Spinale arteriovenöse Malformation (Rückenmarksangiom), spinale durale arteriovenöse Fistel und Rückenmarkskavernom

Gefäßfehlbildungen des Rückenmarks und der Rückenmarkshaut werden meist durch eine langsam oder stufenweise  fortschreitende Querschnittslähmung mit Gangstörung oder auch Kraftverlust der Hände und begleitende Gefühlsstörungen manifest. Seltener kommt es zu einer akuten Blutung mit Schmerz oder Querschnittslähmung. Die spinalen AV-Fehlbildungen werden in Typ I bis IV eingeteilt. Bei Typ  I handelt es sich um die spinale Variante der duralen Fehlbildung. Diese Fisteln  werden meistens im mittleren Lebensalter durch eine zunehmende Gangstörung symptomatisch.  Typ II  und III sind eigentliche Gefäßknäuel im Rückenmark und kommen vor allem bei jüngeren Menschen vor. Typ IV schließlich sind arteriovenöse Fisteln an der Oberfläche des Rückenmarkes. Zusätzlich  kommen im Rückenmark Kavernome ähnlich derjenigen im Gehirn vor.

Wie bei den AV-Fehlbildungen des Kopfes wird die Behandlung der spinalen  Angiome heute interdisziplinär durch Neuroradiologie und Neurochirurgie durchgeführt.



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