Dr. rer. nat. Ceylan Daniela Windolf

Dr. rer. nat. Ceylan Daniela Windolf

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Gebäude-Nr. Life-Science-Center
Etage 2.OG re
Straße Merowingerplatz 1a
Ort 40225 Düsseldorf

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Implantat-assoziierten Infektionen.

Die Osteitis gehört zu den gefürchteten Komplikationen in der chirurgischen Knochenbruchbehandlung. Ausgelöst wird sie meist durch Staphylococcus aureus, der sich auf Implantaten ansiedelt, dort im eigen produzierten Biofilm unangreifbar für Antibiotika vermehrt und dann im Zusammenspiel mit den abwehrenden Immunzellen eine schwere Knocheninfektion (Osteitis) bewirkt. Für den Patienten, der eine Osteitis entwickelt, bedeutet das viele Operationen zur Infektsanierung mit den damit verbundenen Krankenhausaufenthalten. Diesen oft langen Leidensweg gilt es zu verhindern. Dazu erforschen wir eine Implantatbeschichtung mit Lysostaphin, die eine Ansiedlung bzw. die Vermehrung von Keimen verhindert. Zunächst haben wir dafür ein kliniknahes Osteitis Mausmodell entwickelt, bei dem wir die Tiere standardisiert mit Staphylococcus aureus infizierten, um eine lokale Osteitis an einem Osteotomiespalt, der mit einer Femurplatte versorgt wurde, zu induzieren (Windolf et al. 2013).

Im nächsten Schritt konnten wir mit diesem Modell zeigen, dass Lysostaphin-beschichteten Femurplatten eine Osteitis bei primär infizierten Tieren verhindert, so dass es zu einer normalen Knochenbruchheilung kam (Windolf et al. 2014).

Gefördert durch:

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

AO Foundation

Forschungskommission der Medizinischen Fakultät

der Heinrich-Heine-Universität

Weitere Forschungsprojekte:

  • Zur Vorbereitung auf eine klinische Anwendung am Patienten wird das Lysostaphin-beschichtete Plattenmodell am Großtier (Schwein) weiterentwickelt (gefördert durch die Forschungskommission der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität) 
  • Knochendefektmodell an der Maus mit Cerament, zur Überbrückung von Knochendefekten, die ohne zusätzliches, künstliches Knochenmaterial nicht heilen würden (Oezel 2019).
  • HBO als Therapie bei Osteitis durch antibakterielle Wirkung und positiven Effekt auf die Neubildung von Knochen am Osteitis Mausmodell (Büren et al. 2018). Gefördert durch die AO Foundation.
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