Stereotaktische Neurochirurgie

Stereotaktische Neurochirurgie stellt eine minimal-invasive Operationstechnik dar, die ermöglicht mithilfe eines dreidimensionalen Koordinatensystems, bildgesteuert und computerassistiert das Erreichen der tief liegenden, für die herkömmlichen Operationsmetoden nicht zugänglichen Hirnlesionen.

Für die präzise und risikoarme Durchführung des stereotaktischen Eingriffs ist die Verwendung von multimodalen Bilddaten wie Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MRT) sowie einer Positronenemissionstomographie (FET-PET) erforderlich. Die Berechnung des Ziel- und Eintrittspunktes erfolgt unter der Anwendung eines Planungsrechners und eines dreidimensionalen Koordinatensystems. Dies in Verbindung mit dem auf dem Kopf des Patienten fixierten stereotaktischen Rahmen gewährleistet die notwendige Genauigkeit der Prozedur.

Das stereotaktische Operationsverfahren findet bei folgenden Eingriffen die Anwendung:

  • Stereotaktische Biopsie (Probeenthname)
  • Punktion der zystsischen Raumforderungen
  • Implantation der Katheters zur Drainage der Tumorzysten und ggf. Verbindung mit dem inneren Liquorsystem sowie zur lokalen Chemotherapeutikagabe
  • Stereotaktisch geführte Ventrikulo-Zisternostomien bei tumorbedingtem Hydrozephalus occlusus
  • Implantation der Ventrikelkatheters bei Hydrocephalus (insb. bei sehr engen inneren Liquorräumen wie z.B. bei Pseudotumor cerebri)
  • Implantation der Strahlenkörpern
  • Stereotaktische Diagnostik und Behandlung von Gehirntumoren bei Kindern in Kooperation mit der Kinderklinik der HHU
 
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  • Zuletzt aktualisiert am 18.11.2015
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