Universitätsklinikum Düsseldorf: Qualitätsdaten 2016 online

Düsseldorf - 16.05.17

VON: SUSANNE DOPHEIDE

Das Universitätsklinikum Düsseldorf veröffentlicht aktuell wie in jedem Jahr Daten zur Behandlungsqualität für ausgewählte wichtige Krankheitsbilder und Therapieverfahren.

Das Klinikum ist seit 2014 Mitglied der Initiative Qualitätsmedizin (IQM). 343 Mitgliedskrankenhäuser in Deutschland und auch aus der Schweiz messen und veröffentlichen die medizinische Ergebnisqualität von insgesamt rd. 6,7 Mio Behandlungsfällen. Ziel dieser freiwilligen Initiative ist die aktive Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität und die Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit.

„Wir veröffentlichen unsere Daten im nunmehr dritten Jahr und sehen auch in diesem Jahr wieder eine sehr gute Versorgungsqualität“, sagt der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Prof. Dr. Klaus Höffken. „Durch die Mitgliedschaft in der Initiative stärken wir auch unsere Fehlerkultur. Sie wiederum ist eine wichtige Grundlage für das effektive Qualitätsmanagement“, so Höffken weiter. In den veröffentlichen Daten werden Erkrankungen des Herzens, Schlaganfall, Erkrankungen der Lunge, Operationen der Bauchorgane, Gefäßoperationen, Geburtshilfe und Frauenheilkunde, orthopädische und unfallchirurgische Krankheitsbilder, Erkrankungen der Harnwege und der männlichen Geschlechtsorgane sowie zur Sepsis, landläufig „Blutvergiftung“ genannt, abgebildet.

Für Universitätsklinika ist es eine Kernaufgabe, auch für schwer und mehrfach erkrankte Patienten im Grenzbereich der therapeutischen Möglichkeiten da zu sein. Eingeschlossen sind hier auch für Patienten aus anderen Krankenhäusern, die in die Uniklinik verlegt werden, wenn sie eine sehr aufwendige Behandlung benötigen, wenn spezielle technische Einrichtungen oder wenn hochspezialisierte Therapien eingesetzt werden müssen. Dazu zählen z.B. intensivmedizinische Verfahren, die Implantation eines Kunstherzens oder auch die Thrombektomie, die Entfernung eines Thrombus bei akutem Schlaganfall aus dem betroffenen Gefäß im Gehirn. Bei diesen Patienten entstehen zwangsläufig schwerere Krankheitsverläufe mit höheren Risiken für Komplikationen, die bei der Betrachtung und Bewertung der Ergebnisse berücksichtigt werden müssen.

Die Qualitätsindikatoren aus sog. Routinedaten, den Abrechnungsdaten der Krankenhäuser gegenüber den Kostenträgern - Krankenkassen und –versicherungen- , liefern Anhaltspunkte für Verbesserungspotentiale. Sie bedürfen der weiteren Analyse. So fließen auch die differenzierten Datenauswertungen des Deutschen Qualitätsbündnis‘ Sepsis ein, an dem das Universitätsklinikum Düsseldorf ebenfalls beteiligt ist.

Das Universitätsklinikum Düsseldorf sieht IQM als substanziellen Beitrag zur langfristigen Qualitätssteigerung. Qualitätsmanager, Prof. Dr. Ralf Waßmuth erläutert: „Die Zahlen geben uns Anhaltspunkte, was wir uns genauer ansehen müssen. Zusammen mit der Dokumentation der einzelnen Fälle entsteht ein sehr aussagefähiges Bild. Die IQM-Daten liefern wichtige Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung unserer Behandlungsqualität.“

IQM ist eine trägerübergreifende, freiwillige Initiative von Krankenhäusern aus Deutschland, der Schweiz und Österreich. Die 409 Mitgliedskrankenhäuser, haben sich die aktive Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität zum Ziel gesetzt. Die Qualitätsdaten der Initiative Qualitätsmanagement sind online abzurufen: www.uniklinik-duesseldorf.de/iqm

Kontakt: Prof. Dr. Ralf Waßmuth, Leiter Qualitätsmanagement, Universitätsklinikum Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-17813, E-Mail: qualitaetsmanagement(at)med.uni-duesseldorf.de

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Die Initiative Qualitätsmedizin e.V. (IQM)
Führende Krankenhausträger haben sich 2008 zur „Initiative Qualitätsmedizin“ (IQM) zusammengeschlossen. Die trägerübergreifende Initiative mit Sitz in Berlin ist offen für alle Krankenhäuser und hat das Ziel, Verbesserungspotenziale bei der medizinischen Behandlungsqualität für alle in der Patientenversorgung Tätigen sichtbar zu machen und das aktive Fehlermanagement zum Wohle der Patienten zu fördern. Dafür stellt IQM den medizinischen Fachexperten aus den teilnehmenden Krankenhäusern innovative und anwenderfreundliche Instrumente zur Verfügung. Die Mitglieder der Initiative verpflichten sich, drei Grundsätze anzuwenden: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der Ergebnisse und die Durchführung von Peer Reviews.

Pressemitteilung IQM, 16.05.2017

 

 


 
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  • Zuletzt aktualisiert am 18.09.2015
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