Nachruf für Prof. Dr. Regine Kahl

Düsseldorf - 02.12.17

 

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Medizinische Fakultät und das Universitätsklinikum Düsseldorf trauern um Prof. Dr. med. Regine Kahl.


Prof. Dr. Regine Kahl

Am 24. November verstarb Frau Professor Kahl. Sie war Direktorin des Instituts für Toxikologie an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Fünfzehn Jahre lang leitete sie, hoch geschätzt als akademische Lehrerin und Wissenschaftlerin, das Institut. Sie konzentrierte ihre Forschung auf den Zusammenhang zwischen Umwelt und Gesundheit des Menschen in einer Zeit, in der diese Verbindung zunehmend an Bedeutung gewann. Ihre Kenntnis stellte sie auch Politik und Öffentlichkeit beratend zur Verfügung. Ihr großes Engagement für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses zeigte sich in der kontinuierlichen Einrichtung von Projekten der Graduiertenausbildung, die sie über ihre gesamte Tätigkeit in Düsseldorf leitete.

Regine Kahl wurde 1942  in Berlin geboren. Sie studierte von 1961 bis 1967 Medizin in ihrer Heimatstadt Berlin und in Hamburg. Dort wurde sie auch 1969 promoviert. Ihr Fachgebiet, die Toxikologie, erscheint 1976 zum ersten Mal in ihrer Vita: Sie arbeitete bis 1982 als Wissenschaftliche Angestellte in der Abteilung Toxikologie der Universität Mainz.

Im Jahr 1980 erhielt sie den Heinz Maier-Leibnitz Preis. Sie habilitierte sich 1982 im Fach Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Mainz. Mit einem Heisenberg Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft war sie von 1982 bis 1988 am Max von Pettenkofer Institut des Bundesgesundheitsamtes in Berlin wissenschaftlich tätig. An der Universität Göttingen erhielt sie eine Fiebiger-Professur am Institut für Pharmakologie und Toxikologie; sie wechselte dann an die Universität Hamburg, wo sie von 1991 bis 1993 die Abteilung Pharmakologie für Pharmazeuten leitete. 

1993 wurde sie Direktorin des Instituts für Toxikologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Hier war sie bis zum Jahr 2000 Sprecherin des Graduiertenkollegs “ Toxikologie und Umwelthygiene”. Ihre Forschungsschwerpunkte waren oxidativer Stress, anti- und prooxidative Wirkungen von natürlichen und synthetischen Polyphenolen und die Regulation antioxidativer Enzyme. Im Jahr 2000 wurde Frau Prof. Kahl Vorsitzende der Beratungskommission der Gesellschaft für  Toxikologie in der Deutschen Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie.

Prof. Kahl hat mit ihrer Tätigkeit Impulse gesetzt, die auch in der Zukunft Bestand haben werden. Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.

HEINRICH-HEINE-UNIVERSITÄT DÜSSELDORF

MEDIZINISCHE FAKULTÄT

UNIVERSITÄTSKLINIKUM DÜSSELDORF


 
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  • Zuletzt aktualisiert am 18.09.2015
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