Forschungsschwerpunkte

Die AG Vergleichende Neurobiologie und Evolutionsforschung interessiert sich für die Unterschiede zwischen den Gehirnen bei Wild- und Haustieren und deren Leistung im Rahmen ethologischer, lernpsychologischer und kognitiver Fragestellungen. Dabei wird die wechselseitige Beziehung von Hirnbau und Verhalten auf dem Hintergrund einer Hypothese untersucht, wonach die evolutionäre Entwicklung einen Anpassungsprozeß darstellt (Adaptations-Hypothese), der auf genetischer Determination und Lernvorgängen beruht. Unsere Untersuchungen vergleichen den quantitativ erfassbaren Hirnbau bei Wild- und Haustieren mit verschiedenen Lebensweisen und greifen hier zur Zeit vornehmlich auf die Brieftaube als Tiermodell zurück. Deren Navigationsleistung ist das Ergebnis einer entsprechenden Selektion und unsere Untersuchungen konnten bisher zeigen, wie sich das Navigationsvermögen im Hirnbau widerspiegelt und inwiefern es sich durch Lernvorgänge modifizieren lässt. Aktuell gilt unser Interesse den molekularbiologischen Mechanismen, die dem Navigationslernen zugrunde liegen.

Ein zweites Standbein unserer Forschung befasst sich mit der Weiterentwicklung der Evolutionstheorie seit Darwin und dem Einfluß der Geistesgeschichte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf evolutionäres Denken.

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