FAQ und Hinweise zum Corona-Virus für Schwangere, Stillende und Säuglinge

Die Geburt eines Kindes ist ein ganz besonderer Moment, der von Vorfreude geprägt sein sollte. Die aktuelle Situation durch das neuartige Corona-Virus (SARS-CoV-2/COVID-19) wirft aber bei vielen Schwangeren und Stillenden Fragen auf und sorgt für Unsicherheiten.

Auf dieser Seite haben wir Ihnen daher alle wichtigen Informationen zusammengefasst und die häufigsten Fragen beantwortet. Wir hoffen, Ihnen somit einen Teil dieser Sorgen nehmen zu können.

Eingeschränkte Besuchszeiten für Wöchnerinnenstation – auch für Väter

Ab Montag, 25. Mai 2020, gelten auf dem gesamten Gelände des Universitätsklinikums Düsseldorf eingeschränkte Besuchsregeln. Ausnahmen sind im Einzelfall möglich und müssen von der Klinikdirektion genehmigt werden.


Was muss ich rund um das Thema Corona beachten, wenn ich am UKD entbinden möchte?

Uns erreichen viele Fragen rund um das Thema "Corona und Schwangerschaft/Geburt". Einige der häufigsten Fragen haben wir Ihnen hier beantwortet.

Kann ich am UKD weiterhin entbinden?

Selbstverständlich kann man im Kreißsaal des Universitätsklinikum Düsseldorf ganz normal weiter entbinden - sowohl mit Spontangeburt als auch mit einem Kaiserschnitt.

Zur Geburt sollten Sie sich möglichst zwischen der 32. und 36. Schwangerschaftswoche anmelden - bei Risikoschwangerschaften auch eher.

Vereinbaren Sie für die Anmeldung einen Termin mit uns:

Tel.: +49 (0)211 81-19803
Mo bis Fr von 9-16 Uhr

Komme ich am UKD in Kontakt mit Corona-Patienten?

Behandlung von Corona-Patienten am UKD

Die mit dem Coronavirus infizierten Patienten am UKD werden entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) getrennt von der normalen Patientenversorgung isoliert und behandelt. Auf die Versorgung der übrigen Patienten und die Blutspende hat die Behandlung daher keine Auswirkung, sie ist sicher.

Das Personal der Uniklinik Düsseldorf ist im Umgang mit Patienten mit Infektionskrankheiten sehr gut geschult und verfügt, wie andere Krankenhäuser auch, über entsprechend der Schutzstufe angepasste Unterbringungsmöglichkeiten.

Darf der Vater meines Kindes bei der Geburt dabei sein?

Angesichts der aktuellen Situation müssen wir die Besucherregelung in unserer geburtshilflichen Abteilung anpassen.

Ein gesunder Partner (keine Symptome, keine Kontaktperson / nachweislich keine zurückliegende Reise aus Risikogebieten) darf bei der Geburt im Kreissaal noch anwesend sein. Dies muss aber unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen geschehen und kann von Fall zu Fall unterschiedlich entschieden werden. Diese Regelung kann jederzeit aufgrund tagesaktueller Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts geändert werden.

Darf der Vater meines Kindes mich auf der Wochenbettstation besuchen?

Unser oberstes Gebot ist immer der Schutz der uns anvertrauten Patientinnen sowie unseres ärztlichen Teams, des Pflegepersonals, der Hebammen und allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der Wochenbettstation und der gesamten Frauenklinik. Unser absolutes Ziel ist es, dass wir auch bei steigenden Infektionsraten der neuartigen Corona-Infektion eine angemessene Betreuung der Schwangeren sicherstellen können.

Gemäß der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW können Patientinnen nach der Geburt seit Montag, 25. Mai 2020 wieder Besuch in der Klinik empfangen. Aufgrund des Infektionsrisikos, der hohen Sensibilität von Neugeborenen und zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bittet die UKD-Geburtshilfe aber darum, dass ausschließlich die Väter in die Klinik kommen und auf weiteren Besuch von Familienmitgliedern und Freunden weiterhin verzichtet wird. Ein Besuch ist zwischen 13:00 und 14:30 Uhr möglich, der Zugang zur Frauenklinik erfolgt über einen Kontrollpunkt am Haupteingang, wo jeder Besucher und jede Begleitung eine Besucherkarte zu seinem Gesundheitsstand ausfüllen muss. Auf den Stationen wird darüber hinaus ein Besuchsregister geführt. Sie können die Besucherkarte auch bereits im Vorfeld hier downloaden, ausdrucken und ausfüllen. Bitte melden Sie sich dennoch am Kontrollpunkt.

