Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. Fritz BoegeMoorenstr. 5 40225 Düsseldorf Tel.: +49 (0) 2 11- 8 11 77 69 Fax: +49 (0) 2 11- 8 11 80 21 zentrallabor@med.uni-duesseldorf.de |
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Das Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik betreibt das Zentrallabor des Universitätsklinikums. Es führt Laboranalysen für die Patienten des Universitätsklinikums durch, ist an zahlreichen klinischen Studien beteiligt und entwickelt neue Analyseverfahren für die Prävention, Diagnose und Therapiebegleitung von Erkrankungen.
Darüber hinaus ist das Institut Mitglied mehrerer Forschungsverbünde an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die molekulare Mechanismen des Alterns, molekulare Grundlagen der Herzfunktion und umweltinduzierte Grundlagen der Krankheitsentstehung erforschen. Das Institut ist ein Zentrum für Qualitätsmanagement im medizinischen Laboratorium und führt auf diesem Gebiet Fortbildungsveranstaltungen durch.
Das Institut führt auf Anforderung der verschiedenen Kliniken etwa drei Millionen Analysen pro Jahr durch. Die Analysenanforderungen erfolgen auf speziellen Bögen, die per EDV eingelesen werden. Durch eine automatische Probenverteilung und Probenverlagerung, die Online-Analytik und die Übermittlung der Laborergebnisse auf die anfordernden Stationen durch das Klinikinformationssystem konnten die Antwortzeiten stark reduziert werden.
Das Institut unterhält ein spezielles Notfall-Labor, das zeitkritische Analysen selbst an Wochenenden Tag und Nacht erstellt. Das Analysenspektrum konnte durch Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie und Kapilarelektrophorese sowie durch molekularbiologische Techniken erweitert werden.
Forschung und Lehre
Forschungsschwerpunkt des Instituts auf dem Gebiet der Labordiagnostik sind Nierenerkrankungen. Darüber hinaus wurde eine eigene zellbiologische Forschungsabteilung aufgebaut, deren Schwerpunkte auf den Gebieten Signalübertragung, Zellkernarchitektur und Chromatinstruktur (Struktur der Erbsubstanz) liegen.
Mit diesen Schwerpunkten ist das Institut in diverse Verbundforschungsvorhaben der Heinrich-Heine-Universität eingebunden, unter anderem die Sonderforschungsbereiche 612 und 503 und einen neuen Forschungsschwerpunkt auf dem Gebiet molekularer Mechanismen des Alterns. Daneben werden weitere Einzelprojekte des Instituts von der Deutschen Forschungsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe gefördert.
Die ärztliche Approbationsordnung sieht einen praktischen und theoretischen Unterricht in Klinischer Chemie und Hämatologie vor. Diese Forderungen erfüllt das Institut durch regelmäßig abgehaltene Vorlesungen und die Pflichtveranstaltung „Kurs für Klinische Chemie und Hämatologie“ an drei Praktikumsnachmittagen, an denen die Studierenden in Grundlagen und Durchführung der Labordiagnostik unterrichtet werden. Das Praktikum der Klinischen Chemie und Hämatologie schließt mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung ab.
Derzeit findet eine Umstellung des Praktikums auf moderne Unterrichtsformen statt, die im Rahmen der Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung maßgeblich in die Entwicklung des Düsseldorfer Curriculums einfließt. An der Umsetzung und interdisziplinären Integration dieses neuen Unterrichtskonzeptes ist das Institut federführend beteiligt. Darüber hinaus beteiligt sich das Institut maßgeblich an der Ausbildung medizinischer Eliten im Rahmen mehrerer Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgesellschaft.
Vita Universitätsprofessor Dr. med. Fritz Boege
| 1978-1985: | Studium Humanmedizin in Würzburg |
| Juni 1985: | Staatsexamen und Approbation |
| 1981-1983: | Ausbildungsstipendium am MPI für Biophysik, Frankfurt/M., Max-Planck-Gesellschaft |
| 1985-1987: | Doktorand am Institut für Physiologische Chemie, Universität Würzburg,Ausbildungsstipendium der Fritz-Thyssen-Stiftung |
| 1987: | Promotion mit summa cum laude |
| 1987-2002: | Leiter des Klinisch-Chemischen Hauptlabors der Medizinischen Poliklinik, Universität Würzburg |
| 1993: | Facharzt für Labormedizin |
| 1994: | Farmitalia-Carlo-Erba-Preis der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie |
| 1995: | Habilitation für das Fach Laboratoriumsmedizin und Klinische Biochemie |
| 1996: | Gastprofessur für Molekularbiologie, Univ. Århus, DK, Auslandsstipendium Deutsche Krebshilfe/Dr.-Mildred-Scheel-Stiftung |
| 1996: | Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis der LMU München, Wulf-Vater-Dihydropyridine-Forschungspreis der Universität Mainz |
| 1996: | C4-Professur für Klin. Chemie,RWTH-Aachen, 3. Platz |
| 1997: | Rudolf-Thauer-Preis, Deutsche Gesellschaft für Herz- und Kreislaufforschung |
| 1997: | C4-Professur für Laboratoriumsdiagnostik, Universität Leipzig, 3. Platz |
| 2000: | Wissenschaftlicher Oberassistent |
| 2001: | Ordentliche Professur für Klinische Chemie,Universität Zürich, 1. Platz |
| Professor Fritz Boege veröffentlichte zahlreiche Beiträge in Fachpublikationen. | |
| Er ist seit 2002 Universitätsprofessor (C4) für Klinische Chemie und Labormedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Direktor des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik. |




