Geschlechtersensible Prävention und Gesundheitsförderung: Von der Beschreibung zur Intervention

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Beschreibung

Bereits im Alter von zehn Jahren unterscheiden sich Jungen und Mädchen deutlich in ihrem Gesundheitsverhalten, ihrer Entwicklung und ihrer Gesundheit. Dennoch sind bislang viele wichtige Fragen offen: Welche geschlechtersensiblen Präventionsangebote für Kinder gibt es? Wie werden diese von Jungen und Mädchen genutzt? Wie könnte geschlechtersensible Prävention beispielsweise in Kindergarten und Schule umgesetzt werden? Um diese Fragen beantworten zu können, ist ein Austausch von Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen notwendig. Darüber hinaus werden Personen einbezogen, die in der Praxis in der Prävention mit Jungen und Mädchen arbeiten. Ziel der Studie ist es, Empfehlungen für geschlechtersensible Prävention für Jungen und Mädchen bis zehn Jahre zu entwickeln. 

Arbeitsplan

Hierzu forschen die Universität Düsseldorf und die Deutsche Sporthochschule Köln gemeinsam unter Anwendung eines Mixed Method Designs. In einem ersten Schritt wird untersucht, welche Präventionsangebote Jungen und Mädchen in verschiedenen sozialen Lebenslagen nutzen. Dazu werden mittels Sekundärdatenanalyse die Datensätze von zwei Studien mit Kindern ausgewertet. Darüber hinaus wird eine Literaturrecherche durchgeführt. Diese dient dazu, erste Konzepte und Modelle guter Praxis der geschlechtersensiblen Prävention für Kinder zu identifizieren. Die Ergebnisse von Sekundärdatenanalyse und Literaturrecherche werden in einem Expertenworkshop ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen vorgestellt. Im Rahmen dieses Workshops werden erste Empfehlungen formuliert. In anschließenden Fokusgruppen beurteilen Personen, die im Kontext der Prävention mit Jungen und Mädchen arbeiten, diese Empfehlungen. Basierend auf diesen Ergebnissen werden die Empfehlungen überarbeitet. Schließlich werden die finalen Empfehlungen in einem weiteren Workshop allen Beteiligten präsentiert.

Ergebnisverwertung

Derzeit ist völlig unklar, ob geschlechtergerechte Prävention und Gesundheitsförderung für Jungen und Mädchen im ersten Lebensjahrzehnt einen Nutzen hat und wie sie konzipiert werden sollte. Das Vorhaben soll dazu beitragen, evidenzbasiert – und vor allem dort wo nötig - zielgruppenspezifische Ansätze zu entwickeln und die Gesundheit der Jungen und Mädchen bedarfsgerecht zu fördern. Das Netzwerk von Expertinnen und Experten kann eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Netzwerken der Männer- und Frauengesundheit sein, die sich bisher auf Jugend- und Erwachsenenalter fokussieren.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert.

Expertenworkshop am Mittwoch, 17. Juli von 11.00 Uhr-16.00 Uhr im Haus der Universität in Düsseldorf.

Mit wissenschaftlichen Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen (z.B. Sportwissenschaft, Pädagogik, Psychologie, Genderforschung) sollen im Rahmen eines Workshops erste Empfehlungen für die Entwicklung von geschlechtersensibler Prävention und Gesundheitsförderung von Jungen und Mädchen entwickelt werden.

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