Thema der Arbeitsgruppe

Die chirurgische Entfernung bösartiger Tumore ist heute in vielen Fällen mit guter Aussicht auf Heilung möglich. Größte Gefahr für die betroffenen Patienten bleibt jedoch die systemische Ausbreitung der Erkrankung, d.h. die Entwicklung von Metastasen in tumorfernen Organen, denn dies ist bislang weder chirurgisch noch medikamentös heilbar.

Wir konzentrieren daher unsere Forschungsarbeit auf die Entschlüsselung von Mechanismen, die zur Entwicklung von Metastasen führen. Zum einen, um neue, effektivere Therapieansätze zur Unterdrückung von Metastasen zu finden und zum anderen, um Patienten mit besonders hohem Risiko für Metastasen zu identifizieren, damit diese frühzeitig entsprechende Therapien erhalten können.

Unter der Vielzahl von möglichen Ansatzpunkten beim komplexen Vorgang der Metastasierung fokussieren wir unsere Arbeit auf die frühe systemische Tumorausbreitung (Tumorzelldisseminierung). Neben der Untersuchung von molekularen Signalwegen, die möglicherweise an der Steuerung der Tumorzelldisseminierung beteiligt sind, versuchen wir bei Krebspatienten disseminierte Tumorzellen zu identifizieren, um diese anschließend umfangreich molekulargenetisch charakterisieren zu können. Diese Krebszellen haben bereits zum Operationszeitpunkt den Tumor verlassen und sind in tumorferne Organe gelangt (disseminiert), haben jedoch noch keine Metastasen gegründet. Die äußerst seltenen disseminierten Tumorzellen sind mit den derzeitigen Verfahren der Routinediagnostik nicht zu entdecken, können aber mit bestimmten molekularen Methoden aufgespürt werden. Bei der anschliessenden von uns durchgeführten molekulargenetischen Analyse solcher disseminierten Tumorzellen, sind wir an Hinweisen für neue prognostische Marker und besonders an Hinweisen für potentielle therapeutische Zielstrukturen interessiert. Nach unserer Arbeitshypothese sollten direkt an den Vorläuferzellen der Metastasen definierte therapeutische Zielstrukturen erfolgreichere Krebsbehandlungen ermöglichen, da sie sich an den eigentlichen Zielzellen der Therapie orientieren.

Die Arbeitsgruppe wurde mit Hilfe von Fördergeldern der DFG, der Wilhelm Sander-Stiftung, der Vodafone Stiftung, der Rudolf-Bartling-Stiftung, des Vereins zur Förderung der Krebsforschung e.V. (Berlin) und Forschungsfonds der Forschungskommission der Heinrich-Heine-Universiät aufgebaut.


Bild von:  Univ.-Prof. Dr. med. Nikolas H. Stoecklein
Univ.-Prof. Dr. med. Nikolas H. Stoecklein
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Sekreteriat

Fr. Gockel

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Fax: +49(0)211-81 19205

Email: monika.Gockel@med.uni-duesseldorf.de

 
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  • Zuletzt aktualisiert am 17.09.2015
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