Deutsches Diabetes-Zentrum (DDZ)

Forschungsschwerpunkte

  • Entwicklung und Evaluation von Diabetes-Leitlinien, Schulungsprogrammen und Online-Informationsdiensten
  • Epidemiologie des Diabetes und seiner Folgeschäden
  • Immunologie des Diabetes, Arteriosklerose, Adipositas und Ernährung
  • Molekulare Mechanismen der Signaltransduktion und die Rolle der Genregulation bei Insulinresistenz und Insulinsekretion
  • Regulation inflammatorischer Prozesse bei Diabetes mellitus

Geschäftsführender Direktor:
Prof. Dr. Michael Roden
Telefon: +49(0) 211-33 82-201
Fax: +49(0) 211-33 82-691
E-Mail: michael.roden@ddz.uni-duesseldorf.de

m Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) sind mit dem Institut für Klinische Diabetologie, dem Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie sowie dem Institut für Biometrie und Epidemiologie drei wissenschaftliche Institute angesiedelt, die in enger Kooperation den Diabetes mellitus erforschen.

Das DDZ – ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft – ist als einzige Einrichtung in Deutschland überregional auf dem Gebiet der Diabetes-Forschung und -Versorgung tätig. Seine institutionelle Förderung erhält das DDZ je zur Hälfte vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen. Zusätzlich kommen umfangreiche projektgebundene Drittmittel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Europäischen Union, dem Bundesforschungsministerium, dem Bundesgesundheitsministerium, Länderministerien, Stiftungen und anderen Drittmittelgebern. Derzeit sind rund 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am DDZ tätig.


Forschung

 Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine sehr heterogene Stoffwechselstörung, deren gemeinsames Merkmal die Hyperglykämie ist. Der Erkrankung liegen unterschiedlichste Faktoren in der Entstehung und Entwicklung zu Grunde.

Das Erkennen und Einordnen dieser Faktoren in ein pathophysiologisches Konzept der Erkrankung bilden den Schlüssel für therapeutische Ansätze mit denen der Diabetes, seine Vorstufen und Folgeerkrankungen behandelt werden kann.
In 6 Arbeitsgruppen und der Stabsstelle "Technisches Labor" sind Wissenschaftler des Instituts für Klinische Diabetologie organisiert, um wesentliche Mechanismen der Entstehung eines LADA, Typ 1 oder Typ 2 Diabetes mit seinen Folgeerkrankungen, aufzuklären und um Studien zur Prävention, zur Anwendung neuer Medikamente und Therapie von Spätkomplikationen durchzuführen.

Das Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie wird von Prof. Hadi Al-Hasani geleitet. Dort werden die molekularen Grundlagen für die Entstehung von Adipositas, Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes untersucht. Unser Ziel ist es, neue Erkenntnisse zu gewinnen, mit denen die Prävention, Prädiktion und Therapie des Diabetes verbessert werden kann.

  • Die experimentelle Mausgenetik erlaubt die Identifizierung bisher unbekannter Risikogene für Adipositas und Diabetes (positionelle Klonierung) und stellt ein leistungsfähiges Werkzeug für die Analyse komplexer Gen/Gen und Gen/Umweltinteraktionen bei Adipositas und Diabetes dar.
  • Physiologische Untersuchungen erlauben Rückschlüsse auf das Zusammenspiel (Crosstalk) einzelner Organe und Zelltypen bei der Entstehung von Adipositas, Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes. Ein Schwerpunkt dieser Arbeiten liegt in der Untersuchung der Interaktion vom Fettgewebe und der Muskulatur.
  • Molekular- und zellbiologische Untersuchungen von kultivierten Zellen und Geweben erlauben die detaillierte Analyse relevanter biologischer Regelkreise und liefern funktionelle Evidenz für die Beteiligung und Wirkungsweise von Risikofaktoren an der Entstehung von Adipositas und Diabetes.
  • Hochdurchsatzmethoden wie die Massenspektroskopie-gestützte Proteomanalyse ermöglichen die Analyse komplexer regulatorischer Netzwerke und erlauben die Identifizierung neuer prädiktiver Biomarker für Diabetes mellitus und Folgeerkrankungen.

