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Pädagogisches Personal im Blick: Arbeitsmedizinische Studie des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf untersucht - gefördert durch das Familienministeriums Nordrhein-Westfalen - die aktuelle Lage in der Kindertagesbetreuung

Seit dem 8. Juni 2020 ist in NRW die Kindertagesbetreuung für alle Kinder wieder geöffnet, allerdings aufgrund der COVID-19 Pandemie unter umfangreichen infektionspräventiven Schutzmaßnahmen im Rahmen eines eingeschränkten Regelbetriebs. Die Wiedereröffnung der Kindertagesbetreuung unter den Corona-Sicherheitsauflagen ist für pädagogische Fachkräfte eine organisatorische und personelle Herausforderung. Unterstützt durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) führen wir daher eine arbeitsmedizinische Studie durch, um im Rahmen einer mehrmonatigen Untersuchung die besondere Arbeitssituation der Beschäftigten in Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt Düsseldorf in den Blick zu nehmen. In unserer Studie steht damit das Personal und deren Arbeitssituation in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung der Stadt Düsseldorf im Mittelpunkt. Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob und in wieweit die Arbeitsschutz- und Hygienemaßnahmen greifen oder gegebenenfalls ergänzt werden müssen und welche Auswirkungen sie auf die Arbeitsbedingungen, das Wohlbefinden und die Gesundheit der Beschäftigten haben. Diese Erkenntnisse sind besonders wichtig, da es aufgrund der Besonderheit der Situation kaum belastbare Daten gibt, die aber für gezielte Unterstützungsmaßnahmen benötigt werden.

Zur Infektionslage in der Kinderbetreuung: Das Kompetenznetz Public Health zu COVID-19 (www.public-health-covid19.de), ein Zusammenschluss von mehr als 1.000 Wissenschaftlern, fasst den wissenschaftlichen Kenntnisstand in einer aktuellen Handreichung wie folgt zusammen: Kinder scheinen seltener infiziert zu sein als Erwachsene, einen leichteren Krankheitsverlauf zu haben und selbst wenig Beitrag zur Ausbreitung des Coronavirus zu leisten. Ebenso scheint die Übertragung von Kindern auf Erwachsene generell eher selten zu sein. Allerdings ist aufgrund des engen Körperkontakts sowie der allgemeinen Betreuungsbedingungen pädagogisches Personal einem erhöhten Risiko für Infektionskrankheiten ausgesetzt. Daher sollten die bestehenden Schutzmaßnahmen umgesetzt und eingehalten werden, da zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend geklärt werden kann, ob und wie Kinder an der Ausbreitung des Coronavirus beteiligt sind.

Im Rahmen unserer arbeitsmedizinischen Studie sollen von Juni 2020 bis März 2021 KiTa-Personal sowie Beschäftigte in der Tagespflege in drei Phasen mehrfach befragt werden. Die Studie soll helfen, Informationen über die Wirkung und die Akzeptanz von Schutzmaßnahmen zu gewinnen, um zukünftig Arbeitsbedingungen zu verbessern und Belastungen abbauen zu können.

Sollten Sie Interesse an der Studie haben oder sollten Sie mehr Informationen benötigen, kontaktieren Sie bitte das Studienteam unter kitastudie@hhu.de.

 

 

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