Für bessere Hausarzt-Ausbildung: UKD und Arztpraxen bauen Verbund aus

Düsseldorf - 26.03.18

 

Gemeinsam gegen den Hausärztemangel: Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) baut die Zusammenarbeit mit Düsseldorfer Arztpraxen aus, um die Ausbildung von Allgemeinmedizinern zu stärken. Der von der Ärztekammer Nordrhein anerkannte Weiterbildungsverbund umfasst nun sechs Praxen.


Die Projektpartner des Düsseldorfer Weiterbildungsverbundes freuen sich über die Ausweitung des Netzwerks zwischen UKD und Arztpraxen. Zum 1. April startet nun Carina Lipp (2.v.r.) die fünfjährige Weiterbildung zur Allgemeinmedizinerin. Foto: UKD/Timmermann.

In dem Verbund zwischen UKD und Hausarztpraxen wird für jeden „hausärztlichen Weiterbildungsassistenten“ ein verbindlicher Rotationsplan festgelegt. Das entlastet junge Ärztinnen und Ärzten im stationären Teil der Weiterbildung und ermöglicht den nahtlosen Einstieg in die Tätigkeit in der Hausarztpraxis. Zum Rotationsplan zählen Stationen in Chirurgie, Innerer Medizin, Kinderheilkunde und der Zentralen Notaufnahme am UKD sowie zwei Jahre ambulante hausärztliche Versorgung in einer Praxis. Das Modell bietet also Einblick in die klinischen Abläufe, aber auch direkt in die Arbeit in der Praxis.

„Die jungen Ärzte müssen sich dabei die erforderlichen Weiterbildungsstellen nicht selbst organisieren. Es gibt eine feste Vergütung über alle Stationen des Programms und natürlich die direkte Anbindung an unser Universitätsklinikum mit seinem breiten Weiterbildungsspektrum“, so Prof. Dr. Benedikt Pannen, stellvertretender Ärztlicher Direktor des UKD.

Zum 1. April startet Carina Lipp diese fünfjährige Weiterbildung zur Allgemeinmedizinerin: „Im Weiterbildungsverbund bekomme ich eine strukturierte fundierte Weiterbildung und habe Planungssicherheit für die kommenden fünf Jahre. Und natürlich profitiere ich später auch als Hausärztin davon, wenn ich einen detaillierten Einblick in die Abläufe der Klinik bekomme.“ Neu im Düsseldorfer Weiterbildungsverbund ist jetzt auch die Hausärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Arndt Berson, Margot Kops, Dr. Gudrun Wirtz und Dr. Ingrid Gebhardt-Frickel. „Durch die Verbundweiterbildung entsteht eine Win-Win-Win Situation. Der Weiterzubildende profitiert von einer Weiterbildung aus einem Guss, das Universitätsklinikum erhält Mitarbeiter, die gerne in der ambulanten Versorgung tätig sind und nicht zuletzt profitiert der Patient durch die steigende Zahl von Hausärzten, die sektorenübergreifend denken und arbeiten“, so Dr. Sven Dreyer, Koordinator für den stationären Teil des Weiterbildungsverbundes am UKD.

Die Stellen im Weiterbildungsverbund werden zudem von der Deutschen Krankenhausgesellschaft und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein finanziell gefördert.

Kontakt: Dr. Sven Dreyer, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-07146


 
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  • Zuletzt aktualisiert am 18.09.2015
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