Das Gehirn ist eines der komplexesten Systeme überhaupt und ein faszinierender Gegenstand von Forschung. Im Cécile und Oskar Vogt Institut für Hirnforschung beschäftigen wir uns mit der Frage nach den grundlegenden Organisations- prinzipien und Funktionen des menschlichen Gehirns, insbesondere der Hirnrinde und ihrer Abhängigkeit von verschiedenen inneren und äußeren Einflüssen. Wir arbeiten hier sehr eng mit dem Forschungszentrum Jülich zusammen (Institut für Neurowissenschaften und Medizin, INM-1).


Die Architektur der Verbindungen im menschlichen Gehirn untersuchen wir mit dem von uns entwickelten PLI (Polarized Light Imaging) mit bisher nicht erreichter Auflösung im Mikrometerbereich. Wir erstellen einen Atlas des menschlichen Gehirns anhand von architektonischen und funktionellen Kriterien und stellen die Karten der wissenschaftliche Gemeinschaft frei zur Verfügung (Julich-Brain Cytoarchitectonic Atlas Viewer, SPM Toolbox). Das dreidimensionale Hirnmodell "BigBrain" macht es erstmals möglich, in allen drei Ebenen des Raumes die komplizierte Struktur des Gehirns auf mikroskopischer Ebene zu sehen und zu verstehen (BigBrain).

Gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich sind wir am Human Brain Project beteiligt, einem der 2 Flagship-Projekte der FET Initiative der EU (http://www.humanbrainproject.eu).



Neu in "Science": der Julich-Brain Atlas

Jülich, 31. Juli 2020 - "Julich-Brain" heißt der erste 3D-Atlas des menschlichen Gehirns, der die Variabilität der Gehirnstruktur mit mikroskopischer Auflösung abbildet. Über 24.000 hauchdünne Hirnschnitte wurden dafür digitalisiert, in 3D zusammengesetzt und von Experten kartiert. Als Teil der neuen EBRAINS-Infrastruktur des europäischen Human Brain Projects dient der Atlas als „Interface“, um Informationen über das Gehirn räumlich präzise zu verknüpfen. Jülicher und Düsseldorfer Forscher unter der Leitung von Prof. Katrin Amunts haben den neuen Gehirnatlas nun in der renommierten Fachzeitschrift Science vorgestellt.


Die Bewerbungsphase für das WiSe 2020/2021 ist offen!

Vom 15. Mai bis einschließlich 20. August 2020 können Bewerbungen für unseren Masterstudiengang Translational Neuroscience über das Online-Portal auf der studiengangseigenen Homepage eingereicht werden.

 


Nachruf Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. Karl Zilles

Wir trauern um unseren lieben Freund, ehemaligen Direktor und hochgeschätzten Kollegen, Professor Emeritus Karl Zilles. Er leitete lange das C. und O. Vogt Institut für Hirnforschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und war damit der zweite Institutsleiter nach den beiden Namensgebern, deren große Tradition er zu neuem Leben erweckte.

zum vollständigen Nachruf

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