Im gesamten Gebäude herrscht Maskenpflicht.

Darf ich generell Besuch auf der Wochenbettstation erhalten?

Aufgrund des Infektionsrisikos, der hohen Sensibilität von Neugeborenen und zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bittet die UKD-Geburtshilfe darum, dass ausschließlich die Väter in die Klinik kommen und auf weiteren Besuch von Familienmitgliedern und Freunden weiterhin verzichtet wird.

Darf der Vater meines Kindes mit zu den Vorbesprechungsterminen kommen?

Zu den Voruntersuchung und ambulanten Terminen kann wieder eine Begleitperson mitkommen. Auch hier bittet die UKD-Geburtshilfe darum, dass sich die Begleitungen (wenn möglich) auf die zukünftigen Väter beschränken. Abstandsregeln müssen auch in den Ambulanzen und Behandlungsräumen eingehalten werden – nicht immer ist es daher möglich, dass Begleitpersonen in den Wartebereichen der Ambulanzen warten können oder mit in die Behandlungszimmer können. Wir bitten daher um Verständnis, wenn in Einzelfällen die Begleitpersonen gebeten werden, draußen auf ihre Partnerinnen zu warten. Wenn möglich raten wir weiterhin dazu, auf Begleitpersonen generell zu verzichten.

Dürfen Geschwisterkinder mit zu den Vorbesprechungsterminen?

Nein, aufgrund des erhöhten Infektionsrisikos und zum Schutz unserer Patientinnen und unseres Teams, ist das auch weiterhin nicht möglich.

Kann ich bei einer bestätigten/vermuteten Corona-Infektion am UKD entbinden?

Natürlich sind wir weiterhin bei der Geburt für Sie da, auch bei einer bestätigten Corona-Infektion.

Wichtig: Bei einer bestätigten oder vermuteten Corona-Infektion rufen Sie bitte unbedingt vorher unter (0211) 81-19830 (Kreißsaal) an.

Muss ich während der Geburt einen Mundschutz tragen?

An oberster Stelle der UKD-Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe steht immer das Wohlbefinden und die Sicherheit der Mutter - und dann natürlich des Neugeborenen – sowie unserer Mitarbeiter. Solange es daher nicht massiv beeinträchtigt, ist das Tragen einer medizinischen Maske im UKD-Kreissaal geboten - also das Tragen einer sogenannten OP-Maske.

Sollte das Tragen einer Maske für die Gebärende aus medizinischen Gründen nicht möglich sein, kann natürlich auf das Tragen der Maske im Kreißsaal verzichtet und eine Alternativlösung gefunden werden. Das ist aber eine Ausnahme, die im Individualfall vor Ort entschieden wird. Bitte wenden Sie sich daher an das behandelnde/Sie betreuende Team.

Uns ist es wichtig, dass sich Patientinnen auch in diesen besonderen Zeiten bei uns wohlfühlen, wir aber gleichzeitig einen hohen Sicherheitsstandard für Sie, Ihr Baby und auch für unser Personal bieten können. In jeder Entscheidung finden wir hier eine Lösung, die beide Aspekte abdeckt.


Ab sofort bieten wir die Kreißsaalführungen als Online-Webinar an

Liebe werdende Mütter und Väter,
liebe Interessenten unseres Infoabends und der Kreißsaalführung!

Aufgrund der aktuellen Entwicklung finden die Infoabende zu Ihrem Schutz und zum Schutz unserer Patientinnen nicht vor Ort in der Klinik statt.

Dennoch wollen wir Ihnen einen Eindruck über unsere Klinik geben.

Dies tun wir in einem Online Webinar, an dem Sie kostenlos über das Internet teilnehmen können.

Termine: jeden Dienstag um 18 Uhr

Bitte melden Sie sich unter folgendem Link an:

https://attendee.gotowebinar.com/rt/6367140302064240651

Sie erhalten eine Bestätigungsemail.
Das Passwort für die Veranstaltung erhalten Sie eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn ebenfalls per Mail.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Wir freuen uns auf Sie.

