Endoskopische Operation

Endoskopische Entfernung von Bandscheibenvorfällen

Ein besonders schonendes Operationsverfahren für Bandscheibenvorfälle bietet die Neurochirurgische Klinik der Universitätsklinik Düsseldorf an. Neu ist eine vollständig endoskopische Methode, die für Bandscheibenvorfälle an der Lendenwirbelsäule geeignet ist. Seit Anfang des Jahres 2006 setzten die Düsseldorfer Neurochirurgen mit guten Erfahrungen dieses in Deutschland bisher wenig verbreitete Verfahren ein.

Um an den Ort des Geschehens zu gelangen, musste der Operateur bisher das Muskelgewebe vom Knochen des Wirbeldornfortsatzes ablösen um sich Zugang zum „Ort des Geschehens“ zu verschaffen. Dann erst konnte die herausgebrochene Bandscheibenanteile entfernt werden.

Nur etwa fünf Millimeter groß ist der Zugang zum Operationsfeld mit den speziell für das endoskopische Verfahren entwickelten Instrumenten. Muskelgewebe wird dabei nur auseinander gedrängt und somit geschont. Vorteile für die Patienten sind weniger postoperative Schmerzen, eine schnellere Heilung und eine kürzere Aufenthaltsdauer im Krankenhaus. Die endoskopische Technik stellt eine sinnvolle Ergänzung zu dem etablierten mikrochirurgischen Verfahren dar.

Neben der mikrochirurgischen Technik, die den „Goldstandard der Bandscheibenchirurgie“ darstellt, etablieren sich immer mehr „minimal-invasive“, endoskopische Operationsverfahren. Es wird dabei über einen Führungsdraht unter Bildwandlerkontrolle eine starre Arbeitshülse in den Spinalkanal vorgeschoben. Hierüber kommen dann die Optik und die unterschiedlichen Instrumente zum Entfernen des Bandscheibenvorfalls zum Einsatz.

Der Vorteil der endoskopischen Operationstechnik für den Chirurgen liegt in der sehr guten Visualisierung des Zielgebietes durch hochauflösende Optiken. Da die Operation unter stetiger Spülung erfolgt, ist die Sicht für den Operateur sehr gut, es blutet wenig und das Infektionsrisiko ist gering.

Der Vorteil für die Patientin / den Patienten liegt in einem kleineren Hautschnitt und einem gewebeschonendem Zugang zum Spinalkanal. In der Regel ist dadurch mit einer raschen Mobilisation und schnelleren Erholungsphase zu rechnen.

Jedoch sind nicht alle Bandscheibenvorfälle für die Entfernung durch eine endoskopische Operationstechnik geeignet. Die Entscheidung, ob und wie ein Bandscheibenvorfall behandelt werden sollte muss deshalb immer unter Berücksichtigung der klinischen Beschwerden und der bildgebenden Befunde (Computertomographie und/oder Kernspintomographie) sowie der Erfahrung des jeweiligen Operateurs in einem persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.

Operationsindikation und/oder den technischen Möglichkeiten einer Bandscheibenoperation haben, vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer Spezialsprechstunde unter der Telefonnummer 0211/8117935 oder per email: richard.bostelmann@med.uni-duesseldorf.de

Beispiele für die Indikationen zur endoskopischen Bandscheibenchirurgie an der Lendenwirbelsäule:

Prinzipiell ist die Entfernung von lateralen, foraminalen und mediolateralen Bandscheibenvorfällen im Bereich der Lendenwirbelsäule möglich.

Abbildung 1: Zeigt laterale Bandscheibenvorfälle im Bereich der Lendenwirbelsäule bei L4/5.

Die endoskopische Entfernung eines lateralen Bandscheibenvorfalls

Der Film zeigt die endoskopische Entfernung eines lateralen Bandscheibenvorfalls in posterolateraler Zugangstechnik.

PD Dr. R. BostelmannMittwoch 09.00-16.00 UhrGeb. 11.54 (Neurochirurgische Klinik)Terminabsprache unter Tel. 0211-8117935

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