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Pilotierung eines Standardverfahrens zur Ergänzung der Schuleingangsuntersuchung zur Nutzung kommunaler Prävention

PRÄVPIKO

Hintergrund

Angebote der Prävention und Gesundheitsförderung werden von sozioökonomisch benachteiligten Familien und ihren Kindern weniger genutzt als von solchen der mittleren oder hohen Statusgruppen. 

Hinweise, in welchem Umfang Angebote der Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder genutzt werden, warum sie nicht genutzt werden, was Eltern sich wünschen und ob sich diesbezüglich soziale Unterschiede zeigen, sind sinnvoll zu untersuchen. Demnach können Kommunen bei der Priorisierung, Planung und Evaluation von Angeboten, diese Hinweise umsetzen. Mit anderen Worten: Kommen Angebote dort an, wo sie benötigt werden, warum nicht und was wäre erforderlich?

Um diese Fragen zu beantworten, könnten Kommunen die Schuleingangsuntersuchung (SEU) nutzen. Sie eignet sich grundsätzlich gut für Zusatzbefragungen, weil sie durch ihren verpflichtenden Charakter Familien aus allen sozialen Lagen einschließt und damit auch solche, die normalerweise für die Public Health-Forschung und Evaluation schwer erreichbar sind.

Ziel

Im Rahmen der Pilotstudie PRÄVPIKO (Pilotierung eines Standardverfahrens zur Ergänzung der Schuleingangsuntersuchung zur Nutzung kommunaler Prävention) soll ein niedrigschwelliges Verfahren entwickelt und getestet werden, wie Kommunen die Nutzung ausgewählter kommunaler Präventionsangebote im Rahmen der SEU selbstständig erheben können. Die Pilotstudie soll in vier Kommunen durchgeführt werden, die bereits an Projekten zum Auf- und Ausbau kommunaler Präventionsnetzwerke in NRW (getragen durch das LVR-Landesjugendamt Rheinland) und Niedersachsen (getragen durch die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.) teilnehmen. Die Erhebungsmethode wird in enger Absprache mit der jeweiligen Kommune entwickelt und in die SEU eingefügt.

Arbeitsplan

Der Arbeitsplan umfasst unter anderem folgende Arbeitspakete:

Im Rahmen einer Expertenbefragung wird die grundsätzliche Machbarkeit eines Kurz-Erhebungsverfahrens bei der SEU herausgearbeitet. Hier sind praktische, politische, datenschutztechnische und weitere Aspekte zu erwägen.

Auf dieser Basis wird mit vier Pilotkommunen eine möglichst niedrigschwellige Methode entworfen, um die Eltern bei der SEU zur Präventionsnutzung zu befragen. Die in den Kommunen beteiligten Fachleute werden nach der Umsetzung der Erhebung vor Ort befragt, um Schlussfolgerungen zur Machbarkeit eines Standardverfahrens bei der SEU zu ziehen.

Das wissenschaftliche Konzept wird vom Institut für Medizinische Soziologie entwickelt und durchgeführt, während das LVR-Landesjugendamt Rheinland (Andreas Hopmann; andreas.hopmann@lvr.de), das LWL-Landesjugendamt Westfalen (Sandra Dezort, sandra.dezort@lwl.org) und die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen (Dr. Antje Richter-Kornweitz; antje.richter@gesundheit-nds.de) beratend zur Seite stehen und die Kontakte zu den Kommunen herstellen.

Andreas Hopmann
LVR-Landesjugendamt Rheinland
Tel 0221 / 809 - 4020
andreas.hopmann@lvr.de

Sandra Dezort
LWL-Landesjugendamt Westfalen
Servicestelle Gelingendes Aufwachsen - Netzwerke für Kinder
Tel 0251 / 591 - 3416
sandra.dezort@lwl.org

Dr. Antje Richter-Kornweitz
Programmleitung Präventionsketten Niedersachsen: Gesund aufwachsen für alle Kinder!
Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V.
Tel 0511 / 388 11 89 - 33
antje.richter@gesundheit-nds.de

Die Studie wird gefördert von der Auridis Stiftung gGmbH.

 

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