Gerne laden wir Sie außerdem zu einer virtuellen Kreißsaalführung an dieser Stelle ein:
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere
Corona-Informationen für Schwangere

Die Geburt eines Kindes ist ein großes Ereignis im Leben einer Familie. Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Düsseldorf möchte Sie durch diese aufregende Zeit begleiten – auf höchstem medizinischen Niveau und in geborgener Atmosphäre.

Hier finden Sie unsere virtuelle Kreißsaalführung als Download.


Generelle Fragen zu Corona bei Schwangerschaft, Stillen und Neugeborenen

Zusätzlich zu den ganz speziellen Fragen zur Entbindung am UKD, herrscht auch eine große allgemeine Verunsicherung. Im folgenden haben wir Ihnen daher einige allgemeine Fragen und Antworten zum Coronavirus und Schwangerschaft/Stillen zusammengestellt.

Die folgenden Fragen und Antworten über die spezifischen Risiken der COVID-19-Virusinfektion stammen aus einer Veröffentlichung des German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG), welches den Berufsverband der Frauenärzte e.V (BVF) und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.  (DGGG) vereint.

Sie finden die Originalveröffentlichung hier.

Bin ich als Schwangere durch das Corona-Virus gefährdeter als andere Frauen?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es international keinen Hinweis, dass Schwangere durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. Es wird erwartet, dass die große Mehrheit der schwangeren Frauen nur leichte oder mittelschwere Symptome, ähnlich einer Erkältung beziehungsweise Grippe aufweist. Schwerwiegendere Symptome wie Lungenentzündung scheinen bei älteren Menschen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Langzeiterkrankungen häufiger zu sein. Wenn eine bereits vor der Schwangerschaft bestehende Herz- oder Lungenerkrankung vorliegt, könnten eher Komplikationen bei Atemwegsinfektion wie bei der Coronavirusinfektion eintreten.

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf mein Baby, wenn bei mir eine Infektion diagnostiziert wird?

Da es sich um ein sehr neues Virus handelt, fangen wir gerade erst an, etwas darüber zu lernen. Es gibt keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann (dies wird als vertikale Übertragung bezeichnet). Es wird daher als unwahrscheinlich angesehen, dass das Virus beim Fetus zu Anomalien führt. Bislang wurde international nur über 20 Schwangerschaften berichtet, alle fanden in China statt. In keinem Fall war ein Neugeborenes infiziert. Es wurden keine Auffälligkeiten bei Mutter und Kind berichtet.

Was kann ich tun, um das Risiko zu verringern?

Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Hände regelmäßig und effektiv waschen, sobald Sie von öffentlichen Orten nach Hause oder an den Arbeitsplatz kommen. Vermeiden Sie unbedingt den Kontakt mit allen Personen, auch der Familie, wenn die Symptome einer Erkältungskrankheit oder Fieber aufweisen. Hier finden Sie nützliche Tipps, wie Sie das Infektionsrisiko am besten reduzieren können:

Was gilt, wenn ich engen Kontakt zu Personen hatten, die auf COVID-19 positiv getestet wurden?

Eine Corona-Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost wurde berichtet. Wenden Sie sich telefonisch an Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt. Durch diese/n werden Sie über alle weiteren Maßnahmen aufgeklärt. Wenden Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen telefonisch an Ihr zuständiges Gesundheitsamt (dieses können Sie hier ermitteln: tools.rki.de/plztool/), oder rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117. Aktuell sind noch keine Behandlungsmöglichkeiten oder Impfungen bekannt. Die Diagnose wird mit einem Abstrichbefund aus dem Mund- und Rachenbereich gestellt.

Was soll ich tun, wenn ich positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

Wenn Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sollten Sie sich telefonisch an Ihre/n Frauenärztin/-arzt wenden, um auf Ihre Diagnose aufmerksam zu machen. Wenn Sie keine oder leichte Symptome haben und keine Risikofaktoren für Komplikationen bei Ihnen oder weiteren Personen im Haushalt vorliegen (z. B. relevante chronische Grunderkrankungen), können Sie sich unter Betreuung durch einen behandelnden Arzt zu Hause zu erholen. Wenn Sie schwerere Symptome haben, werden Sie möglicherweise in einem Krankenhaus behandelt.

