Café Augenblick – offener Austausch unter Menschen, die Ähnliches erlebt haben

Nach dem Tod eines geliebten Menschen, ob aus der Familie oder im Freundeskreis, fühlen sich Menschen oft allein und unverstanden. Und dass, obwohl das Gefühl von Traurigkeit und Trauer wohl jeder Mensch kennt. Oft ist weder Raum noch Zeit da, um sich wertschätzend und verständnisvoll untereinander auszutauschen, was man fühlt und welche Ängste und Nöte einen belasten. Das eigene Umfeld kann bei der Orientierung im Hinblick auf das „neue“ Lebens behilflich sein, aber manchmal befinden sich diese vertrauten Personen in ihrem eigenen Trauerprozess oder fühlen sich hilflos und überfordert, den Schmerz des anderen zu sehen und auf ihn angemessen einzugehen. Hinzu kommt, dass jeder seine eigene Art hat zu trauern. Hier gibt es kein richtig oder falsch.
 
Vielleicht ist es schon hilfreich zu wissen, dass Trauer eine angeborene und somit natürliche Reaktion auf einen Verlust ist. Trauer ist nicht das „Problem“, sondern der Weg, um für sich einen neuen Lebensentwurf zu finden. Um Schritt für Schritt wieder neu ins Leben zurückzufinden.
 
Um Menschen nach dem Verlust eines nahen An- und Zugehörigen einen geschützten Raum zu geben, haben wir das Café Augenblick im Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin ins Leben gerufen. Es ist ein offenes Angebot für trauende Angehörige des IZP und des UKD.
 
Das Wort „Trauercafé“ wird unserem offenen Treffpunkt nicht gerecht. Wir tauschen uns wertfrei über die aktuelle Situation aus, erzählen von Erinnerungen und Plänen, hier darf geweint und gelacht werden, hier wird gesprochen und geschwiegen – gerade so, wie es sich für den Einzelnen in diesem Moment richtig anfühlt. Auf diese Weise kann jede/r auch selbst erfahren, dass man noch „normal“ ist. Eine ungestellte Frage, die sich viele trauernde Menschen nach dem Verlust eines geliebten Menschen stellen.
 
Das Café Augenblick findet einmal im Monat bei Kaffee und Kuchen statt. Bei schönem Wetter im unteren Garten der Palliativstation bzw. bei kühlem Wetter im Multifunktionsraum der Station.

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IZP begleiten dieses kostenlose, von Spenden finanzierte Angebot.
Der Einstieg ist jederzeit möglich. Kommen Sie einfach vorbei und lernen Sie uns kennen. Eine Anmeldung oder sonstige Formalien sind nicht erforderlich.

Café Augenblick: jeden ersten Sonntag im Monat, 14:30 - 17:00 Uhr.

Wo? Palliativstation PM01, Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin, Multifunktionsraum oder unterer Garten (Kontakt/Anfahrt)
Für wen? Für trauende Angehörige des IZP und des UKD.
 
Im Rahmen des Café Augenblick werden auch je nach Lust und Wetter Außentermine vereinbart. Das können Spaziergänge um den Unterbacher See sein als auch ein Boule-Spiel oder ein Theaterbesuch.
 
In 2018 wurde die Gruppe des Café Augenblick sogar kreativ und setzte ein Wandmosaik für den Garten der Palliativstation in Zusammenarbeit mit „GUTSTEINE“ um.

Teilnehmer des Café Augenblick setzten unter professioneller Anleitung von „GUTSTEINE“ das Wandmosaik für den Garten der Palliativstation um. Der Station, dem Team, den Patienten und ihren Angehörigen einen farbigen Augenblick zu schenken, war hier eine große Motivation.

Sie haben noch Fragen? Kontaktieren Sie uns.

Kontakt

Barbara Kvech-Ceesay
Gabriele Hartleif

Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin
Geb. 13.52 -1
Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf
Tel.: 0211 – 810 8700

Email: IZP.Hospizdienst@med.uni-duesseldorf.de

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