Neuroendokrin

Zirkulierende Tumorzellen im peripheren Blut von Patienten mit neuroendokrinen Tumoren

Ehlers et. al., Horm Metab Res 2014

Eine grundlegende Voraussetzung für die Entstehung von Metastasen ist das invasive Wachstum eines Tumors. Es wird vermutet, dass neben Blut- und Lymphgefäßen auch die im peripheren Blut vorhandenen, zirkulierenden Tumor-Einzelzellen (ctc’s) eine wichtige Rolle spielen. Ctc’s können aufgrund der Existenz von charakteristischen Oberflächenmolekülen von den Zellen des Blutes unterschieden werden (siehe Abbildung). In unserer Studie wurden Patienten mit neuroendokrinen Tumoren untersucht. Bei betroffenen Patienten konnten ctc’s im peripheren Blut nachgewiesen werden, wobei auch ein Zusammenhang zur Metastasierung hergestellt werden konnte.

Abbildung A zeigt die Frequenz der ctc’s im peripheren Blut von allen untersuchten Patienten mit neuroendokrinen Tumoren und in den einzelnen Subgruppen. In Abbildung B ist eine repräsentative Färbung von Zellen des Blutes zu sehen. Hierbei wurden die Oberflächenmoleküle CD45 (grün) und EpCAM (rot) histologisch gefärbt. Die Zellkerne erscheinen blau (gefärbt mit DAPI). Ctc’s sind durch die charakteristische Existenz von EpCAM, aber der fehlenden Existenz von CD45 von den Zellen des Blutes zu unterscheiden. Der Pfeil deutet auf eine ctc


Chromogranin A als potentielles Tumorantigen für Immunotherapie bei neuroendokrinen Tumoren

Papewalis et. al., Mol Cell Endocinol. 2011

In dieser Arbeit konnte erstmalig gezeigt werden, dass das neuroendokrine Tumorzell-spezifische Oberflächenmolekül Chromogranin A (CgA) auch als Tumorantigen fungiert. Auf der Basis eines Mausmodells konnte bewiesen werden, dass nach Immunisierung mit CgA-Peptiden eine CgA-spezifische Immunität induziert wird. Dies führt zur Infiltration von ex vivo applizierten Tumorezellen (Abbildung A) und eine Lyse von Tumorzellen durch aktivierte (Interferon gamma-sezernierende) T-Lymphozyten (Abbildung B)


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