RHEUMA

RHEUMA KANN JEDEN TREFFEN

Rheuma ist die (un)heimliche Volkskrankheit Nummer 1. Über 20 Millionen Menschen in Deutschland – also jeder vierte Bundesbürger! – leiden an verschiedensten Erkrankungen, die unter dem medizinischen Oberbegriff Rheuma zusammengefasst werden.

Rheumatische und muskuloskelettale Erkrankungen verlaufen häufig chronisch. Sie können zu starken funktionellen Einschränkungen führen. Damit haben sie nicht nur für die Betroffenen hohe sozioökonomische Auswirkungen.

Die richtige Behandlung setzt, neben einem tiefen Verständnis für die Funktion des Stütz- und Bewegungsapparates, fundierte internistische Kenntnisse voraus. Wichtig ist außerdem ein differenziertes Verständnis von der Funktion des Immunsystems. Denn bei vielen der Erkrankungen sind Störungen der körpereigenen Abwehr an der Entwicklung beteiligt, die für eine gezielte Therapie angegangen werden müssen.

Wir sind auf Diagnose, Behandlung und Erforschung von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und von systemischen Autoimmunerkrankungen spezialisiert.

In der Folge geben wir eine allgemeine Übersicht über die rheumatologischen Krankheitsbilder aktuelle diagnostische Verfahren und Behandlungsansätze.


RHEUMATOLOGISCHE KRANKHEITSBILDER

Röntgen

Rheuma bezeichnet eine der grössten Krankheitsgruppen

Hier geben wir eine erste Einführung zum Thema Rheuma. Für weiterführende Informationen haben wir auf dieser Website eine kommentierte Liste mit Links zusammengestellt.

Der Begriff Rheuma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Fluss, Strömung. Die Vorstellungen, die man sich in der Antike von dem Krankheitsbild machte, sind heute weitestgehend überholt. Die Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO lautet: Beschwerden am Bewegungsapparat mit Tendenz zur Chronifizierung.

Etwa 50% der erwachsenen Einwohner Deutschlands geben an, unter rheumatischen Beschwerden zu leiden. Bei circa 20% aller Personen, die einen Arzt aufsuchen, ist eine rheumatische Störung zu diagnostizieren. Als Ursache von Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten haben Erkrankungen des Bewegungsapparats einen Anteil von circa 30%. Auch bei chronischen Erkrankungen bilden sie eine sehr große Untergruppe.

Rheuma betrifft nicht nur den Bewegungsapparat

Viele Erkrankungen des sogenannten „rheumatischen Formenkreises“ betreffen nicht nur die Gelenke und den Stützapparat. Je nach Krankheitsbild können auch die Haut, die inneren Organe oder das Nervensystem beteiligt sein.

Obwohl Rheuma so verbreitet ist, existieren eine ganze Reihe von Vorurteilen. Die Annahme, dass es sich um eine Krankheit des alten Menschen sei, ist ebenso falsch wie der Volksglaube, Rheuma werde durch feuchtes Klima verursacht. Auch die Vorstellung, ein Entzündungsherd im Körper, wie vereiterte Zähne oder Mandeln, könne Rheuma verursachen, trifft nicht zu.

Rheuma umfasst eine Vielzahl von Krankheitsbildern

Rheumatische Krankheiten werden nach den zugrunde liegenden Störungen in vier HAUPTGRUPPEN unterteilt:

- Entzündlich rheumatische Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Kollagenosen und Vaskulitiden
- Degenerative (verschleißbedingte) rheumatische Erkrankungen wie Arthrose
- Krankheiten des Bewegungssystems durch Stoffwechselstörungen wie Osteoporose
- Rheumatische Schmerzkrankheiten („Weichteilrheumatismus“) wie Fibromyalgie

Die verschiedenen Kategorien sind erläutert auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh).


RHEUMATOLOGISCHE DIAGNOSTIK

Diagnostik

Früherkennung und rechtzeitige Behandlung sind entscheidend

Entscheidend für die Behandlung jeder rheumatischen Erkrankung ist die frühzeitige Erkennung. Je eher die richtige Diagnose gestellt wird, umso besser sind die Chancen auf eine möglichst wirksame Therapie und gute Perspektiven.

Eine gründliche Anamnese der Symptomatik des Verlaufs sowie eine eine umfassende körperliche Untersuchung sind die besten Voraussetzungen für eine passende Behandlung. 