Wann sollte ich isoliert werden?

Eine Isolation wird empfohlen, wenn:

  • Sie mit jemandem in Kontakt gekommen sind, der an einer Coronavirusinfektion leidet
  • Sie ein bestimmtes Gebiet oder Land besucht haben, in denen COVID-19-Fälle vorkommen oder das als Risikogebiet ausgewiesen wurde
  • Sie Symptome haben, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen, und darauf warten, getestet zu werden oder auf Ihre Ergebnisse
  • Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden und es Ihnen empfohlen wurde, sich zu Hause zu erholen.
Kriterien zur Aufhebung von Isolierungsmaßnahmen und zur Entlassung aus dem Krankenhaus

Nach aktuellem Wissensstand ist eine Entisolierung zu Hause bzw. Entlassung aus der Klinik frühestens 10 Tage nach Symptombeginn und Erfüllung ALLER folgender Kriterien vertretbar:

  • Fieberfreiheit seit mind. 48 Stunden
  • Symptomfreiheit seit mind. 24 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung
  • 2 negative SARS-CoV-2-PCR-Untersuchungen im Abstand von 24 Stunden gewonnen aus Mund-Rachen-Abstrichen.
Was soll ich tun, wenn ich aufgefordert werde, mich selbst zu isolieren?

Schwangere, denen geraten wurde, sich selbst zu isolieren, sollten im Haus bleiben und 14 Tage lang den Kontakt mit anderen vermeiden. Das RKI gibt hierzu dezidierte Empfehlungen https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html.

Konkret bedeutet das:

  • nicht zur Schule oder zur Arbeit oder in öffentliche Bereiche zu gehen
  • keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen – bleiben Sie zu Hause und erlauben Sie keine Besuche
  • lüften Sie die Räume, in denen sie sich befinden
  • trennen Sie sich so weit wie möglich von anderen Personen im Haushalt, indem Sie ihre eigenen Handtücher, Geschirr und Utensilien verwenden und zu unterschiedlichen Zeiten essen
  • bitten Sie Freunde und Familie oder nutzen Sie Lieferservices, um Besorgungen für Sie zu erledigen. Die Übergabe sollte dann ohne direkten Kontakt erfolgen.
Kann ich trotzdem an meinen vorgeburtlichen Terminen teilnehmen, wenn ich mich selbst isoliert habe?

Sie sollten sich an Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt wenden, um sie/ihn darüber zu informieren, dass Sie sich derzeit in Selbstisolierung für eine mögliche beziehungsweise bestätigte Coronavirus-Infektion befinden. Es ist wahrscheinlich, dass routinemäßige vorgeburtliche Termine ohne Schaden für Sie oder Ihr Kind herauszögert werden, bis die Isolation endet.

Wenn Ihre Hebamme oder Ihr Arzt darauf hinweist, dass Ihr Termin nicht warten kann, werden die erforderlichen Vorkehrungen getroffen, damit Sie den Termin wahrnehmen können.

Was mache ich, wenn ich mich unwohl fühle oder mir während der Selbstisolation Sorgen um mein Baby mache?

Ihr ambulant betreuender Arzt und das zuständige Gesundheitsamt sollten gemeinsam mit Ihnen und ggf. Ihrer Betreuungsperson das Vorgehen im Falle einer notfallmäßigen bzw. außerhalb der üblichen Erreichbarkeiten eintretenden Zustandsverschlechterung im Vorhinein festlegen. Das Vorgehen sollte sowohl das aufnehmende Krankenhaus, die mitzuführenden Unterlagen als auch das geeignete Transportmittel dorthin umfassen. Schwangeren wird empfohlen, keine allgemeinen Sprechstunden oder Kliniken zu besuchen, es sei denn, sie benötigen dringend eine medizinische Versorgung. Wenn Sie während Ihrer Selbstisolationsphase Bedenken hinsichtlich des Wohlbefindens Ihrer selbst oder Ihres ungeborenen Kindes haben, wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin. Wenn dort die Aufnahme in ein Krankenhaus empfohlen wird, werden schwangere Frauen gebeten, mit privaten Verkehrsmitteln zu reisen oder einen Krankenhaustransport zu arrangieren und vor dem Betreten des Krankenhauses die Klinik telefonisch zu benachrichtigen.

