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Endoskopie (ENID)

OA Prof. Dr. med. Stephan vom Dahl
FOÄ Dr. med. Natalia Qvartskhava

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Endoskopie



Die Endoskopieabteilung der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie ist ein modernes, endoskopisches Zentrum, das alle etablierten Verfahren der gegenwärtigen Endoskopie anbietet und in hoher Zahl (mehr als 10.000 Untersuchungen pro Jahr) durchführt. Hierzu gehören neben der konventionellen Gastroskopie und Koloskopie unter anderem auch die erweiterte Untersuchung des Dünndarms mittels Doppelballonendoskop bzw. Kapsel-Endoskopie oder die Untersuchung der Gallenwege und des Pankreasganges mittels endoskopischer retrograder Cholangio-Pankreaticographie (ERCP).

Eine vollständige Liste der an der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie durchgeführten diagnostischen und therapeutischen Verfahren befindet sich im Anschluss an den Text. Hierbei werden sowohl ambulante als auch stationäre Patienten - insbesondere auch Kleinkinder und Säuglinge - untersucht und wenn erforderlich endoskopisch behandelt.

Um auch in Notfallsituationen die endoskopische Versorgung zu gewährleisten, steht außerhalb der Regelarbeitszeit an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr ein endoskopischer Rufdienst zur Verfügung, der alle diagnostischen und therapeutischen Notfallendoskopien durchführen kann (z.B. Blutstillung bei akuten Blutungen im Magen-/ Darmtrakt).

Das breite Spektrum der endoskopisch durchgeführten Untersuchungen und Behandlungen setzt die bestehende und gut etablierte enge Zusammenarbeit mit allen anderen Fachdisziplinen des Universitätsklinikums voraus, insbesondere der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, um eine optimale Versorgung unserer Patienten zu erzielen.

Was ist Endoskopie?

Endoskopie (Magenspiegelung, Darmspiegelung, Gallengangspiegelung) bedeutet das Betrachten der Organe von innen. Mittels Endoskopen, eines flexiblen, schlauchartigen Instruments mit einer Lichtquelle und Optik, die über den Mund oder den After eingeführt werden, können die Schleimhäute von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm und Dickdarm genau betrachtet werden. Dadurch können krankhafte Schleimhautveränderungen wie Entzündungen, Geschwüre, gutartige und bösartige Neubildungen und Blutungsquellen entdeckt werden.

Über das Endoskop können Gewebeproben entnommen werden, die dann unter dem Mikroskop von Pathologen untersucht werden können. Diese Auswertung dauert in der Regel 3 bis 5 Tage. Darüber hinaus können über das Endoskop unter anderem folgende Eingriffe erfolgen:

  • die Stillung von Blutungen und Behandlung möglicher Blutungsquellen im Bereich des Magen-/ Darmtraktes
  • die Aufdehnung und Überbrückung von Engstellen im Bereich des Magen-/ Darmtraktes wie auch im Bereich der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsenganges

  • die Anlage von Ernährungssonden in Magen oder Dünndarm
  • unter bestimmten Voraussetzungen die Abtragung von Geschwulsten aus dem Magen-/ Darmtrakt

Kombiniert man ein Ultraschall mit einem Endoskop, so erhält man ein Gerät, das von innen, in unmittelbarer Nähe der Organe, ein hochauflösendes Ultraschallbild anliegender Strukturen erzeugt. Mit diesem Verfahren lassen sich nicht nur die Schleimhautveränderungen (z.B. Verdickungen) und raumfordernde Prozesse (z.B. Zysten oder bösartige Tumoren) besser abgrenzen, sondern auch Material zur Untersuchung durch die Pathologen gezielt gewinnen. 

Endoskopische Untersuchungen und Eingriffe

An der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie des Universitätsklinikums Düsseldorf werden folgende endoskopischen Untersuchungen und Eingriffe durchgeführt: 

1. Endoskopische Diagnostik


  • Kapsel-Endoskopie
  • Chromoendoskopie
  • Vergrößerungs- (Zoom-) Endoskopie mit hoher Auflösung
  • Mini-Laparoskopie
  • Endoskopische Retrograde Cholangio-Pankreaticographie (ERCP)
  • Cholangioskopie (Gallenwegsspiegelung)
  • PTC (Perkutan transhepatische Kontrastmitteldarstellung der Gallenwege) 

2. Endoskopische Therapie

  • Notfallendoskopie
  • Fremdkörperentfernung
  • Endoskopische Blutstillung
  • Argonplasma-Koagulation (sogenannte APC Therapie)
  • Endoskopische Blutungsprophylaxe z.B. bei Varizen (Sklerosierung, Banding, APC)
  • Mukomyotomie bei Zenkerdivertikel
  • Endoskopische Mukosaresektion und Submukosadissektion
  • Endoskopische Polypektomie (inklusive Papillenadenomentfernung)
  • Lokalbehandlung von Hämorrhoiden und Analfissuren
  • Aufdehnen von Stenosen (Bougierungen, Ballondilatationen)

  • Einlage von Stents bei Leckagen, benignen und malignen Stenosen im Gallenwegssystem und im Gastrointestinaltrakt
  • Palliative endoskopische Therapie bei Malignomen (Stenting bzw. Metall- oder Plastikendoprothesen, Tumorabtragung)
  • Perkutane endoskopische Gastrostomie/ PEG- bzw. PEJ-Sonden, transnasale Sonden
  • Endosonographisch-geführte transgastrale Pseudozystendrainage
  • ERCP mit Papillotomie, Drainage/ Stenting im biliopankreatischen System
  • Extraktion und Zertrümmerung (Lithotripsie) von Gallengangs- und Pankreasgangsteinen
  • PTCD (Perkutan transhepatische Drainage der Gallenwege)

3. Ambulant durchführbare endoskopische Untersuchungen und Eingriffe

  • Sigmoidoskopie und Ileokoloskopie inklusive Polypektomie
  • Ösophagogastroduodenoskopie inklusive Bougierung nach Maloney
  • PEG-Anlage nach Rücksprache

  • obere und untere flexible Endosonographie
  • Proktoskopie inklusive Hämorrhoiden- und Fissurbehandlung
  • Kapsel-Endoskopie (nach Rücksprache)

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