Die engmaschige Zusammenarbeit, vor allem von Hausärzten, Orthopäden und Rheumatologen ist dabei von größter Bedeutung.

Rheuma-Check für entzündliches Rheuma und Rücken-Check für Bechterew

Mit dem Rheuma-Check haben wir den ersten wissenschaftlich geprüften Fragebogen zur Früherkennung des entzündlichen Rheumas entwickelt. In Zusammenarbeit mit der Charité haben wir außerdem den Rheuma-Rücken-Check, eine Version für den Morbus Bechterew, ins Netz gestellt.

Beide Verfahren ersetzen natürlich nicht die ärztliche Diagnostik, geben aber mit ersten Hinweisen auf eine persönliche Disposition oder Gefährdung eine wichtige Grundlage für die fachärztliche Untersuchung.


RHEUMATOLOGISCHE BEHANDLUNG

Behandlung

Die rechtzeitige Vorstellung beim Rheumatologen ist dringend empfohlen

Nur wenn Art und Ursache der Erkrankung richtig diagnostiziert sind, ist eine wirksame Therapie möglich. Darum sollten, bei Verdacht auf Rheuma, Fachärzte für Rheumatologie so früh wie möglich hinzugezogen werden. Denn die Behandlung erfordert in jedem Fall eine individuelle Planung der verschiedenen Maßnahmen.

Die effektive Behandlung rheumatischer Erkrankungen basiert meist auf medikamentösen Therapien. Bewegung ist förderlich. Eine gesunde Lebensweise und Ernährung sind wichtig, reichen allerdings in den meisten vielen Fällen nicht allein. Immer seltener sind operative Eingriffe nötig.

Physikalische, Physio- und Ergotherapie sind ergänzend wichtig unterstützen den Fortschritt des Therapieverlaufs. Eine passende Schmerztherapie dient bei entsprechenden Beeinträchtigungen als Basis auch für andere Anwendungen.

Arthrosen sind verschleissbedingte rheumatische Erkrankungen

Die Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder jedes Menschen unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess, der früher oder später zu „Abnutzungserscheinungen" führt. Zur Arthrose wird dies aber erst bei starkem Gelenkverschleiß, welcher durch verschiedene Faktoren begünstigt werden kann.

Arthrotische Gelenke sind in Ruhe meist nicht schmerzhaft. In fortgeschrittenen Stadien steht, neben einem dauernden Bewegungs- und Belastungsschmerz, die meist deutlich eingeschränkte Beweglichkeit des Gelenkes im Vordergrund.

Kälte wird oft als unangenehm, Wärme als angenehm empfunden. Längere Bewegung ohne Belastung – Schwimmen oder Radfahren – sind ein gutes Gelenktraining und führen seltener zu Beschwerden als Beanspruchungen wie Laufen.

Eine Arthritis ist eine entzündliche rheumatische Erkrankung

Die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen liegt nach heutigen Erkenntnissen eine Fehlleistung des Immunsystems zugrunde. Unfähig zwischen körpereigenen und körperfremden Strukturen zu unterscheiden, entwickelt der Körper Entzündungen an Gelenken oder auch an inneren Organen oder der Haut.

In der Soforttherapie versucht man mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden Mitteln die akute Symptomatik zu behandeln. In der Langzeittherapie wird dann mit anderen Mitteln der Entzündungsprozess nachhaltig gestoppt werden.

Ein Stillstand der Erkrankung ist in vielen Fällen rasch erreichbar

Die Rheumatologie hat gerade in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. Heute kann bei der Mehrzahl der Betroffenen ein weitgehender Stillstand der Erkrankung erreicht und eine Zerstörung der Gelenke verhindert werden. Ziel aller Anstrengungen ist ein schmerzfreies Leben und die volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.


KLINISCHE LEITLINIEN IN DER RHEUMATOLOGIE


Management der frühen rheumatoiden Arthritis

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat eine LEITLINIE zum Management der frühen rheumatoiden Arthritis herausgegeben. Sie wendet sich an alle betreuenden Ärzte, Therapeuten und beteiligten Fachkräfte. Und sie enthält eine Information für interessierte Patienten.


LINKS ZUM THEMA RHEUMA


Adressen mit weiterführenden Informationen

Auf der Website des Rheuma-Zentrums Rhein-Ruhr haben wir eine ÜBERSICHT der wichtigsten Links mit weiterführenden Informationen zu allen Aspekten rund um Rheuma zusammengestellt.  

 
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  • Zuletzt aktualisiert am 18.02.2016
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