Rhythmologie

Einen Schwerpunkt der Kardiologie im Universitätsklinikum Düsseldorf stellt die Behandlung von Herzrhythmusstörungen dar. Unser Leitbild ist eine individuelle, leitliniengerechte Behandlung gemäß moderner Therapiestandards. Die jeweils innovativsten, medizinischen Verfahren auf internationalem Niveau - kombiniert mit dem Bestreben, den Menschen und Patienten in den Mittelpunkt zu stellen - stehen dabei im Vordergrund.
Unsere Klinik bietet das gesamte Spektrum der rhythmologischen Diagnostik und Therapie an.

Hierzu gehören unter anderem:
  • 24-Stunden-Langzeit-EKG
  • 7-Tage-Langzeit-EKG
  • Externe und implantierbare Event-Recorder
  • Beratung und Nachsorge in einer ambulanten Rhythmussprechstunde
  • Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)
  • Katheterablation von Herzrhythmusstörungen mittels konventioneller Mappingverfahren als auch 3D-Mappingmethoden
  • Pulmonalvenenisolation / Substramodifikation zur Therapie von Vorhofflimmern
  • Implantation von Herzschrittmachern / Implantierbaren Cardioverter-Defibrillatoren (ICD)
  • Implantation von Systemen zur Kardiale Resynchronisation (CRT)

Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) und Ablationstherapie
Die elektrophysiologische Untersuchung (EPU) ist eine spezielle Herzkatheteruntersuchung zur Diagnostik von Herzrhythmusstörungen. Bei dieser Untersuchung werden in der Regel drei Meß- und Stimulationskatheter, nach örtlicher Betäubung, schmerzfrei über eine Leistenvene zum Herzen vorgeschoben. Mittels dieser Katheter wird die elektrische Erregungsausbreitung im Herzen analysiert und häufig können die behandlungsbedürftigen Herzrhythmusstörungen auch ausgelöst werden. Auf diese Weise ermöglicht die EPU eine genaue Diagnosestellung und bildet den Grundstein für die weitere Therapie. Bei speziellen Fragestellungen kann die EPU auch Leitungsblockierungen oder ein erhöhtes Risiko für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen nachweisen, so dass folgend Herzschrittmacher oder ICD-Aggregate implantiert werden müssen.
Katheterablation
Viele Herzrhythmusstörungen sind heute mittels einer Katheterablation heilbar. So können z.B. eine AV-Knoten-Reentrytachykardie, das WPW-Syndrom oder Vorhofflattern durch die gezielte Applikation von Hochfrequenzstrom kurativ behandelt werden. Dies erfolgt durch die Verwendung von speziellen Dignostik- und Ablationskathetern unter Zuhilfenahme einer Röntgendurchleuchtungseinheit (s. Abbildung1). In unserer Abteilung können auch komplexe Herzrhythmusstörungen wie z.B. ektope atriale Tachykadien, atypisches Vorhofflattern, Vorhofflimmern oder ventrikuläre Tachykardien unter Verwendung von 3D-Mappingsystemen (CARTO3) erfolgreich behandelt werden (Abbildung2).
Abbildung1: Katheter und Katheterposition bei der Ablation eines WPW-Syndroms in der Röntgendurchleuchtung
 
Abbildung 2: 3-dimensionales,elektroanatomisches Mapping mittels CARTO3 bei Ablation einer rechtsventrikulären Tachykardie
Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist eine häufige und schwierig zu behandelnde Herzrhythmusstörung. Bei unzufriedenstellender medikamentöser Therapie besteht die Möglichkeit einer Hochfrequenzablation, die in unserer Abteilung regelhaft durchgeführt wird. Während dieses Eingriffes werden spezielle Bereiche, vor allem im linken Vorhof, „verödet“ mit dem Ziel, ein weiteres Auftreten von Vorhofflimmern zu unterdrücken. Zuvor sollte eine ausführliche Beratung in unserer Rhythmussprechstunde erfolgen.
Herzschrittmacher
Eine krankhaft verlangsamte Herzschlagfolge (Bradykardie) mit Symptomen wie Schwindel, Kollaps oder Bewußtlosigkeiten kann durch die Implantation eines Herzschrittmachers erfolgreich behandelt werden. Je nach Indikation werden dabei Einkammer- bzw. Zweikammersysteme implantiert.
Implantierbare Cardioverter-Defibrillatoren (ICD)
Bei Patientinnen und Patienten mit einer fortgeschrittenen Herzschwäche besteht häufig ein erhöhtes Risiko für einen plötzlichen Herztod und damit die Notwendigkeit zur Implantation eines ICD. Dieses Aggregat ermöglicht eine fortwährende Rhytmusüberwachung und kann bei Auftreten von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen aus dem Bereich der linken Hauptkammer (ventrikuläre Tachykardien / Kammerflimmer) selbständig eine Therapie verabreichen und somit den plötzlichen Herztod in vielen Fällen verhindern.
Kardiale Resynchronisation (CRT)
Bei einer weit fortgeschrittenen Herzschwäche besteht häufig, trotz einer ausreichenden medikamentösen Therapie, eine erhebliche Leistungsminderung mit dem hauptsächlichen Beschwerdebild einer belastungsabhängigen Luftnot. Neben einer muskulären Schwäche des Herzens findet sich gehäuft auch eine Störung der elektrischen Ausbreitung im Herzen, die eine ungleichmäßige Pumpbewegung des Herzmuskels zur Folge hat. In diesen Fällen kann die Implantation eines CRT-Aggregates eine „Synchronisation“, d.h. Gleichschaltung der Herzkammern während des Pumpvorganges, bewirken und damit zu einer klinischen Besserung der Leistungsfähigkeit als auch der Lebensqualität der Patientinnen und Patienten führen.
Rhythmussprechstunde
Eine umfassende Beratung, Therapieplanung und Nachsorge von Patientinnen und Patienten mit rhythmologischen Fragestellungen, sowie die Kontrolle von Herzschrittmachern und Defibrillatoren erfolgt in unseren Spezialambulanzen. Sollten Sie Fragen zu einzelnen Untersuchungen oder speziellen Behandlungsoptionen haben, können Sie diese gerne in einem persönlichen Gespräch in unseren Sprechstunden erörtern.

---> Direkt zur Sprechstunde

 
 
  • bitte hier klicken um diese Seite zu druckenSeite drucken
  • Zuletzt aktualisiert am 31.03.2017
  • URL zur aktuellen Seite: http//www.uniklinik-duesseldorf.de/unternehmen/kliniken/klinik-fuer-kardiologie-pneumologie-und-angiologie/klinik/klinikbereiche/funktionsbereiche/rhythmologie/