Das Institut für Biometrie und Epidemiologie wird von Professor Dr. Guido Giani geleitet und führt populationsbasierte Studien zur deskriptiven Epidemiologie der beiden Diabetestypen und deren Komplikationen sowie zur Verbesserung der Prävention und Früherkennung und zur medizinischen Versorgung von Diabetespatienten durch.
Analytisch-epidemiologische Studien befassen sich mit der Aufdeckung von Public Health relevanten Risikofaktoren des Diabetes mellitus. Die Studien werden in enger Kooperation mit anderen nationalen und internationalen epidemiologischen Zentren, klinischen Partnern und Grundlagenwissenschaftlern durchgeführt. Die Studiendurchführung erfolgt gemäß internationaler epidemiologischer Standards. Das Institut leistet darüber hinaus selbst Beiträge zur Weiterentwicklung biometrisch-epidemiologischer Methoden.

Das Institut für Biometrie und Epidemiologie am DDZ ist die einzige Einrichtung in Deutschland, die ihre Hauptaufgabe in der Erforschung aktueller epidemiologischer Daten zum Diabetes sieht.


Vita Universitätsprofessor Dr. Michael Roden

Studium der Humanmedizin an der Universität Wien
1986:Promotion zum Doktor der Medizin, Universität Wien
1986-1988:Gastarzt und Assistenzarzt am Pharmakologischen Institut der Universität Wien
1988-1994:Assistenzarzt an der I. Med. Universitätsklinik sowie an der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel, Universitätsklinik für Innere Medizin III, am Allgemeinen Krankenhaus Wien
1993:Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin, Österreich
1994:Habilitation und Venia legendi für das Fach Innere Medizin
1994-1995:Max-Kade Fellow an der Section of Endocrinology, Department of Internal Medicine, Yale University School of Medicine, New Haven, CT, USA
1995- 2003:Ambulanzleitender/Stationsführender Oberarzt an der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel, Universitätsklinik für Innere Medizin III am Allgemeinen Krankenhaus Wien
1997:Anerkennung als Additiv-Facharzt für Endokrinologie und Stoffwechsel
1997:Ernennung zum Außerordentlichen Universitäts-Professor der Universitätsklinik für Innere Medizin III, Universität Wien
2001:Ferdinand-Bertram-Preis der Deutschen Diabetes-Gesellschaft
2001:Novartis/Sandoz Preis für Chemie, Biologie und Medizin, Österreich
2003:Anerkennung als Additiv-Facharzt für Klinische Pharmakologie
2004:International Novartis Award for Innovative Patient Oriented Research
2003- 2008: Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung mit Department für Nephrologie, und in der Folge Studienkoordinator des Lehrkrankenhaus der Med. Univ. Wien, Hanusch-Krankenhaus
2005:Ernennung zum Direktor des Karl-Landsteiner-Institutes für Endokrinologie und Stoffwechselkrankheiten, Wien
2006:ESCI (vormals: Mack-Foster) Award for Excellence in Clinical Sciences der European Society for Clinical Investigation
2006:Oskar-Minkowski Prize der European Association for the Study of Diabetes (EASD)
2008:Approbation als Arzt, Deutschland
2008:Ernennung zum W3-Professor für Innere Medizin an der  Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Seit dem 1. 7. 2008 ist Prof. Michael Roden Direktor der Klinik für Innere Medizin/Stoffwechselkrankheiten am Universitätsklinikum Düsseldorf und Leiter der Abteilung für Klinische Diabetologie am Deutschen Diabetes-Zentrum der Leibniz Gemeinschaft, Düsseldorf

Institutsleitung


Bild von:  Univ. Prof. Dr. Michael Roden
Univ. Prof. Dr. Michael Roden
Straße
Moorenstr. 5
Ort
40225 Düsseldorf
Tel.: 
+49 211 81 11 94 50
Tel.2: 
+49 211 33 82 - 201
Fax: 
0211 33 82 - 691

Weitere Informationen

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  • Zuletzt aktualisiert am 17.09.2015
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