„Revolution ist machbar, Herr Nachbar“ - „1968“ und die Folgen in Düsseldorf

 

Interdisziplinäres Lehrprojekt für Studierende


Lehrstuhl für Neuere Geschichte

und

Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (SoSe 2017 und WS 2017/18)


2018 jähren sich die Proteste der „68er“ zum fünfzigsten Mal. Global herrschte Aufbruch, Protest und Revolte – und in Düsseldorf? Dieser Frage will das interdisziplinäre Lehrprojekt „1968 und die Folgen – Der Hochschulstandort Düsseldorf in den 1960er und 1970er Jahren“ nachgehen.
Über Fächergrenzen hinweg wollen wir ein Stück Zeit-, Universitäts- und Stadtgeschichte erforschen, diskutieren und darstellen. Eingeladen dazu sind Studierende aller Fachbereiche/Fakultäten. Das zweisemestrige Projekt bietet die Gelegenheit, sich in verschiedenen Veranstaltungen ein eigenes Bild über die für Düsseldorf noch wenig erforschte Protestgeschichte der 1960er und 1970er Jahre zu machen.

Die von den Studierenden in beiden Projektphasen (Sommer-/Wintersemester) erarbeiteten Ergebnisse sollen im April/Mai 2018 im größeren (universitäts-)öffentlichen Rahmen präsentiert werden. Unterstützt wird unser Projekt durch das Universitätsarchiv, die ULB und weitere Düsseldorfer Archive.

Die Bandbreite der mit dem Sommersemester 2017 beginnenden Lehrveranstaltungen reicht von archivorientierten Praxisseminaren über zeit- und medizingeschichtliche Proseminare bis zu Übungen rund um die Politik-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte der dynamischen 1960er und 1970er Jahre. Begleitet werden die Lehrveranstaltungen in beiden Semestern durch eine von beiden Instituten gemeinsam organisierte „Austausch- und Koordinationsübung“. Veranstaltungen können einzeln und als Modul belegt werden, auch eine Teilnahme über zwei Semester ist selbstverständlich möglich. Im Wintersemester wird das Projekt an beiden durchführenden Instituten durch thematisch übergreifende Vorlesungen begleitet.
Wir laden alle Interessierten zur Teilnahme ein und freuen uns auf Ihre Mitarbeit!
Kontakt und weitere Auskünfte: Dr. Thomas Gerhards und Dr. Uta Hinz (Historisches Seminar/Neuere Geschichte) gerharth@hhu.de / hinz@phil-fak.uni-duesseldorf.de
und Dr. Chantal Marazia (IGTEM) chantalmarazia@gmail.com


Übersicht aller Lehrveranstaltungen im Projekt



Wintersemester 2017/18

PxS: Quellenauswertung zu ‚68 und den Folgen in Düsseldorf‘    IfG II


Ü: 68 als Wahrnehmungsrevolution    IfG II


Ü: Austausch- und Koordinationsübung    IfG II + IGTEM
   
Vorlesung: Gesellschaftsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland (Prof. Dr. G. Thiemeyer)    IfG II
Ringvorlesung: Medizin und die 68er – leise und laute Revolutionen (Prof. Dr. H. Fangerau)    IGTEM



Wahlfach für Mediziner: Diskussionsforum Medizin und Gesellschaft

 

Dozenten: Prof. Fangerau, Dr. Oommen-Halbach, Hochschulgruppe der IPPNW Düsseldorf

Das Wahlfach besteht aus drei Themenblöcken, die in Einzelvorträgen unterschiedlicher Dozenten thematisiert und diskutiert werden.

I.    Gesundheit in Interaktion mit Politik und Wirtschaft
-    Grundlagen der deutschen Gesundheitspolitik
-    Ökonomisierung im Krankenhaus
-    Globale Gesundheitspolitik
-    Einfluss von Pharmaunternehmen
-    Globaler Zugang zu Medikamenten

II.    Medizin als Beruf
-    Abstumpfung von medizinischem Personal
-    Sterbehilfe
-    Rassismus im Krankenhaus
-    Arbeitsbelastung von Ärztinnen und Ärzten

III.    Medizin und Gesellschaft
-    ICAN: International Campaign to Abolish Nuclear Weapons
-    Ebola-Epidemie: Soziale und politische Auswirkungen
-    Femal Genital Mutilation
-    Flüchtlingspolitik und ihre juristischen Grundlagen
-    Geflüchtete im deutschen Gesundheitssystem

 

Termine

Ab dem 11.10.2017 wöchentlich mittwochs, 16.30-18.00

Seminarraum des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (23.12.0.24)


Prüfungsleistung

Falls gewünscht: Verfassen eines Essays


Seminar im Institut für Philosophie: Ethik der Abtreibung

Mittwochs, 10:30 bis 12:00 Uhr (wöchentlich),  Raum 23.32.00.52

Dozent: Professor Dr. Frank Dietrich, Institut für Philosophie

Seit Inkrafttreten der Gesetzesnovelle zum Schwangerschaftsabbruch 1995 (Fristenregelung) spielt das Thema in der öffentlichen Diskussion in Deutschland keine große Rolle mehr. Dennoch wirft die Abtreibung grundlegende ethische Fragen auf, die im Seminar eingehend erörtert werden sollen. Behandelt werden u.a. die Schutzwürdigkeit des Embryos bzw. Fötus in seinen verschiedenen Entwicklungsstadien und die normative Bedeutung der Potenzialität. Ferner wird gefragt, welches Gewicht dem Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren sowie ihrem Recht am eigenen Körper zukommt. Darüber gilt es auch die Belastbarkeit besonderer Rechtfertigungsgründe für den Schwangerschaftsabbruch, wie etwa eine pränatal diagnostizierte Behinderung des Kindes, zu diskutieren.

Das Seminar wendet sich an fortgeschrittene Studierende, die bereits Vorkenntnisse in der Moralphilosophie und der Angewandten Ethik haben. Ein Reader der behandelten Texte wird zu Beginn des Seminars zur Verfügung gestellt.

Das Seminar kann von Medizinstudierenden besucht werden. Es wird als Wahlpflichtfach anerkannt.


Seminar im Institut für Philosophie: Beauchamp & Childress, Principles of biomedical ethics

Donnerstags 12:30 bis 14:00 Uhr (wöchtentlich), Raum 23.32.02.54

Dozent: Alexander Christian, M.A., Institut für Philosophie

 
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  • Zuletzt aktualisiert am 11.08.2017
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