Die Gerinnungsambulanz - ein Kompetenz-Zentrum des Universitätsklinikums

Bluttropfen auf Teststreifen

Wir behandeln Blutungen und Thrombosen

In der Gerinnungsambulanz des Instituts werden Patienten mit einer Neigung zu Blutungen oder zu Thrombosen behandelt. Blutungen nach außen oder in die Haut sind durch den sichtbaren Blutverlust oder die Blauverfärbung der betroffen Hautstellen (Hämatome) leicht zu erkennen. Blutungen in Speiseröhre, Magen und Darm fallen durch Bluterbrechen oder verfärbten Stuhl (Teerstuhl), Blutungen ins Nierenbecken oder im Bereich der Harnwege durch blutigen Urin auf. Andere innere Blutungen z.B. in die Leber und Milz, die Gelenke oder Muskulatur können zunächst „stumm“ verlaufen, bis sie sich durch Schmerzen, Störungen der jeweiligen Organfunktion oder durch Folgen des Blutverlusts nach innen (z.B. Kreislaufkollaps) bemerkbar machen. Gefürchtet sind Blutungen am Augenhintergrund, lebensbedrohlich vor allem Blutungen ins Gehirn.

Thrombosen können in allen Gefäßabschnitten unseres Kreislaufsystems auftreten. Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Arten von Thrombosen:

  • Thrombosen im arteriellen System, also in den Gefäßen, die vom Herzen wegführen, und
  • Thrombosen im venösen System.

Thrombosen in Herzkranzgefäßen (Koronararterien) sind Ursache des Herzinfarkts, Thrombosen in den hirnversorgenden Arterien können einen Schlaganfall auslösen. Venöse Thrombosen treten bevorzugt in den tiefen Bein- und Beckenvenen auf. Löst sich ein Gerinnsel aus diesen Gefäßabschnitten, das dann über die untere Hohlvene zum Herzen und nachfolgend in die Lungenstrombahn verschleppt wird, kommt es zu der bedrohlichen Komplikation einer Lungenarterienembolie. Diese schwerwiegende Folge ist besonders bei Thrombosen während der Schwangerschaft gefürchtet.

Die Ausführungen verdeutlichen, dass Blutungen und Thrombosen viele Organsysteme betreffen und unterschiedliche Symptome und Krankheitsbilder hervorrufen können. Demzufolge werden uns Patienten aus verschiedenen Fachdisziplinen in die Gerinnungsambulanz des Universitätsklinikums zur Untersuchung und Behandlung zugewiesen. Zugleich bleibt die Betreuung und Versorgung dieser Patienten gemeinsame Aufgabe von Hausarzt, niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten der verschiedenen Fachdisziplinen. In unserer Gerinnungsambulanz haben wir deshalb ein Netzwerk zur fachübergreifenden Diagnostik, Therapie, individuellen Beratung und Betreuung blutungs- oder thrombosegefährdeter Patienten aufgebaut. Die enge, eingespielte und aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit zwischen unserem Ärzte- und Schwestern-Team in der Gerinnungsambulanz des UKD mit Ärzten verschiedener Fachdisziplinen bietet den Patienten eine umfassende und integrative Versorgung. Diese Art der Behandlung und Betreuung wird heute „Comprehensive Care“ genannt.

 
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  • Zuletzt aktualisiert am 15.11.2016
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