Universitätsklinikum Düsseldorf halbiert Jahresdefizit

Düsseldorf - 08.06.17

VON: STEFAN DREISING

Das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) hat einen enormen Schritt in seinem Sanierungsprozess geschafft: Im Jahr 2016 konnte das Jahresergebnis in Höhe von minus 8,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu halbiert werden. Das Jahr 2015 hatte das Universitätsklinikum in der NRW-Landeshauptstadt noch mit einem Minus von rund 16,4 Millionen Euro abgeschlossen.


„Hinter dieser Entwicklung steckt eine große Kraftanstrengung  der Beschäftigten unseres Klinikums, für die wir allen Beteiligten sehr danken. Wir sind zuversichtlich, dass wir diesen Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzen können. Unser Ziel bleibt es, in wenigen Jahren wieder eine schwarze Null vorzuweisen“, erklärt Prof. Dr. Klaus Höffken, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des UKD. Ende Mai hatte der UKD-Aufsichtsrat das geprüfte Jahresergebnis genehmigt.

„Wir haben im letzten Jahr sehr viel verändert und arbeiten momentan hart daran, diese Entwicklung durch weitere Struktur- und Prozessverbesserungen zu festigen. Dabei ist jedoch auch wichtig, weiterhin in eine moderne Ausstattung, Technik, in Digitalisierung sowie in qualifiziertes Personal zu investieren“, ergänzt Ekkehard Zimmer, seit gut eineinhalb Jahren Kaufmännischer Direktor und seit März auch stellvertretender Vorstandsvorsitzender des UKD.

„Wichtige Bausteine für die weitere Entwicklung sind auch die Maßnahmen im Pflege- und Funktionsdienst, die wir konsequent weiterführen. Das betrifft natürlich die praxisnahe Ausbildung, die Rekrutierung neuer Mitarbeiter, aber auch Maßnahmen zur Bindung an unser Klinikum“, sagt Torsten Rantzsch, Pflegedirektor des UKD.

Hintergrund: So ist etwa die Anzahl der am UKD versorgten Patienten 2016 angestiegen. Rund 50.400 Patienten wurden 2016 stationär behandelt, was einem Anstieg von drei Prozent entspricht. Deutlich stärker noch zeigte sich die Entwicklung bei den Patientinnen und Patienten, die ambulant an der Uniklinik versorgt wurden: Deren Anzahl lag 2016 bei rund 270.000, ein Jahr zuvor waren es noch 255.000. „Das zeigt sehr klar, welchen Stellenwert unser Klinikum inzwischen  auch auf diesem Gebiet der medizinischen Versorgung der Bevölkerung einnimmt, gerade bei komplexeren Erkrankungen“, so Prof. Höffken.

Zudem gibt es derzeit zahlreiche großflächige Baustellen auf dem Campus des UKD im Süden Düsseldorfs: Alleine im Rahmen des Medizinischen Modernisierungsprogramms (MedMop) des Landes NRW werden bis 2020 14 Baumaßnahmen mit einem Volumen von 338 Millionen Euro  realisiert. Dazu zählen zwei neue Medizinische Forschungszentren, der Neubau der Haut- und Augenklinik, der Aufbau einer autarken Kälteversorgung, inklusive einer drei Kilometer langen unterirdischen Kältetrasse, und umfangreiche Gebäudesanierungen.

Erst Ende April war der Grundstein für das Forschungszentrum I direkt auf dem Gelände des UKD gelegt worden. Es zählt mit ca. 80 Millionen Euro zu den größten Neubauprojekten in der NRW-Forschungslandschaft. „Wir können dadurch unser Profil in Zukunft weiter schärfen und exzellente Arbeitsbedingungen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bieten. Das ist eine Investition in die Zukunft und für den Universitätsstandort Düsseldorf sicher ein Meilenstein“, sagt Prof. Dr. Nikolaj Klöcker, Dekan der Medizinischen Fakultät.

Weiterhin wird eine Aufstockung des jetzigen Parkhauses erfolgen. Ergänzend wird der Bau eines zweiten Parkhauses geprüft. Auch die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden verbessert: So geht noch in diesem Jahr eine zweite Kindertagesstätte auf dem Gelände des UKD in Betrieb. Damit stehen dann etwa 170 Kita-Plätze auf dem Düsseldorfer Medizin-Campus zur Verfügung, bislang sind es knapp 90. „Auch diese Maßnahme ist ein Baustein für das Fundament einer modernen Universitätsmedizin in und für Düsseldorf und die gesamte Region“, so Zimmer. 2017 werde weiterhin gezielt Personal eingestellt, etwa im Pflegebereich. Zählt man voll- und teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter  sowie Auszubildende zusammen, arbeiten im Durchschnitt insgesamt fast 6.000 Personen am UKD.


 
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  • Zuletzt aktualisiert am 18.09.2015
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