Schwerpunkte

  • Behandlungsschwerpunkte

    • Diagnostik und Therapie primärer Nierenerkrankungen (z.B. Glomerulonephritis, interstitielle Nephritis) und sekundärer Nierenerkrankungen (z.B. diabetische Nephropathie,renovaskuläre Erkrankungen, immunologische und maligne Systemerkrankungen)
    • Differentialdiagnostik und Therapie der schweren arteriellen Hypertonie
    • Kardiovaskuläre Probleme bei Patienten mit Niereninsuffizienz
    • Nierentransplantation einschließlich Lebendspende
    • Prävention der chronischen Niereninsuffizienz
    • Sämtliche Formen der Nierenersatztherapie (Hämodialyse, Bauchfelldialyse) sowie Plasmaaustauschtherapie und Immunadsorption
    • Therapie von Vergiftungen
  • Forschungsschwerpunkte

    • Studien zur Optimierung der Immunsuppression nach Transplantation
    • Genetische Einflüsse bei der Entstehung und Progression der Atherosklerose bei chronischer und terminaler Niereninsuffizienz
    • Moderne Diagnostik und Therapie renovaskulärer Erkrankungen
    • Molekulare Mechanismen der Progression von Nierenerkrankungen, des renalen Elektrolyttransportes, der Regulation des Säure-Base-Haushaltes, des Stofftransportes bei der Peritonealdialyse und immunologischer Systemerkrankungen
    • Neue Verfahren der extrakorporalen Giftelimination und Immunmodulation
    • Nierenersatztherapie bei Patienten mit Multiorganversagen
    • Autoimmunerkrankungen mit Nierenbeteiligung (z.B. SLE, Vaskulitis)

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Aufgabengebiet der Klinik für Nephrologie ist die Behandlung aller akuten und chronischen Nierenerkrankungen einschließlich Systemerkrankungen mit Nierenbeteiligung sowie die Vor- und Nachbehandlung von Patienten mit Nierentransplantation. Darüber hinaus sind schwer einstellbare Blutdruckerkrankungen ein Behandlungsschwerpunkt der Klinik.

Im Bereich der Behandlung von Patienten mit immunologischen und nicht immunologischen Systemerkrankungen hat sich die Klinik zu einem überregionalen Schwerpunkt entwickelt. Beispiele für dieses Krankheitsspektrum sind die Vaskulitiden (immunologische Entzündungen kleiner Blutgefäße) oder die Amyloidose, eine Gewebeverhärtung durch Ablagerung von Eiweißkörpern, besonders in Niere, Herz und Nerven. Darüber hinaus hat die Klinik eine überregionale Bedeutung bei der Therapie der diabetischen Nierenerkrankung.

Die unter Leitung von Professor Rump stehende Notaufnahme und Notfallstation der MNR-Klinik (Medizinisch-Neurologisch-Radiologische Klinik) betreut mehr als 8.000 ambulante und stationäre Notfallpatienten pro Jahr. Hier wird das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie aller internistischen Schwerpunkte und der Neurologie vorgehalten.

Versorgung der Patienten

Die Klinik für Nephrologie bietet ihren Patienten und den Patienten anderer Fachbereiche sämtliche Formen der Nierenersatztherapie wie Hämodialyse (Blutwäsche), Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) sowie spezielle Verfahren der Blutplasmatherapie (Plasmaaustauschbehandlungen, Immunadsorptionen u.a.) an.

Ein weiteres Aufgabenfeld ist die Transplantation von Nieren, wobei die Ärzte der Klinik Spenderorgane von Verstorbenen und verwandten sowie nicht verwandten Lebendspendern verwenden. Die gute Ausstattung der Klinik und die langjährige Erfahrung spezialisierter Ärzte haben die Klinik für Nephrologie in Düsseldorf zu einem überregionalen Zentrum auf diesem Gebiet gemacht. Die Nierentransplantation findet in enger Kooperation mit der Klinik für Gefäßchirurgie und Nierentransplantation (Prof. Dr. Dr. h. c. Wilhelm Sandmann) statt, in welcher die Transplantationen durchgeführt werden.

