Akute myeloische Leukämie


Die Behandlung von Patienten mit akuten myeloischen Leukämien (AML) stellt einen Schwerpunkt in der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Klinische Immunologie dar. Für die Diagnosestellung stehen in der Klinik aller erforderlichen Laboruntersuchungen (Zytologie, Durchflusszytometrie) zur Verfügung. Darüber hinaus ist die Klinik aktiv teilnehmendes Zentrum der größten deutschen AML-Studiengruppe (AMLSG) und kann so eine mittlerweile zum Standard gehörende molekulargenetische und zytogenetische Analyse innerhalb von wenigen Tagen anbieten.

Zusammen mit patientenspezifischen Faktoren (Alter, Begleiterkrankungen, individuelle Lebenssituation und Wunsch des Patienten) stellen insbesondere die Resultate der genetischen Untersuchungen die Grundlage für eine für jeden Patienten individuell abgestimmte Behandlung dar. Um unseren Patienten den Zugang zu den aktuellsten Behandlungskonzepten und Medikamenten zu ermöglichen, bietet unsere Klinik eine Vielzahl klinischer Studien an, an welchen Patienten teilnehmen können.

Für jüngere Patienten beruht die Behandlung im Wesentlichen auf der Basis von intensiven Chemotherapien und erfolgt in der Regel stationär. Hierfür stehen in unserer Klinik insgesamt 48 Betten auf 2 Stationen mit speziellen Luftfilteranlagen (sog. HEPA-Filterung) zur Verfügung. Bei älteren Patienten werden meist nicht-intensive Therapien eingesetzt, die in vielen Fällen eine ambulante Behandlung zulassen. Diese kann bei einem niedergelassenen Hämatologen oder auch in unserer Ambulanz erfolgen. Im Verlauf der Behandlung wird bei etwa 50% der jüngeren Patienten eine Blutstammzelltransplantation erforderlich, die auf zwei Stationen mit Luftfilteranlagen, Möglichkeiten zur Überwachung der Vitalparametern sowie speziell geschultem Pflegepersonal durchgeführt wird.

Sowohl die Therapie in der ersten Phase der Erkrankung als auch die Transplantation wird von demselben Team durchgeführt, so dass eine nahtlose Betreuung während der gesamten Behandlungsphase gegeben ist. Für ärztliche Kollegen mit Fragen zur Diagnostik und Therapie haben wir eine Telefon-Hotline eingerichtet, über welche der diensthabende Oberarzt erreicht werden kann.

Ausführliche Informationen über die AML finden sie in der Informationsbroschüre des deutschen Kompetenznetzes „Leukämien“. Für weitere Fragen zur AML stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

PD Dr. med. Thomas Schroeder, E-Mail: Thomas.Schroeder@med.uni-duesseldorf.de

Prof. Dr. med. Ulrich Germing,  E-Mail:  Germing@med.uni-duesseldorf.de

 

 

 
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  • Zuletzt aktualisiert am 19.04.2018
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