Forschung

Die Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie ist mit einem großen Forschungslabor für histologische, gewebekulturelle und molekularbiologische Untersuchungen ausgestattet.

Einer der Forschungsschwerpunkte der Klinik sind Untersuchungen zu osteoinduktiven Knochenmatrixproteinen (BMPs, bone morphogenetic proteins). Die BMPs führen über zellmembrangebundene Rezeptoren zu einer Differenzierung von pluripotenten, mesenchymalen Stammzellen in knochenbildende Vorläuferzellen. Mittels der therapeutischen Verwendung der BMPs ist es möglich, durch die alleinige Implantation dieser Proteine eine Knochenneubildung zu induzieren, ohne auf körpereigene Knochentransplantate zurückgreifen zu müssen. Für die Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet besteht eine enge Kooperation mit dem Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika.

Durch rhBMP-2 induzierter neugebildeter Knochen in der Muskulatur
Durch rhBMP-2 induzierter neugebildeter Knochen in der Muskulatur

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt der Klinik stellt die Tumorforschung bei Plattenepithelkarzinomen der Mundhöhle dar. Insbesondere interessieren uns genetische Unterschiede zwischen Tumorzellen, Metastasenzellen und deren Vorläuferzellen in Knochenmark und Lymphknoten. Hierbei kommen bei uns neueste molekularbiologische und gentechnische Verfahren auf Einzelzellebene zur Anwendung. Durch die Arbeiten erhoffen wir uns zum einen Aussagen über die Prognose der Patienten und zum anderen weitere Erkenntnisse über die Biologie der Tumorzellstreuung und Metastasierung.

Schema

Auch implantologische Fragestellungen sind Gegenstand von Forschungsprojekten: Hierbei handelt es sich zum einen um Grundlagenuntersuchungen zu Keramikimplantaten. Zum anderen beschäftigt sich die Klinik mit Untersuchungen zur Therapie der Periimplantitis.

Durch die umfangreiche Ausstattung der OP-Räume mit Navigationsgeräten, intraoperativem CT, 3D-fähigen C-Bögen und intraoperativem DVT haben sich bei der Therapie von Frakturen des Gesichtsschädels neue therapeutische Möglichkeiten ergeben, welche ebenfalls Grundlage wissenschaftlicher Untersuchungen sind. Hier spielt insbesondere die Verwendung von patientenindividuellen Implantaten, welche auf CT- oder DVT-basierten Datensätzen patientenspezifisch aus Titan hergestellt werden, eine besondere Rolle.

Das Forschungslabor der Klinik wird von Frau Dipl.-Biologin Dr. Karin Berr (Karin.Berr@med.uni-duesseldorf.de) geleitet. Unterstützt wird sie durch die medizinisch-technische Assistentin Frau Marianne Hölbling (Marianne.Hoelbling@med.uni-duesseldorf.de).

Forschungsschwerpunkte in Schlagworten:

  • Osteoinduktion
  • Bone Morphogenetic Proteins (BMPs)
  • Stammzellforschung
  • Implantatbeschichtung
  • Sofortimplantation
  • Periimplantitis
  • Gewebeexpander
  • Neue Tracer für die PET
  • Ultraschalldiagnostik
 
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  • Zuletzt aktualisiert am 07.05.2016
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