Radiologie

Vor der eigentlichen Therapie gehört dazu zunächst eine ausreichende bildgebende Diagnostik, die über eine hohe Auflösung verfügen muss, um auch feinste Details der Anatomie der Schädelbasis sicher beurteilen zu können. Die Diagnostik umfasst in der Regel:

  • dünschichtige MRT-Aufnahme in axialer, sagittaler und coronaler Schichtung
  • dünnschichtige CT-Aufnahmen in sagittaler und coronaler Rekonstruktion
  • Je nach Bedarf MR-/CT- oder konventionelle digitale Subtraktionsangiographie

Alle notwendigen Radiologischen Untersuchungen werden im Institut für Radiologie (Prof. Dr. Antoch) durchgeführt und vom Team der Neuroradiologie (Prof. Dr. Turowski) befundet.

Audiometrie

In der Abteilung für Audiometrie der Hals-Nasen-Ohren-Klinik (Prof. Dr. Schipper) wird die Hörleistung gemessen und verschiedenste Parameter der Funktion von Ohr und Hörnerven, aber auch Gleichgewichtsorgan und –nerv, bestimmt. Dies ist eine wichtige Größe bei der Beurteilung von z. B. Tumore des Ohres und des Hörnerven (Akustikusneurinome), insbesondere um Funktionserhalt, bzw. Gefährdung des Gehörs durch eine OP abzuschätzen.  

Neuroophthalmologie

Tumore der Schädelbasis, die eine Beeinträchtigung des Sehens oder der Augenbewegung bewirken erfordern eine genaue Beurteilung der Funktion des Auges. In der Abteilung Neuroophthalmologie der Augenklinik (Prof. Dr. Geerling) kann die Sehfähigkeit und das Gesichtsfeld auf das genauste gemessen werden.   Neuropathologie Viele Tumore der Schädelbasis erfordern nach chirurgischer Behandlung eine Weiterbehandlung. Um aber die optimale Behandlungsstrategie festlegen zu können ist eine genaue Beurteilung des Tumorgewebes unerlässlich. Alle Gewebeproben werden histologisch, immunhistochemisch und molekulargenetisch im Institut für Neuropathologie (Prof. Dr. Reifenberg) untersucht.  

Endokrinologie

Tumore die im Bereich der Sella turcica entstehen führen häufig zu Veränderungen des Hormonhaushaltes, da die Funktion der Hypophyse oder auch des Hypothalamus gestört werden kann. Eine genaue Analyse des Hormonstatus ist zur Vorbereitung der Therapie, vor allem aber auch nach einem Eingriff von entscheidender Bedeutung, da zum Teil komplexe Hormonstörungen vorliegen, die eine medikamentöse Substitution erfordern. Die Klinik für Endokrinologie (Prof. Dr. Scherbaum, Prof. Dr. Schott) unterstützt uns hier in der Behandlung solcher Patienten.  

Elektrophysiologie/intraoperatives Monitoring

Elektrophysiologische Untersuchungen werden in der Neurochirurgie als Vorbereitung vor Operation aber auch zur Kontrolle nach OP durchgeführt. Vor allem ist aber bei vielen Operationen im Bereich der Schädelbasis eine Überwachung der Hirnnerven erforderlich. Dies geschieht mittels intraoperativem elektrophysiologischen Neuromonitoring (IOM). Dabei werden elektrische Potentiale der Nerven abgeleitet, bzw. Nerven stimuliert und die Reaktion und Leitungsfunktion der Nerven gemessen. Veränderungen dieser Parameter können wichtige Rückschlüsse über Lage und Zustand wichtiger Nerven geben. 

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