Krankenhäuser wollen Situation der Demenzkranken verbessern

Düsseldorf - 09.05.17

VON: REDAKTION, S.B.

09.05.2017 - Die Düsseldorfer Krankenhäuser und Oberbürgermeister Thomas Geisel, der die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat, haben eine gemeinsame Charta zum Umgang mit demenzkranken Patientinnen und Patienten unterzeichnet. Das Strategiepapier wurde auf Initiative des Arbeitskreises "Demenz als Nebendiagnose im Krankenhaus" erarbeitet, um die Situation demenzkranker Patientinnen und Patienten zu verbessern. Dazu gehört zum Beispiel, dass Angehörige in die Behandlung mit einbezogen werden, die Beschäftigten im Umgang mit Menschen mit Demenz qualifiziert werden, interdisziplinär zusammengearbeitet wird, die räumliche Umgebung an die Bedürfnisse demenzkranker Menschen angepasst wird und Betreuungsangebote konzipiert werden.


Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas Geisel haben alle 13 Düsseldorfer Kliniken die "Charta für den Umgang mit Menschen mit Demenz im Krankenhaus" am 8. Mai im Rathaus unterzeichnet. Das Universitätsklinikum Düsseldorf ist vertreten durch den Stellvertretenden Ärztlichen Direktor, Prof. Dr. Benedikt Pannen (3. v. l.) ©Stadt Düsseldorgf/Ingo Lammert

Oberbürgermeister Thomas Geisel zeigte sich erfreut, dass es nun in derLandeshauptstadt Düsseldorf Handlungsempfehlungen zum Umgang mitdemenzkranken Patientinnen und Patienten gibt: "Dies ist ein wichtigerSchritt, Menschen mit Demenz besser zu versorgen und den Klinikalltag nachderen Bedürfnissen neu auszurichten. Dies nützt auch den Krankenhäusern,denn die tägliche Arbeit wird dadurch erleichtert."

Die Zahl älterer Menschen im Krankenhaus steigt: Über 50 Prozent deroperierten Patientinnen und Patienten waren im Jahr 2014 älter als 64 Jahre.Neben körperlichen Krankheiten treten im höheren Alter vermehrtDemenzerkrankungen auf. Menschen mit Demenz fällt es schwer, sich imKrankenhaus zurechtzufinden. Die fremde Umgebung und die ungewohntenAbläufe machen ihnen oftmals Angst. Das kann zu Abwehrverhalten führenund den klar strukturierten Ablauf im Krankenhaus stören, die Behandlungerschweren und im schlimmsten Fall den Genesungsprozess verlangsamen. Die Beschäftigten in Krankhäusern stehen hier vor neuen Herausforderungen.

Aus diesem Grund wurde der Arbeitskreis "Demenz als Nebendiagnose imKrankenhaus" von der Düsseldorfer Gesundheitskonferenz und der KonferenzAlter und Pflege ins Leben gerufen. Gemeinsam mit allen DüsseldorferKrankenhäusern wurde eine Charta entwickelt, die Bausteine für den Umgangvon Menschen mit Demenz im Krankenhaus enthält. Die Charta wurde amMontag, 8. Mai, im Jan-Wellem-Saal des Düsseldorfer Rathauses feierlich vonOberbürgermeister Thomas Geisel und allen Vorständen der DüsseldorferKrankenhäuser unterzeichnet.


 
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  • Zuletzt aktualisiert am 18.09.2015
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