Parkinson-Patiententag 2017: Gehirntraining bei Parkinsonpatienten - Hilft Gehirnjogging besser als richtiges Joggen?

Düsseldorf - 11.04.17

VON: SUSANNE BLÖDGEN

11.04.2017 – Regelmäßige körperliche Bewegung steigert das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Gehirns – auch bei Parkinsonpatienten. Spezielle Übungen zur Förderung der geistigen Fähigkeiten – im Volksmund auch „Gehirnjogging“ genannt – helfen der Verlangsamung des Denkprozesses entgegenzuwirken. Beide Behandlungsmöglichkeiten sind zentrale Themen des diesjährigen 10. Düsseldorfer Patienten-Tags Parkinson am Samstag, den 29. April 2017, auf dem Gelände des Universitätsklinikums Düsseldorf.

Der Vortrag „Kognitives Training bei Parkinson“ von Dr. Lars Wojtecki, Oberarzt am Zentrum für Bewegungsstörungen und Neuromodulation an der Uniklinik, beruht auf einer aktuellen Studie der Klinik. Wojtecki und sein Team wollen klären, welche Behandlung besser geeignet ist, um Gedächtnisstörungen von Betroffenen zu mindern: Physiotherapie oder geistiges Training. Typisch für Parkinsonerkrankungen sind eine Verlangsamung von Bewegungen, versteifte Muskeln sowie häufig auch eine Verlangsamung des Denkens. Physiotherapie kann die Beweglichkeit der Muskeln und Gelenke lange Zeit erhalten. „Physiotherapie bei Parkinson hilft insbesondere bei den körperlichen Beschwerden. In der Studie geht es uns aber ausschließlich darum herauszufinden, welche Therapie am besten ist, um die geistigen Fähigkeiten zu stärken“, erklärt Dr. Lars Wojtecki. Im Rahmen seines Vortrags auf dem Parkinson-Patiententag wird er auch einige praktische Beispiel für Gehirnjogging vorstellen.

Neben den Beiträgen zu Physiotherapie und Gehirntraining, werden auch die weiteren Vorträge am 10. Düsseldorfer Patienten-Tag Parkinson des Zentrums für Bewegungsstörungen und Neuromodulation (Leitung: Prof. Dr. Alfons Schnitzler) einen Überblick über den aktuellen Stand der Parkinsontherapie geben.  Im Fokus stehen neben der operativen Behandlung mit Hirnschrittmachern oder dem Erfahrungsbericht eines Angehörigen, auch Neuerungen der medikamentösen Behandlung, wie zum Beispiel der Pumpentherapie. Prof. Dr. Andrés Ceballos-Baumann aus München wird dazu in seinem Vortrag über Pumpen sprechen, die insbesondere im späteren Stadium der Erkrankung mit häufigen und schwerwiegender auftretenden Symptomen eine stetige und regulierte Medikamentendosierung ermöglichen.

10. Düsseldorfer Patienten-Tag Parkinson – Vorträge, Übungen und Diskussionen, Samstag, 29. April 2017, 10.00-13.00 Uhr, MNR-Klinik, Hörsaal 13A (Gebäude 13.51), Universitätsklinikum Düsseldorf

Kontakt: Dr. med. Lars Wojtecki, Oberarzt, Zentrum für Bewegungsstörungen und Neuromodulation, Tel. 0211/81-08472, E-Mail: wojtecki@neurologie.uni-duesseldorf.de


 
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