schädelbasis

Schädelbasistumore (Meningeome, Neurinome)

Geb. 11.54 (Neurochirurgische Klinik)
Info unter Tel. 0176-51642489 (keine Terminvergabe)
Terminabsprachen unter Tel. 0211-8117935
PD Dr. Jan F. Cornelius, Oberarzt
Mittwoch 09.00-13.00 Uhr
PD Dr. K. Beseoglu, Oberarzt
Donnerstag 09.00-16.00 Uhr 

Die Schädelbasischirurgie befasst sich speziell mit der Erkennung und Behandlung von Erkrankungen im Bereich der sogenannten Schädelbasis.

Es handelt sich hierbei um eine komplexe Region, die man sich vereinfacht als knöcherne Schale vorstellen kann, in der das Gehirn ruht. Im Bereich der Schädelbasis liegen viele vitale Strukturen, insbesondere der Hirnstamm, welcher die Atmung, das Herz-Kreislaufsystem sowie das Wachsein automatisch reguliert. Der Hirnstamm enthält zahlreiche Nervenfasern, über die alle lebensnotwendigen elektrischen Impulse zwischen Gehirn und Körper ausgetauscht werden. Der Hirnstamm tritt im Bereich des Hinterhauptlochs aus, welches die größte Öffnung der Schädelbasis ist. Daneben gibt es noch zahlreiche kleinere Löcher, durch die alle wichtigen Hirnnerven und Blutgefäße ein- und austreten.

Die Erkrankungen in dieser Region sind vielfältig: Tumor oder Pseudotumor, Gefäßmißbildung (Aneurysma, arterio-venöse Malformation, arterio-venöse Shunts bzw. Dura-Fistel), knöcherne Fehlbildung, Infektionen (z.B. Tuberkulose), Entzündungsprozesse (z.B. rheumatoide Polyarthritis).

Zu den typischen Tumoren in dieser Region zählen:

Ziel der Behandlung dieser Tumoren ist die möglichst komplette chirurgische Entfernung unter Schonung der lebensnotwendigen Strukturen (Gehirn, Blutgefäße, Nerven) und somit auch der entsprechenden Funktionen.

Im Rahmen der minimal-invasiven Chirurgie wird zunehmend die Endoskopische Technik eingesetzt. Einer der Vorteile hierbei ist, dass keine von aussen sichtbaren Narben entstehen, da der Zugang durch die Nase erfolgt.

Daneben kommen routinemäßig modernste OP-Technologien zum Einsatz:

  • Operationsmikroskop,
  • Neuronavigation, welches millimetergenaue Orientierung verschafft,
  • Fluoreszenzgestütze Technik, welche fraglich krankes Gewebe kennzeichnet,
  • elektrophysiologisches Monitoring, welches die wichtigsten neurologischen Funktionen (Motorik, Sensibilität, Augenbeweglichkeit, Schlucken, Hören...) während der Operation fortlaufend überwacht

Je nach Art und Ausdehnung eines Tumors kann es notwendig sein, die Operation mit Kollegen anderer Fachdisziplinen zusammen durchzuführen, wie z.B. Hals-Nasen- Ohren-, Plastische Chirurgen oder Zahn-Mund-Kiefer-Chirurgen. Solche aufwendigen Eingriffe werden im Rahmen einer regelmäßigen Schädelbasiskonferenz interdisziplinär diskutiert.

Bei sehr stark durchbluteten Tumoren kann vor der Operation der Tumor durch einen Kathetereingriff von innen mit Material ausgefüllt werden, um größere Blutverluste während der Operation zu verhindern (sog. Embolisierung). Diese Eingriffe werden zusammen mit der Abteilung für Interventionelle Neuroradiologie, die im selben Haus ist, geplant und durchgeführt.

Wichtig für den Gesamterfolg einer solchen komplexen Operation ist aber nicht zuletzt auch die perfekte Teamarbeit mit Anästhesisten, Intensivmedizinern, spezifisch geschultem Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Logopäden und den Mitarbeitern vom Sozialdienst.

Um nach der Operation bei einem bösartigen Tumor, das  Behandlungsergebnis zu optimieren und das Risiko eines Rezidivs zu senken, kann zusätzlich eine Chemo- und / oder Strahlentherapie notwendig sein. Dies wird alles schon bei der Planung der Operation berücksichtigt, damit es später zu einem reibungslosem Ablauf kommt.

 

Dr. Jan F. Cornelius, Oberarzt
PD Dr. Jan F. Cornelius
PD Dr. K. Beseoglu, Oberarzt
PD Dr. K. Beseoglu
Dr. T. Beez, Oberarzt
Dr. T. Beez
 
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  • Zuletzt aktualisiert am 30.01.2017
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