Lehre


Klinische Aus- und Fortbildungskonzepte und Veranstaltungen
Neben ihrem Auftrag als Klinik der Maximal­versorgung und Hochleistungs­medizin versteht sich die Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiolo­gie als Ausbildungs- und Forschungs­institution mit dem Ziel, den ärztlichen und wissen­schaftlichen Nachwuchs zu fördern und zu qualifizieren, neueste technische und wissen­schaft­liche Entwicklun­gen in der Medizin aufzugreifen, anzuwenden und weiterzu­entwickeln. Darüberhinaus sollen junge Mediziner an eigene, kompetitive Forschungs­arbeiten herangeführt werden, um so zum medizinischen Fortschritt beizutragen. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die kontinuierliche Weiterbildung der in der Klinik tätigen Ärzte, Wissenschaftler, Dokto­randen und Studenten, aber auch die Wissens­weitergabe an niedergelassene Ärzte und in an deren Krankenhäusern tätige Kollegen.
Das Fort­bildungs­konzept beinhaltet meh­rere Ebenen:
1. Studentische Lehre
Mitarbeiter der Klinik sind im Rahmen der studentischen Lehre beteiligt an der Durchführung der Hauptvorlesung Innere Medizin, Klinische Pharmakologie und Klinischer Untersuchungskurs, am PJ-Unter­richt, an der Ausbildung der an­ge­hen­den Ärzte am Krankenbett sowie am Studien­gang Medizinische Physik.
Es werden mehrere Unter­richtsmodule maß­geblich von der Klinik durchgeführt und mehrere Wahlpflichtfächer angeboten:

  • Die Dozenten der Klinik nehmen an der Ausrichtung verschiedener Module im Rah­men des regulären Ausbildungs-Curriculums der Medizi­nischen Fakultät der HHU teil. Zu diesen gehören die Module „Ikterus“, „Durchfall“, „Fieber“, „Lymph­knoten­schwel­lung“, „Gewichtsverlust und Malaise“. Außer­dem nehmen Dozenten der Klinik an der Abnahme von Prüfungen der klinischen Untersuchung nach OSCE (Objektive Structured Clinical Examination) teil.
  • Das Wahlpflichtfach Tropenmedizin und Internationale Gesundheit greift das Konzept der Weltgesundheits­organisation auf, dem­zufolge die Gewähr­leistung physischer und psy­chischer Gesund­heit weltweit angestrebt wird. Dementsprechend werden Erkrankungen in einem globalen Kontext dargestellt und para­sitologische sowie tropen­medizinische Fragenstellungen detailiert vermittel
  • Im Wahlpflichtfach Abdomen­sono­gra­phie erhalten Medizinstudenten eine systematische Ausbildung sonographisch- ana­tomischer Grund­lagen, um darauf basierend sonographisch-pathologische Veränderungen bei Patienten erkennen und im klinischen Kontext einschätzen zu lernen.
  • Im Zusatzstudiengang Public Health der HHU werden die Module „International Health“ und „Infektionsprävention“ von Dozenten der Tropen­medizinischen Ambulanz unterrichtet.

2. Ärztliche Weiterbildung
Klinikinterne ärztliche Weiterbildung:

  • Grand-Round-Klinik-Konferenzen (täglich) mit Weiterbildungs­kurzvorträgen
  • Gastroenterologisch-hepatologisch-chirurgische Fallkonferenz (wöchentlich)
  • Wissenschaftliche Seminare (Doktoranden­seminare, wissenschaftliche Kolloquien, Graduiertenkollegs (2- bis 4-wöchentlich)
Öffentliche Fortbildungsveranstaltungen:

Alle von der Klinik für Gastroenterologie, Hepato­logie und Infektiologie ausgerichteten Fort­bildungs­veranstaltungen sind von der Ärztekammer Nord­rhein zertifiziert.
Mitarbeiter der Klinik wirken regelmäßig bei der Erstellung nationaler und inter­na­tio­naler Leitlinien durch Fach­ge­sell­schaften und die Weltgesund­heits­organisation (WHO) mit.


Weiterbildungsermächtigungen
Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter der Klinik zum Internisten, Gastroenterologen, Infektiologen und Tropenmediziner sind durch die entsprechenden Ermächtigungen gewähr­leistet:

  • Ausbildungsermächtigung zum Arzt für Innere Medizin (Prof. Dr. med. Dieter Häussinger)
  • Ausbildungsermächtigung zum Arzt für Gastroenterologie (Prof. Dr. med. Dieter Häussinger)
  • Ausbildungsermächtigung zum Arzt für Infek­tiologie (Prof. Dr. med. Dieter Häussinger)
  • Teilermächtigung zum Arzt für Tropen­medizin (OA Prof. Dott. Univ. Pisa Joachim Richter)
Mitarbeiter der Klinik haben künftig die Möglichkeit am W. Hirsch Institute of Tropical Medicine in Asella/ Äthiopien, welches als Aussenstelle der Klinik konzipiert ist, in einem (sub-) tropischen Land zu arbeiten. Dies ermöglicht die Aus­bildung zum Tropenmediziner vollständig an der Klinik für Gastroenterologie, Hepa­tologie und Infek­tiologie zu absolvieren.