Erweiterungen der Hauptschlagader

Erweiterungen der Hauptschlagader

Allgemeine Informationen

Eine Erweiterung der Hauptschlagader entsteht am häufigsten im Bauch. Unter dem lebenslangen Druck des Blutstroms kann eine solche Erweiterung in ihrem Durchmesser kontinuierlich anwachsen. Je größer ein solches Gefäß wird, desto höher ist die Gefahr, dass ein solch geschwächtes Gefäß einreißt, was unbehandelt fast immer zu einem raschen inneren Verbluten führt.

In den meisten Fällen verursacht eine Erweiterung der Hauptschlagader keine Beschwerden. Selten treten Bauch- oder Rückenschmerzen auf. Wenn die Erweiterung einreißt, bestehen meist stärkste Schmerzen im Bauch oder Rücken, es kann zu Kreislaufschwäche bis hin zur Bewusstlosigkeit kommen.
Die Notwendigkeit einer Operation hängt in erster Linie vom Durchmesser des Aneurysmas ab. Man weiß heute, dass Patienten mit einer Erweiterung der Bauchschlagader ab etwa 5 cm Durchmesser, von einer geplanten Operation profitieren. Bei raschem Größenwachstum, Symptomen wie Rücken oder Bauchschmerzen oder bei kugelförmigen Erweiterungen kann auch bei geringerem Durchmesser eine Operation sinnvoll sein.
Die operative Therapie der Erweiterung der Hauptschlagader wird seit mehr als 50 Jahren erfolgreich durchgeführt. Gerade in den letzten 10 Jahren haben sich die Möglichkeiten der Therapie rasant entwickelt, so dass wir heute sehr individuelle Therapiekonzepte anzubieten können.

Behandlung

Bei dem offen-chirurgischen Verfahren wird über einen Bauch- oder Flankenschnitt ein aus Kunstfaser gefertigtes Ersatzgefäß in den erkrankten Bereich eingenäht. Bei diesem Operationsverfahren sind nur selten Folgeeingriffe erforderlich. Die Nachteile bestehen in der größeren Herzbelastung während der Operation, dem größeren Zugangsweg mit Eröffnung der Bauchhöhle und in der längeren Erholungsphase nach der Operation.

Beim minimalinvasiven, endovaskulären (endo = innerhalb; vaskular = des Gefäßes) Verfahren wird die Schlagadererweiterung innerhalb anatomisch vorgegebener Strukturen operiert. Dieses Operieren im Gefäß ermöglicht es, auf in der Chirurgie bisher übliche, große Hautschnitte verzichten zu können. Lediglich über den Zugangsgefäßen in den Leisten sind jeweils keine Schnitte notwendig, um Zugang zum Gefäßsystem zu erlangen. Eine zusammengefaltete Stentprothese wird dann über die Leistenschlagadern in die Bauchschlagader eingebracht und dort unter Röntgenkontrolle entfaltet. Nun fließt das Blut durch die in der Hauptschlagader liegende Prothese und belastet nicht mehr die im Bereich des Aneurysmas dünnwandige Hauptschlagader. Der Vorteil dieser Methode ist die geringe Herzbelastung. Am Herzen vorerkrankten Patienten kann so eine sehr schonende Operation angeboten werden.

Die Operation erfordert nur zwei kleine Schnitte in der Leiste, eine sehr rasche Erholung nach der Operation ist die Regel. Allerdings erfordert dieses Verfahren gelegentlich Folgeeingriffe, die jedoch meist über risikoarme Katheterverfahren durchgeführt werden können. Zur Sicherung des Thearpieerfolges empfehlen wir langfristig regelmäßige Nachuntersuchungen. Wo immer möglich erfolgen diese mit Unterstützung von Ultraschall oder Röntgenaufnahmen. Durch die ständige Weiterentwicklung der Klinik sind wir in der Lage nicht nur die häufigen Erweiterungen der Schlagader im Bauchraum offen chirurgisch, aber auch minimalinvasiv zu behandeln. Unsere Therapiemöglichkeiten beinhalten auch krankhafte Veränderungen der Hauptschlagader im Brustraum, aber auch Erweiterungen der Hauptschlagader im Brust und Bauchraum.

Notfallkontakt 0175 – 580 3887
Postanschrift:
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40225 Düsseldorf
 
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  • Zuletzt aktualisiert am 17.07.2017
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