Zur Entwicklung des Instituts für Geschichte der Medizin in Düsseldorf

Institutschronik

 

Vgl. Alfons Labisch (Hrsg.): In Memoriam Hans Schadewaldt: Verzeichnis Düsseldorfer Arbeiten für Geschichte der Medizin. Düsseldorf : Düsseldorf University Press, 2010. PDF.

  • 23.6.1914: Oberstabsarzt Dr. med. Wilhelm HABERLING wird zum Do­zenten für Geschichte der Medizin und außerordentlichen Mitglied der Aka­demie für praktische Medizin ernannt.
  • 1.7.1923: Dozent HABERLING, nunmehr Generaloberarzt a. D. und Ober­regierungsrat, wird zum außerordentlichen Professor an der Medizinischen Akademie ernannt.
  • 1925: Einrichtung einer Arbeitsstelle für Geschichte der Medizin im Pathologischen Institut, Gebäude I der Wiss. Institute.
  • 1926: Im Rahmen der Düsseldorfer Großen Ausstellung für Gesundheit, Soziales und Leibesübungen (GeSoLei) werden auch medizinhistorische Exponate gezeigt und die Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Medizin und Naturwissenschaften hält ihre Jahrestagung in Düsseldorf ab.
  • 1929: Der Akademische Rat erwägt die Errichtung eines Ordinariats für Ge­schichte der Medizin, zunächst erhält Prof. HABERLING einen besoldeten Lehrauftrag.
  • 1931 Sommersemester: Das Institut für Geschichte der Medizin wird offi­ziell gegründet.
  • 4.1.1940: Infolge Erkrankung von Prof. HABERLING übernimmt Dozent Dr. med. Dr. phil. Joseph SCHUMACHER aus Düsseldorf Institutsleitung und Lehrveranstaltungen.
  • 22.8.1940: Prof. HABERLING verstorben.
  • 1941: Priv.-Doz. Dr. SCHUMACHER wird als Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin nach Freiburg berufen. Bis Kriegsende finden keine medizinhistorischen Vorlesungen mehr statt.
  • 1945: Das Institut wird vollständig ausgebombt, die Bestände gehen verlo­ren.
  • 14.6.1946: Dr. med. habil. Dr. phil. Albert ESSER wird zum Honorar­professor für Geschichte der Medizin ernannt und übernimmt die Vertretung dieses Faches in Lehre und Forschung.
  • 18.5.1961: Prof. ESSER tritt aus Gesundheitsgründen von seinem Lehramt zurück. Die Vor­lesungen übernehmen der Düsseldorfer Ordinarius für Anatomie Prof. Dr. Dr. Anton KIESSELBACH und Frau Dr. med. Liselotte BUCHHEIM vom Medizinhistorischen Institut in Bonn.
  • 1.1.1963: Neugründung eines Instituts für Geschichte der Medizin und vor­läufige Unter­bringung im Mehrzweckgebäude des Pflegerheimes. Privat­dozent Dr. med. Hans SCHADE­WALDT, Freiburg, wird zum Extraordina­rius für Geschichte der Medizin ernannt.
  • 1.1.1965: Prof. SCHADEWALDT wird zum Ordinarius für Geschichte der Medizin ernannt; die Medizinische Akademie wird zur Universität Düssel­dorf ausgebaut.
  • 27.4.1968: Bezug eines Seminarraumes mit Bibliothek und zweier As­sistentenzimmer im Anbau der Medizinischen Zentralbibliothek.
  • 4.2.1972: Prof. ESSER verstorben.
  • 1976: Einzug in das Gebäude 23.12, Ebene O4 mit Seminarraum, Fach­bibliothek, Photolabor und Diasammlung, Dokumentationsraum und mehre­ren Büroräumen. Erwerb der Graphiksammlung "Mensch und Tod" für die Universität.
  • 1977-1978 Prof. SCHADEWALDT ist Dekan der Medizinischen Fakultät.
  • 31.8. - 5.9. 1986: XXX. Internationaler Kongress für Geschichte der Medi­zin in Düsseldorf, ausgerichtet vom Institut für Geschichte der Medizin.
  • Sommer 1988: Prof. SCHADEWALDT wird planmäßig emeritiert und übernimmt für die Zeit der Nachfolgeregelung kommissarisch weiterhin die Leitung des Instituts.
  • 1. 7. 1991: Dienstantritt von Prof. Dr.med. Dr.phil. Alfons LABISCH als Lehrstuhlinhaber.
  • 22.-25.9.2000: Die 99. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Ge­schichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik findet am Dienstort des Vorsitzenden Alfons LABISCH in Düsseldorf statt.
  • 1998-2002: Prof. LABISCH amtiert als Prodekan der Medizinischen Fakultät und wirkt bei der Rechtsformänderung des Universitätsklinikums Düsseldorf mit.
  • 1.10.2002 - 30.9.2003: Prof. LABISCH ist Dekan der Medizinischen Fakultät.
  • 1.10.2003-30.9.2008: Prof. LABISCH wird zum Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gewählt und wirkt bei der Umsetzung des Hochschulfreiheitsgesetzes mit. Lehrstuhlvertretung und Institutsleitung übernimmt bis Ende des Sabbaticals im September 2009 Prof. Dr.phil. Jörg VÖGELE.

    Literaturhinweise:
  • Thorsten Halling: Institut für Geschichte der Medizin. In: Thorsten Halling, Jörg Vögele (Hg.), 100 Jahre Hochschulmedizin in Düsseldorf 1907-2007. Düsseldorf 2007, 442-444.
  • Thorsten Halling, Ulrich Koppitz: „An der Türe bitte ich ein Schild anzubringen mit der Aufschrift: Institut für geschichtliche Medizin.“ Zur Entwicklung der Medizingeschichte in Düsseldorf. In: Jörg Vögele, Heiner Fangerau, Thorsten Noack (Hg.), Geschichte der Medizin - Geschichte in der Medizin: Forschungsthemen und Perspektiven. Hamburg 2006, 215-229.