Meningeome

Diese grundsätzlich gutartigen Tumore gehen von der harten Hirnhaut (Dura mater) aus und wachsen verdrängend gegen das Gehirn. Selten wachsen sie auch in das Hirngewebe ein.

Da auch die Unterseite des Gehirns, bzw. die Oberfläche der knöchernen Schädelbasis mit Hirnhaut bedeckt ist, entstehen auch hier Meningeome. Typische Stellen für das Auftreten solcher Tumore ist zum Beispiel die Riechnervenrinne (Olfaktorius-Meningeom), der Keilbeinflügel (Keilbeinflügel-Meningeom) oder auch das Felsenbein.

Da Meningeome in der Regel langsam wachsen können sie eine beträchtliche Größe erreichen, bevor sie Symptome erzeugen. Diese Symptome sind häufig unspezifisch. Meningeome sind aber auch dafür bekannt, epileptische Anfälle auszulösen, so dass in einigen Fällen aufgrund eines Krampfereignisses die Diagnostik erfolgt.

Im Bereich der Schädelbasis sind durch Meningeome meist auch Hirnnerven betroffen und es kommt dann schon frühzeitig zu Störungen der betroffenen Nerven, bzw. der entsprechenden Sinnesorgane, beispielsweise Seh- oder Augenbewegungsstörung.

Bei der operativen Entfernung von Meningeome ist es notwendig die Ansatzstelle, d.h. den Teil der Hirnhaut von dem der Prozess ausgeht mit zu entfernen.

In seltenen Fällen weisen Meningeome eine erhöhte Wachstumstendenz auf, so dass in jedem Fall eine regelmäßige Nachkontrolle mittels geeigneter Bildgebung – in der Regel MRT-Aufnahmen -  erfolgen sollte. Abhängig von der Art des Meningeoms findet eine Kontrolle alle 6 bis 12 Monate statt.

Wenn eine vollständige Entfernung des Tumors nicht möglich ist, weil beispielsweise eine Verwachsung mit Nerven dies verhindert, ist eine engmaschige Verlaufsbeobachtung zwingend erforderlich. Eine zielgenaue Bestrahlung kann ein Nachwachsen in solchen Fälle wirkungsvoll verhindern.

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