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Funktionelle und Vaskuläre Bildgebung

Der wissenschaftliche Schwerpunkt der AG im Bereich vaskulärer Bildgebung liegt in der Erforschung und klinischen Evaluation vorwiegend kontrastmittelfreier MR-Angiographie-Techniken sowie unterschiedlicher Algorithmen der Dosisreduktion bei CT-Angiographien (Kooperation mit der AG Computertomographie und Dosis (PD Dr. Kröpil)).

Eine aktuelle Studie untersucht den Stellenwert der kontrastmittelfreien QISS-MRA (Quiescent-Interval Single-Shot) zur Gefäßdarstellung der Becken-Bein-Arterien bei pAVK-Patienten im Vergleich zur kontrastmittelgestützten MRA und zur DSA. Im Rahmen weiterer Studien ist geplant, den Stellenwert einer modifizierten kontrastmittelfreien bSSFP MRA (NATIVE TrueFISP) zur Darstellung der Nierenarterien und Planung einer renalen Denervation zu untersuchen. Die kontrastmittelfreien MRA-Techniken werden in enger Kooperation mit der Sequenzentwicklung der Siemens AG, Medical Sector durchgeführt.

In Kooperation mit AG Computertomographie und Dosis wird der Einfluss unterschiedlicher  Dosisreduktionsalgorithmen (z.B. CARE KV, X CARE) sowie iterativer Bildrekonstruktionen auf die Bildqualität von CT-Angiographien (z.B. der hirnversorgenden Arterien oder der Aorta) erforscht.

Im Bereich der funktionellen MR-Bildgebung kommen auch vorwiegend kontrastmittelfreie Untersuchungssequenzen zur Darstellung.

Einen Schwerpunkt bildet die funktionelle Untersuchung von Nieren und Transplantatnieren mittels Diffusionswichtung (DWI) mit höheren mathematischen Modellen sowie Arterial Spin Labeling (ASL) Perfusionsbildgebung. Diese Untersuchungstechniken werden im Rahmen mehrerer Studien auch zur funktionellen onkologischen Bildgebung eingesetzt.

In einer aktuellen Studie werden unterschiedliche DWI-Modelle und die ASL Perfusion hinsichtlich Ihrer diagnostischen Genauigkeit zur Differenzierung renaler Tumore eingesetzt.

Auch sind Studien zur frühen Evaluation eines Therapieansprechens unter neoadjuvanter Chemotherapie oder einer Therapie mit Angiogenese-Inhibitoren bei Patienten mit Kolon-/Rektumkarzinom oder metastasiertem Nierenzellkarzinom geplant.

In Zusammenarbeit mit der AG Medizinphysik (PD Dr. Wittsack) werden unterschiedliche Kontrastmittel für CEST (Chemical Exchange Saturation Transfer) Bildgebung zunächst in vitro bei 3T untersucht.

Zudem wird in Kürze ein zweiter HF-Kanal am 3T-MRT eingerichtet, sodass das Spektrum der Arbeitsgruppe künftig um die Möglichkeit der Natrium (Na-) oder auch Fluor (F-) Bildgebung erweitert wird.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung. 

Mitarbeiter der Arbeitsgruppe

Funktionelle und Vaskuläre Bildgebung

Prof. Dr. rer. nat. Hans-Jörg Wittsack

Leiter Medizinische Physik
Physiker

Funktionelle und Vaskuläre Bildgebung

PD Dr. med. Joel Aissa

Oberarzt
Facharzt für Radiologie, Kinderradiologe

Funktionelle und Vaskuläre Bildgebung

Dr. med. Alexandra Ljimani

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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