Neuromyelitis optica und Varianten

Ambulanz für Neuromyelitis optica (NMO) und ihre Krankheitsvarianten

Unsere Sprechstunde (eingebettet im Düsseldorfer MS-Zentrum) richtet sich an die in unseren Breiten recht seltene Erkrankung Neuromyelitis optica (NMO) und ihre Krankheitsvarianten, die eine wichtige Differentialdiagnose zur Multiplen Sklerose (MS) darstellen. Man schätzt, dass es in Deutschland lediglich etwa 1.000-1.500 NMO-Erkrankte gegenüber etwa 100.000-120.000 MS-Patienten gibt. Die NMO ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, die primär die Sehnerven und das Rückenmark befällt und so zu einer ein- oder beidseitigen Beeinträchtigung des Sehvermögens sowie zu Lähmungen oder Sensibilitätsstörungen der Extremitäten oder auch zu Blasen- und Mastdarmstörungen führen kann. Die NMO verläuft in den meisten Fällen in Krankheitsschüben, die meist einer Akuttherapie bedürfen und die es langfristig medikamentös zu verhindern gilt. Erst kürzlich konnte der für die NMO krankheitsspezifische Aquaporin-4 Antikörper identifiziert werden, der allerdings nur bei etwa 2/3 der NMO-Patienten im Blut nachweisbar ist und dann die Abgrenzung gegenüber z.B. der MS deutlich erleichtert.

Da die NMO eine so seltene Erkrankung in Deutschland ist, gibt es bislang nur wenige gute wissenschaftliche Daten zur Häufigkeit, zum Verlauf und zum Ansprechen auf bestimmte Therapien. Gleichzeitig muss von einer hohen Zahl nicht korrekt diagnostizierter bzw. als MS fehldiagnostizierter Fälle ausgegangen werden. Daher wurde im Jahr 2008 die Neuromyelitis optica Studiengruppe (NEMOS, siehe auch www.nemos-net.de) gegründet, eine Initiative von Ärzten aus etwa 30 Kliniken in ganz Deutschland, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Kenntnisse über die NMO zu erweitern und damit die Diagnostik und Therapie der von dieser Erkrankung betroffenen Patienten weiter zu verbessern.

Unsere Spezialsprechstunde für Neuromyelitis optica und ihre Krankheitsvarianten bietet folgendes:

  • Klärung oder Sicherung der Diagnose („zweite Meinung“);
  • Abgrenzung der Diagnose gegenüber verwandten Erkrankungen wie z.B. der Multiplen Sklerose (MS)
  • Besprechung und ggf. Einleitung einer vorbeugenden (prophylaktischen) medikamentösen Behandlung nach aktuellsten Stand der Wissenschaft;
  • Planung und Durchführung therapeutischer Maßnahmen bei bestehenden Beschwerden (z.B: Spastik, Schmerzen, Blasenfunktionsstörungen);
  • Spezielle Laboruntersuchungen wie z.B. die Bestimmung der Aquaporin-4 Antikörper oder von Lymphozyten-Subgruppen zur Beurteilung des Therapieansprechens
  • Teilnahme an Studien zur Erforschung der Ursachen bzw. der Behandlung der NMO bzw. anonymisierte Aufnahme der Patientendaten in das NEMOS-Netzwerk.
Leitung
Univ.-Prof. Dr. O. Aktas
PD Dr. M. Ringelstein
Terminvergabe
0211-81-18412
Ansprechpartner
A. Stritzel
Fax
0211-81-18485
E-Mail
Logo NEMOS
 
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  • Zuletzt aktualisiert am 05.07.2017
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