ernährung
- Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion und die Rolle der Genregulation bei Insulinresistenz und Insulinsekretion
- Regulation inflammatorischer Prozesse bei Diabetes mellitus
Geschäftsführender Direktor:
Prof. Dr. Michael Roden
Telefon +49(0) 2 11-33 82-201
Fax +49(0) 2 11-33 82-691
E-Mail: roden@ddz.uni-duesseldorf.de
Im Deutschen Diabetes-Zentrum DDZ sind mit der Deutschen Diabetes-Klinik, dem Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie sowie dem Institut für Biometrie und Epidemiologie drei wissenschaftliche Institute angesiedelt, die in enger Kooperation den Diabetes mellitus erforschen.
Das DDZ – ein Institut der „Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz“ – ist als einzige Einrichtung in Deutschland überregional auf dem Gebiet der Diabetes-Forschung und -Versorgung tätig. Seine institutionelle Förderung erhält das DDZ je zur Hälfte vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen. Zusätzlich kommen umfangreiche projektgebundene Drittmittel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Europäischen Union, dem Bundesforschungsministerium, dem Bundesgesundheitsministerium, Länderministerien, Stiftungen und anderen Drittmittelgebern. Derzeit sind rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am DDZ tätig.
Im November 1964 wurde auf Initiative von Prof. Dr. med. Karl Oberdisse zusammen mit dem damaligen Oberbürgermeister Senator h.c. Peter Müller die Gesellschaft zur Förderung der Erforschung der Zuckerkrankheit e.V. gegründet, die zur Ausführung ihrer Aufgaben ein Diabetes-Forschungsinstitut (DFI) einrichtete. Im Jahre 1973 wurde das heutige Institutsgebäude Auf ’m Hennekamp 65 fertiggestellt. Dort wurden im Jahre 1974 die ambulanten Sprechstunden und die Bettenstationen in Betrieb genommen.
Das Institut wurde im Jahre 1977 in die „Blaue Liste“ aufgenommen. Es wird in regelmäßigen Abständen durch den Wissenschaftsrat beurteilt und durch einen international besetzten Wissenschaftlichen Beirat beraten. Im Jahre 1999 wurde das DFI in Deutsches Diabetes-Forschungsinstitut DDFI und im August 2004 in Deutsches Diabetes-Zentrum DDZ umbenannt.
Träger des DDZ ist die „Deutsche Diabetes-Forschungsgesellschaft e.V.“, ein gemeinnütziger Verein, der von einem ehrenamtlich arbeitenden Vorstand geführt wird. Der Verein wird beraten von einem Kuratorium und einem Wissenschaftlichen Beirat. Trägerverein und Institut sind durch einen Kooperationsvertrag eng mit der Heinrich-Heine-Universität und dem Universitätsklinikum Düsseldorf verbunden.
Forschung
Die gemeinsamen Forschungsprojekte des DDZ werden in institutsübergreifenden Forschungsschwerpunkten bearbeitet. Neben ihrer klinischen Tätigkeit sind die Ärzte, Biologen und Biochemiker der Deutschen Diabetes-Klinik im Rahmen dieser Forschungsschwerpunkte wissenschaftlich tätig. Wichtige Ziele dieser Forschung sind die Verbesserung der Möglichkeiten für die Früherkennung und Verhinderung des Diabetes mellitus und seiner Folgeerkrankungen.
Das Institut für Klinische Biochemie beschäftigt Wissenschaftler, Doktoranden sowie technische Mitarbeiter. Neben einem großen klinischen Labor, in dem eine Vielzahl von klinischen Blutuntersuchungen etabliert ist, werden in diesem Institut neue Labormethoden aufgebaut und erprobt. Darüber hinaus ist das Institut wesentlich in die Erforschung der Insulinwirkung und der Entwicklung von Spätkomplikationen eingebunden.
Das Institut für Biometrie und Epidemiologie wird von Professor Dr. Guido Giani geleitet und beschäftigt Biometriker, Epidemiologen sowie Dokumentationsassistenten. Seine wesentlichen Forschungsaufgaben liegen in der Erfassung der Häufigkeit der Zuckerkrankheit und deren Folgeerkrankungen sowie in der Erforschung der Versorgungssituation von Diabetikern in Deutschland.
Vita Universitätsprofessor Dr. med. Michael Roden
| Studium der Humanmedizin an der Universität Wien | |
| 1986: | Promotion zum Doktor der Medizin, Universität Wien |
| 1986-1988: | Gastarzt und Assistenzarzt am Pharmakologischen Institut der Universität Wien |
| 1988-1994: | Assistenzarzt an der I. Med. Universitätsklinik sowie an der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel, Universitätsklinik für Innere Medizin III, am Allgemeinen Krankenhaus Wien |
| 1993: | Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin, Österreich |
| 1994: | Habilitation und Venia legendi für das Fach Innere Medizin |
| 1994-1995: | Max-Kade Fellow an der Section of Endocrinology, Department of Internal Medicine, Yale University School of Medicine, New Haven, CT, USA |
| 1995- 2003: | Ambulanzleitender/Stationsführender Oberarzt an der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel, Universitätsklinik für Innere Medizin III am Allgemeinen Krankenhaus Wien |
| 1997: | Anerkennung als Additiv-Facharzt für Endokrinologie und Stoffwechsel |
| 1997: | Ernennung zum Außerordentlichen Universitäts-Professor der Universitätsklinik für Innere Medizin III, Universität Wien |
| 2001: | Ferdinand-Bertram-Preis der Deutschen Diabetes-Gesellschaft |
| 2001: | Novartis/Sandoz Preis für Chemie, Biologie und Medizin, Österreich |
| 2003: | Anerkennung als Additiv-Facharzt für Klinische Pharmakologie |
| 2004: | International Novartis Award for Innovative Patient Oriented Research |
| 2003- 2008: | Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung mit Department für Nephrologie, und in der Folge Studienkoordinator des Lehrkrankenhaus der Med. Univ. Wien,Hanusch-Krankenhaus |
| 2005: | Ernennung zum Direktor des Karl-Landsteiner-Institutes für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten, Wien |
| 2006: | ESCI (vormals: Mack-Foster) Award for Excellence in Clinical Sciences der European Society for Clinical Investigation |
| 2006: | Oskar-Minkowski Prize der European Association for the Study of Diabetes (EASD) |
| 2008: | Approbation als Arzt, Deutschland |
| 2008: | Ernennung zum W3-Professor für Innere Medizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf |
| Seit dem 1. 7. 2008 ist Prof. Michael Roden Direktor der Klinik für Innere Medizin/Stoffwechselkrankheiten am Universitätsklinikum Düsseldorf und Leiter der Abteilung für Klinische Diabetologie am Deutschen Diabetes Zentrum der Leibniz Gemeinschaft, Düsseldorf |


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