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Schädigung verursacht schwere Körperbehinderung bei Kindern – Neues zu Diagnostik und Therapie

Düsseldorf - 14.06.2012 - 17:30 Uhr

13.06.2012 - Von Donnerstag bis Samstag (14. bis 16.6.) treffen sich im Congress Centrum Düsseldorf unter Federführung der Vereinigung für Kinderorthopädie rund 1.000 Ärzte verschiedener Fachrichtungen, die sich mit dem Thema „Zerebralparese“ befassen werden.

Die Zerebralparese ist eine Hirnschädigung, die während der Schwangerschaft der Mutter, der Geburt, oder in den ersten Lebenswochen entsteht und zu zum Teil erheblichen Beeinträchtigungen aller motorischen Funktionen führt. Ein bekanntes klinisches Bild ist die spastische Lähmung.

Die infantile Zerebralparese führt unter anderen Behinderungen regelhaft zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Körperbehinderung mit zum Teil sehr nachhaltiger Beeinträchtigung aller motorischen Funktionen bis hin zur vollständigen Pflegebedürftigkeit. Die damit befassten Spezialisten und deren wissenschaftliche Fachgesellschaften haben sich vor wenigen Jahren das Ziel gesetzt, gemeinsam zum Wohle der Funktionsverbesserung dieser Kinder ein wissenschaftliches Forum zu schaffen, um die zwingend erforderliche Interdisziplinarität zu verbessern und die medizinischen Aspekte bei Diagnostik und Therapie besser mit einander zu verzahnen.

Im Mittelpunkt stehen dabei neue diagnostische Methoden und deren therapeutische Konsequenzen, wie auch die Verbesserung der Körperfunktionen bei Folgeschäden am Bewegungsapparat, insbesondere an den Hüftgelenken und an der Wirbelsäule. Ein besonderer Aspekt ist bei diesem Kongress, dass nicht nur wissenschaftliche tätige Spezialisten, sondern vor allem auch Physiotherapeuten und Orthopädietechniker eingeladen sind, ihre Expertise auf diesem Gebiet zu verbreitern und in speziellen Kursen und Workshops ihre Erfahrungen und Kenntnisse ebenfalls mitzuteilen.

Es hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte in der Spezifizierung der Therapieformen gegeben, allerdings sind weitere Forschungsaufgaben, hier insbesondere Gang- und Bewegungsanalyse in verschiedenen Lebensaltersstufen und bei verschiedenen Behinderungsgraden in der Zukunft von großer Bedeutung. Dieser Kongress wird eine Bestandsaufnahme bieten und die weiteren Entwicklungen in Klinik und Forschung nachhaltig prägen. Das Treffen wird von Professor Dr. Rüdiger Krauspe, in diesem Jahr auch Kongresspräsident, und PD Dr. Bettina Westhoff, Orthopädische Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf, unter Federführung der wissenschaftlichen Vereinigung für Kinderorthopädie (deutschsprachige Gesellschaft für Kinderorthopädie) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Neuropädiatrie und der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie organisiert.

Kontakt: Prof. Dr. Rüdiger Krauspe, PD Dr. Bettina Westhoff, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-17961 (Frau Hemmers), PD Dr. med. Kristina Müller, Chefärztin Neuropädiatrie, St. Mauritius Therapieklinik, Meerbusch, Telefon: 02159 / 679-1552