Koronare Herzerkrankung und Myokardinfarkt

Interventionelle Kardiologie

Die Anfänge der interventionellen Kardiologie waren geprägt von herausragenden, innovativen Persönlichkeiten. Die Arbeiten von Tom Fogarty, Julio Palmaz und nicht zuletzt Andreas Gruentzig, welcher 1975 die erste Ballonangioplastie in durchführte, revolutionierten die kardiovaskuläre Patientenversorgung. Erstmalig war es möglich Patienten mit verengten Herzkranzgefäßen eine Alternative zur Bypass-Operation anzubieten.
Die Entwicklung der interventionellen Kardiologie in den darauffolgenden Jahren war rasant. Durch neue Techniken, Materialien, leistungsfähige Röntgenanlagen und insbesondere ein intensives Training des Ärzteteams und des Pflegeteams ist es heute möglich eine sichere und patientenangepasste Diagnostik und Therapie zur Verfügung zu stellen.

Im Mittelpunkt steht nach wie vor die Darstellung und Behandlung verengter Herzkranzgefäße (Abbildung 1).Insbesondere beim akuten Herzinfarkt ist die Koronarangioplastie sämtlichen anderen Therapieverfahren überlegen. Daraus leitete sich bereits frühzeitig ein Schwerpunkt der Düsseldorfer Kardiologie ab. Als Zentrum der Maximalversorgung wurde bereits seit Ende der neunziger Jahre eine leistungsfähige Infrastruktur aufgebaut, die Patienten in der Stadt und der Region einer umgehenden Herzkatheteruntersuchung beim Infarkt zuführt.

 

Abbildung 1: Querschnitt eines verengten Herzkranzgefäßes. Der Sternmarkiert den fetthaltigen Kern des Plaque. Die Pfeile markieren die dünne, verletzliche Kappe des Plaque. Reißt diese Kappe ein bildet sich ein Blutgerinnsel, welches das Gefäß komplett verschließt – es kommt zum Herzinfarkt.

 

Analog zu der Entwicklung im Bereich der Herzkranzgefäßerkrankungen erfolgten in den letzen Jahren zahlreiche Innovationen, die die Behandlung von angeborenen Herzfehlern oder Herzklappenfehlern komplett veränderten. War noch vor 10 Jahren ein Loch in der Vorhof- oder Kammerscheidewand oder eine Herzklappenverengung ein Fall, der an den Chirurgen überwiesen werden musste, so gibt es heute katheterbasierte, schonende Therapieverfahren, die das Behandlungsrisiko um ein vielfaches minimieren (Abbildung 2).

 

Abbildung 2: Koronarangiographische Darstellung der rechten Herzkranzarterie mit mittelgradiger Stenose (Pfeil). Rechts davon ein Schirmchen, welches einen Vorhofscheidewanddefekt verschließt (Stern).

 

Perfekte Ergebnisse in der Behandlung der Herzkranzgefäßerkrankung, der angeborenen Herzfehler und von Herzklappenerkrankungen werden durch eine Kombination aus optimaler Funktionsdiagnostik, exzellenter Bildgebung und einer individuell auf den Patienten abgestimmten Intervention erzielt. Dies gelingt nur unter Einbeziehung eines engagierten und hervorragend ausgebildeten Teams. Im Herzkatheterlabor des Universitätsklinikums Düsseldorf arbeiten Medizinisch technische Assistenten, Pflegepersonal und Ärzte Hand in Hand um sowohl medizinisch als auch menschlich eine hervorragende Versorgung zu gewährleisten.

 
  • bitte hier klicken um diese Seite zu druckenSeite drucken
  • Zuletzt aktualisiert am 17.09.2015
  • URL zur aktuellen Seite: http//www.uniklinik-duesseldorf.de/unternehmen/kliniken/klinik-fuer-kardiologie-pneumologie-und-angiologie/klinik/schwerpunkte-der-klinik/koronare-herzerkrankung/