Neben den Nierenersatztherapien kommt der Prävention der chronischen Niereninsuffizienz (eingeschränkte Nierenfunktion) innerhalb der Klinik große Bedeutung zu. Hierbei diagnostizieren die Mitarbeiter der Klinik für Nephrologie sowohl primäre Nierenerkrankungen wie die Glomerulonephritis als zweithäufigste Ursache der Niereninsuffizienz oder die interstitielle Nephritis (eine spezielle Form der Nierenentzündung) als auch sekundäre Nierenerkrankungen. Zu letzteren gehören vor allem die diabetische Nephropathie (durch Diabetes ausgelöste Nierenerkrankung) und renovaskuläre (das Nierengefäßsystem betreffende) Erkrankungen sowie immunologische und bösartige Systemerkrankungen.

Die schwere arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) wird meist durch Erkrankungen der Niere ausgelöst. Auch in diesem Bereich sind aktuelle Diagnostik, Differentialdiagnostik und differenzierte Therapie Arbeitsfelder der Nephrologen. Neben zahlreichen Kooperationen mit anderen Kliniken und Instituten innerhalb und außerhalb der Heinrich-Heine-Universität existiert eine enge Zusammenarbeit mit der Frauenklinik. Diese gewährleistet die erfolgreiche Therapie für schwangere Patientinnen mit systemischen immunologischen Erkrankungen und unterschiedlichen Formen der Hypertonie einschließlich Präeklampsie und Eklampsie (schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck) und HELLP-Syndrom (seltene, gefährliche Komplikation des schwangerschaftsinduzierten Hochdrucks).

Ein weiterer klinischer Schwerpunkt ist die Betreuung von niereninsuffizienten Patienten mit gleichzeitigen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Bei dieser Patientengruppe kooperiert die Nephrologie sowohl bei diagnostischen als auch bei therapeutischen Eingriffen mit der Klinik für Kardiologie, Pneumonologie und Angiologie sowie mit der Klinik für Thorax- und kardiovaskuläre Chirurgie. Dabei profitieren die Patienten von der großen Erfahrung in der interdisziplinären Betreuung von Dialysepatienten mit Interventionen am Herzen wie der Ballondilatation mit oder ohne Stent, der aortokoronaren Bypassoperation (ACVB) und dem Herzklappenersatz. Nicht zuletzt wird bei einer großen Zahl von Patienten mit leichter Niereninsuffizienz eine Prävention kardiovaskulärer Komplikationen betrieben.

Forschung und Lehre

Forschungsschwerpunkte der Klinik für Nephrologie sind unter anderem die molekularen Mechanismen des Stofftransportes bei der Peritonealdialyse, der Progression von Nierenerkrankungen sowie des renalen Elektrolyttransportes. Die Forscher der Klinik sind auch auf den Gebieten der modernen Diagnostik und Therapie von renovaskulären Erkrankungen, der Pathophysiologie und der Regulation des Säure-Base-Haushaltes tätig. Darüber hinaus gilt die Forschung klinischen Fragen der Nierenersatztherapie bei Patienten mit Multiorganversagen sowie neuen Verfahren zur extrakorporalen Giftelimination und Immunmodulation, unter anderem bei immunologischen neurologischen Erkrankungen in Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie. Des Weiteren beteiligt sich die Klinik an zahlreichen internationalen Studien zur Optimierung der Immunsuppression (medikamentöse Vermeidung von Abstoßungsreaktionen) nach Nierentransplantation.

In der nephrologisch-kardiologischen Arbeitsgruppe werden zahlreiche klinische Fragestellungen zur Progression der koronaren Herzerkrankung, zum klinischen Ergebnis nach Intervention der koronaren Herzerkrankung wie der Ballondilatation mit oder ohne Stent sowie zur aortokoronaren Bypassoperation und zu Herzklappenoperationen bei Dialysepatienten anhand von angeborenen und erworbenen Risikofaktoren analysiert.

In der Lehre werden alle Vorlesungen und Kurse der Inneren Medizin wahrgenommen und darüber hinaus in Seminaren Inhalte der Nephrologie dargestellt. Mitarbeiter der Klinik für Nephrologie sind mit Vorträgen auf nationalen und internationalen Kongressen an der Darstellung der Inhalte von Forschung und klinischer Praxis beteiligt.

Klinikleitung


Bild von:  Univ.-Prof. Dr. med. L. Christian Rump
Univ.-Prof. Dr. med. L. Christian Rump
Direktor der Klinik
Straße
Moorenstr. 5
Ort
40225 Düsseldorf
Tel.: 
+49 (0)211-8 11 77 26

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