Wird sich die Selbstisolierung aufgrund einer vermuteten oder bestätigten Infektion mit COVID-19 darauf auswirken, wo ich gebäre?

Als Vorsichtsmaßnahme wird schwangeren Frauen mit Verdacht auf oder bestätigter Coronavirus-Infektion bei Wehen empfohlen, zur Geburt eine Klinik aufzusuchen, in der das Baby kontinuierlich elektronisch überwacht und der Sauerstoffgehalt stündlich geprüft werden kann. Die kontinuierliche Überwachung des Fetus dient dazu, zu überprüfen, wie Ihr Baby auf Wehen reagiert. Da eine kontinuierliche Überwachung des Fetus nur in einer geburtshilflichen Abteilung stattfinden kann, in der Ärzte und Hebammen anwesend sind, wird nicht empfohlen, zu Hause oder in einem Geburtshaus zu gebären, in dem nur Hebammen anwesend sind.

Könnte ich meinem Baby das Coronavirus übertragen?

Da es sich um ein neues Virus handelt, gibt es nur begrenzte Hinweise auf die Behandlung der Coronavirus-Infektion bei Frauen, die gerade geboren haben. Es gibt jedoch keine Berichte darüber, dass Frauen, bei denen im dritten Schwangerschaftstrimester eine Coronavirus-Infektion diagnostiziert wurde, das Virus im Mutterleib an ihre Babys weitergegeben haben. Die Datenbasis ist hier sehr gering; Bei 20 Fällen wurde bei den Neugeborenen kein Virus nachgewiesen. Alle Infektionen sind im 3. Trimenon erfolgt.

Wird mein Baby auf Coronavirus getestet?

Ja, wenn zum Zeitpunkt der Geburt Ihres Babys ein Coronavirus bei Ihnen vermutet oder bestätigt wurde, wird Ihr Baby auf Coronavirus getestet.

Kann ich bei meinem Baby bleiben, wenn das Coronavirus bei mir vermutet oder bestätigt wird?

Ja, wenn das Ihr Wunsch ist. Vorausgesetzt, Ihrem Baby geht es gut und es muss nicht in der Neugeborenenstation gepflegt werden. Eine Diskussion über die Risiken und Vorteile sollte zwischen Ihnen, Ihrer Familie und den Ärztinnen bzw. Ärzten, die sich um Ihr Baby kümmern, stattfinden. Diese Empfehlung kann sich ändern, wenn sich das Wissen über das neue Virus weiterentwickelt.

Kann ich mein Baby stillen?

Ja. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass das Virus über die Muttermilch übertragen werden kann. Daher wird davon ausgegangen, dass die anerkannten Vorteile des Stillens die potenziellen Risiken einer Übertragung des Coronavirus überwiegen. Infizierte Mütter oder Verdachtsfälle sollten beim Stillen durch Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Kind und durch das Tragen eines Mundschutzes eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion verhindern. Diese Empfehlung kann sich ändern, wenn sich das Wissen über das neue Virus weiterentwickelt.

Wenn Sie Ihr Baby stillen möchten, werden die folgenden Vorsichtsmaßnahmen empfohlen:
  • Waschen Sie Ihre Hände ausreichend lang, bevor Sie Ihr Baby, die Milchpumpe oder die Flasche berühren
  • tragen Sie eine Gesichtsmaske zum Füttern an der Brust
  • befolgen Sie nach jedem Gebrauch die Empfehlungen zur Pumpenreinigung
  • wenn Sie Ihr Baby mit Milchnahrung oder Milch füttern möchten, wird empfohlen, die Sterilisationsrichtlinien strikt einzuhalten
  • wenn Sie im Krankenhaus Muttermilch abpumpen, sollte eine spezielle Pumpe verwendet werden.

Ist eine Mutter nicht in der Lage, ihr Kind zu stillen, kann die Muttermilch auch abgepumpt werden und über eine weitere Person an den Säugling verfüttert werden. Auch hierbei sollte auf die Hygiene geachtet und Pumpe sowie Fläschchen nach dem Gebrauch sterilisiert werden.

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