Erfolg für Prof. Dr. Julia Hauer und Team bei Jahrestagung der Europäischen Hämatologen in Madrid

Düsseldorf - 10.05.17

VON: REDAKTION, S.B.

10.05.2017 - Die European Hematology Association (EHA) ist die größte Fachgesellschaft auf dem Gebiet der gut-und bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems in Europa. Der diesjährige Jahreskongress der Gesellschaft im Juni in Madrid wird mehr als 12.000 registrierte Teilnehmer aus allen Erdteilen zusammen führen.

Auf dem Kongress werden  auch die Ergebnisse neuer Therapiestudien oder neue Methoden der Knochenmarktransplantation vorgestellt.  Unter mehr 2.500 eigereichten wissenschaftlichen Berichten wurden nach dem strengen Begutachtungsverfahren  acht Prozent der Beiträge als Vortragseinladung durch das Programmkomitee  angenommen. Die fünf wissenschaftlich herausragendstenwerden in dem prominenten „Presidental Symposium“ zusammen gefasst.

Der Forschungsbeitrag der Arbeitsgruppe von Prof. Julia Hauer (Klinik für Kinder-Onkologie, Hämatologie und Klinische Immunologie“, Direktor Prof. A. Borkhardt) wurde mit ihrem Beitrag zur infektionsassoziierten Leukämieentstehung hierfür ausgewählt. Nachdem die AG Hauer gemeinsam mit Kollegen in Salamanca/Spanien im Jahre 2015 erstmals den Leukämie-initiierende Mechanismus in einem Mausmodell beschreiben konnte (Martín-Lorenzo A et al., Cancer Discovery, 2015), gelang es Prof. Hauer und Mitarbeitern in weiteren Arbeiten die zellbiologischen Mechanismen zu beschreiben, die zu der häufigsten Leukämieform im Kindesalter, der sogenannten TEL/AML1+ B-Vorläufer akuten Lymphoblastenleukämie, führen.

Es ist bekannt, dass ca. ein Prozent aller gesunden Neugeborenen prä-leukämische genetische Veränderungen im Nabelschnurblut aufweisen, die bei einem kleinen Teil der Kinder nach der Geburt, z.B. durch infektionsausgelöste vermehrte postnatale Teilung der Lymphozyten im Knochenmark, zum klinischen Vollbild der Leukämie führen. Die Arbeiten der AG Prof. Hauer, an der auch Dr. Sanil Bhatia, Dr. Deborah Ingenhag und Dr. Franziska Auer beteiligt waren, helfen, das komplexe Wechselspiel zwischen genetischer Prädisposition und Umweltfaktoren bei der Leukämieentwicklung bei Kindern zu verstehen.

Prof. Hauer wurde in der Vergangenheit durch die Nationale Akademie Wissenschaften „Leopoldina“ und weitere  namenhafte Forschungsförderer unterstützt und hat bereits mehrere Wissenschaftspreise erhalten.


 
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  • Zuletzt aktualisiert am 18.09.2015
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