Multifokale VEPs (mfVEPs)

Bei den oben genannten „normalen“ VEPs wird das gesamte Gesichtsfeld simultan stimuliert (Ganzfeldstimulation), wodurch es zu Auslöschungsphänomenen kommt, sodass die im Mikrovolt-Bereich am Hinterkopf abgeleiteten Potentiale hauptsächlich dem unteren zentralen Teil des Gesichtsfeld entsprechen. Die Klinik für Neurologie verfügt über ein hoch modernes Gerät zur Messung von mfVEPs, mit dem die unterschiedlichen Bereiche des gesamten Gesichtsfelds in einer pseudo-Zufalls-Sequenz simultan stimuliert werden können und die am Hinterhaupt gemessenen visuell evozierten Potentiale mit Hilfe einer Kreuzkorrelations-Analyse aus der darunter liegenden spontanen elektrischen Hirnaktivität (EEG) herausgerechnet werden. So lassen sich Potentiale auch der peripheren Anteile des Gesichtsfelds untersuchen und das mit einer 1000fach höheren Auflösung (Nanovolt) als bei der Ganzfeldstimulation, sodass leichtgradige oder periphere Funktionsstörungen des visuellen Systems detektiert werden können, die den „normalen“ VEPs entgehen.

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